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Bauerbach reichen starke 30 Minuten
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08:58 11.07.2019
Ein Mikrokosmos des 4:1-Erfolgs des Gastgebers: Bauerbachs Robin Traut (links) ist einen Tick schneller als Erksdorfs Lars Pfeiffer und entscheidet den Zweikampf im Mittelfeld für sich.  Quelle: Nadine Weigel
Bauerbach

Die nur 60-minütige Spielzeit fordert spielerisch schwächere Teams quasi auf, sich in der eigenen Hälfte einzuigeln und auf Konter zu spielen. Umso wichtiger für die überlegenen Klubs, den Außenseitern früh einen Strich durch diese Rechnung zu machen.

Das gelang am Mittwoch den Verbandsligisten SV Bauerbach und den SF BG Marburg mit Bravour. Der gastgebende Verein erwischte einen Blitzstart und ging nach nur drei Minuten in Front. Auch infolgedessen übte der SV Bauerbach gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden TSV Erksdorf absolute Dominanz aus und zeigte dabei viel Spielwitz und Flexibilität: Gepflegtes Kurzpassspiel, Lupfer in den Strafraum, Flügelspiel und Seitenwechsel gaben sich die Klinke in die Hand.

„Das war schon sehr gut, wie wir in den ersten 30 Minuten gespielt haben“, bewertete Coach Stefan Frels. Nach dem Seitenwechsel verloren seine Schützlinge ein wenig den Faden. „Da kam dann ein wenig der Schlendrian“, bemerkte Frels. Der Kreisoberligst kam in Person von Spielertrainer 
Ingo Czyrzewski zumindest noch zum 1:4-Ehrentreffer.

SG in allen Bereichen unterlegen

Auch Czyrzewskis ehemalige Mitspieler von den SF BG Marburg ließen im Duell mit Kreisoberligist SG Bunstruth/Haina auch keinen Zweifel daran, wer der Boss war. Die Sportfreunde überzeugten mit fast 60 Minuten Powerplay.

Die in allen Bereichen unterlegene SG kam kaum in die gegnerische Hälfte, geschweige denn zu einem Torabschluss, den Keeper Florian Eidam vor Probleme gestellt hätte. Besonders positiv: Sechs verschiedene Spieler trugen sich beim 7:0 in die Torschützenliste ein. Nur Goalgetter Tomi Pilinger traf doppelt. Und SG-Tormann Jonas Böhl verhinderte ein Fiasko.

Der Vorjahresfinalist TSV Michelbach hat ebenfalls das Ticket fürs Viertelfinale gelöst. Das Team von Coach Kai Ranke tat sich gegen einen forschen FV Cölbe allerdings überraschend schwer und hätte zur Pause auch zurückliegen können. Nach Michelbacher Führung stand es nach 30 Minuten 1:1. In der Halbzeit fand Ranke dann „deutliche Worte“, die fruchteten. Drei Tore gelangen dem Aufsteiger in die Gruppenliga nach dem Seitenwechsel. „Da waren wir dann präsenter, näher an den Gegenspielern dran und aggressiver“, sagte Ranke.

Am Donnerstag wird das erste Viertelfinale ausgetragen. Hessenligist Eintracht Stadtallendorf ist dabei nach dem beeindruckenden 12:0 gegen Großseelheim auch gegen den TSV Michelbach klarer Favorit. Das Viertelfinale am Freitag erreichen will der FSV Schröck gegen den SV Schönstadt, der sich mit einem Erfolg am ersten Turniertag für die Hauptrunde qualifiziert hatte. Zudem treffen die BSF Richtsberg auf FV Wehrda.

  • Am Donnerstag spielen, Hauptrunde: BSF Richtsberg - FV Wehrda (18 Uhr), FSV Schröck - SV Schönstadt (19.30 Uhr); Viertelfinale: Eintracht Stadtallendorf - TSV Michelbach (20.20 Uhr).

von Benjamin Kaiser