Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Mombergs beeindruckender Auftritt
Sport Lokalsport Lokalsport Mombergs beeindruckender Auftritt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:57 30.12.2018
Der Momberger Fabian Sack schießt den Ball vorbei an Mardorfs Abwehrspieler Lukas Greb.  Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

„Wir dürfen nicht nachlassen und müssen uns immer wieder neu konzentrieren“. In der Restrunde werden wir die Gejagten sein. Darauf müssen wir uns einstellen“, sieht Mombergs Trainer Klaus Umbeck die Meisterschaft noch nicht endgültig unter Dach und Fach. Zumal der Tabellenzweite VfL Dreihausen den Abstand bei einem Sieg im Nachholspiel gegen Bauerbach II auf zehn Punkte verkürzen kann.

„Wir sind mit einem relativ kleinen Kader in die Runde gegangen. Aber die Spieler, die hinten dran standen, haben sich absolut integriert. Obwohl wir keinen direkten Torjäger haben, sind wir trotzdem torgefährlich. Zudem ist unsere Abwehr mit lediglich zwölf Gegentoren in den bisherigen 19 Saisonspielen eine absolute Bank“, führt Klaus Umbeck zwei Hauptargumente für den bisherigen souveränen Rundenverlauf an, in der es bislang nur eine Niederlage zu Hause gegen Roßdorf gab.

RSV Roßdorf zählt zu den Überraschungen

Zu den Überraschungen der bisherigen Saison zählt nach einer weniger zufriedenstellenden Vorsaison der aktuell zweite Rang des RSV Roßdorf. „Damit war nicht zu rechnen, dass wir schon so viele Punkte gesammelt haben“, stellt der seit Beginn dieser Saison im Amt befindliche Trainer Sebastian Gropp fest.

Die Grundlage dafür sei gewesen, dass man sich als Mannschaft gut präsentiert habe. Wichtig ist für die Roßdorfer, dass sie nach den beiden letzten deutlichen Niederlagen vor der Winterpause wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Bei einem Erfolg im Nachholspiel gegen Bauerbach II könnte der VfL Dreihausen an den Roßdorfern vorbeiziehen. „Als Absteiger war es schwierig, sich an die neue Liga zu gewöhnen. Aber wir haben uns ganz gut reingearbeitet“, analysiert Trainer Volker Münn. Man müsse sehen, dass die verletzten Spieler zurückkommen und man dadurch eine größere Auswahl habe.

VfL Neustadt will in ein bis drei Jahren wieder hoch

Auch der zweite Kreisoberliga-Absteiger VfL Neustadt musste sich in der A-Liga erst einmal zurechtfinden. „Deshalb konnte man den sofortigen Wiederaufstieg nicht erwarten. Perspektivisch sollte dieser zwischen ein und drei Jahren erfolgen. In dieser Runde ist Momberg viel zu stark“, erklärt der Vorsitzende Klaus Busch. Nach Ansicht seines Trainers Karsten Kuhl hat der SV Mardorf als Fünftplatzierter prinzipiell eine gute Runde gespielt. „Leider haben wir aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt geholt. Das 1:1 in Momberg war allerdings ein versöhnlicher Abschluss.“

Chancen auf Platz zwei rechnet sich auch noch der Tabellensechste SV Großseelheim aus. „Wichtig ist es, gut aus der Winterpause zu kommen“, hält Trainer Lui Hoss fest. Ziel sei es vor der Saison gewesen, die Mannschaft zu verjüngen und den zu Eintracht Stadtallendorf abgewanderten Torjäger Guilherme Appel Prestes da Silva zu ersetzen.

„Wenn man bedenkt, dass wir ohne ihn mehr Punkte als mit ihm geholt haben, zeigt dies, dass wir auf einem guten Weg sind. Die Mannschaft war stabil und hat weniger Gegentore kassiert.“ Etwas mehr erwartet hatte sich die Spielvereinigung Rauischholzhausen, in der viele vor der Saison einen der Aufstiegsfavoriten sahen. „Wir haben uns zwar verstärkt, hatten aber viele Verletzte. Wir konnten kaum drei Spiele mit derselben Mannschaft machen. Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht“, erklärte der im Verbund mit Brian Davis fungierende Trainer Reinhard Grün.

Der SV Bauerbach hat es geschafft, seit der Amtsübernahme von Spielertrainer Bernd Runckel einen eigenständigen Kader mit teilweise hochkarätigen Spielern zu schaffen. „Unser Ziel ist es, so Spieler wie Nico Fleischhammel, Mike Kaletsch oder Marvin Haas weiterzuentwickeln“, stellt Bernd Runckel fest, der einen Platz unter den ersten fünf anstrebt.

TSV Wohratal will Platz zwischen vier bis sieben

Der TSV Wohratal wurde durch zahlreiche Verletzungen zurückgeworfen. „Wir haben uns in eine kleine Krise reingespielt, haben uns aber daraus zurückgekämpft und die letzten vier Spiele gewonnen. Daran wollen wir anknüpfen und hoffen, am Ende einen Platz zwischen vier und sieben belegen zu können“, gibt Fußball-Abteilungsleiter Jens Ratz zu verstehen.

Amöneburgs Trainer Marc Cholibois wäre zufrieden, wenn der Aufsteiger die Klasse hält. „Wir hatten zu Beginn genug Leute, sind dann aber Mitte der Runde durch den Ausfall mehrerer Leistungsträger eingebrochen, haben uns zuletzt nach vier gewonnenen Spielen aber wieder stabilisiert“, lautet seine Bilanz.

Höher eingeschätzt als Platz elf hatte man die FSG Südkreis. „Es gab einen Umbruch im Verein. Wir hatten einige Abgänge, dazu kamen zwei neue Trainer. Es war klar, dass das einen Moment dauern würde“, gibt Spielertrainer Steffen Rechner zu bedenken. Jetzt stehe man in der Defensive besser und habe die Fehlpassquote verringert. Platz vier in der Rückrundentabelle lasse darauf hoffen, sich am Ende weiter vorne zu platzieren. Hinter den Südkreislern kämpfen fünf Mannschaften um den Abstieg.

„Wir hatten immer wieder wichtige Ausfälle und eine schlechte Trainingsbeteiligung“stellt Elnhausens Spielertrainer Rico Seidel fest. „Wenn wir gut besetzt waren, haben wir auch gepunktet.“ Rico Seidel geht davon aus, dass sechs bis sieben Vereine um den Abstieg kämpfen und glaubt: „Wir sind eine Truppe, die die Klasse halten kann.“ Dieses Ziel hat sich auch der Aufsteiger SG Niederklein/Schweinsberg gesetzt. „Es gab ergebnismäßig zwei Ausreißer. Ansonsten hängen wir den eigenen Ansprüchen von 26 Punkten hinterher“, lautet die nüchterne Bilanz von Trainer Manuel Clasani.

Wetters Sportlicher Leiter Armin Schmidt ist mit der Platzierung der zweiten Mannschaft als 14. nicht zufrieden und hofft, dass es bis zum Saisonende besser wird. „Wir haben fünf, sechs Spiele nur mit einem Tor Unterschied verloren und haben schon gezeigt, dass wir mithalten können.“ Es fehle an einem erfahrenen Mann im Mittelfeld, der die junge Mannschaft führen könne. Für Wehrdas Fußball-Abteilungsleiter Stefan Clasani war die Entscheidung richtig, das Aufstiegsrecht aus der B-Liga Marburg III wahrzunehmen. „Es konnte keiner erwarten, dass 14 Punkte unterm Weihnachtsbaum liegen.“

FSV Schröck II ist unerwartet Schlusslicht

Unerwartet kam für viele Experten, dass die zweite Mannschaft des FSV Schröck mit nur fünf Punkten aus den bisherigen 17 Spielen das Tabellenende ziert. „Wir haben im Sommer viele Spieler verloren und spielen zu 70 Prozent mit ehemaligen A-Jugendlichen. Es fehlt die Erfahrung“, sagt Jonas Rudolph vom Trainergespann mit Michael Wolff. „Wir müssten nicht da unten stehen“, meint Coach Jonas Rudolph.

von Kurt Arke