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Lokalsport BC empfängt Meisterschaftsfavorit Keltern
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14:00 30.01.2021
Die frühere BC-Centerin Alex Kiss-Rusk (rechts; hier in einem Spiel gegen Eintracht Braunschweig) kehrt nach Marburg zurück – als Kelterner Spielerin.
Die frühere BC-Centerin Alex Kiss-Rusk (rechts; hier in einem Spiel gegen Eintracht Braunschweig) kehrt nach Marburg zurück – als Kelterner Spielerin. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Nichts zu verlieren: Der BC Pharmaserv empfängt an diesem Samstagabend die Rutronik Stars Keltern in der Georg-Gaßmann-Halle – und damit den Topfavoriten auf den Meistertitel. Dabei kommt es zu einem Wiedersehen mit einer ehemaligen BC-Spielerin: Alex Kiss-Rusk, die von 2018 bis 2020 in Marburg unter Vertrag stand, ist seit knapp zwei Monaten beim Verein aus der zwischen Karlsruhe und Pforzheim gelegenen 9 000-Einwohner-Gemeinde aktiv.

Keltern mit 14 Siegen aus 15 Spielen

Ans bislang letzte Aufeinandertreffen beider Teams in Marburg wird sie keine guten Erinnerungen haben: Am 3. November 2019 zog sich die Kanadierin mit ungarischem Pass eine schwere Schulterverletzung zu, die sie lange außer Gefecht setzte. Im Sommer 2020 unterschrieb sie bei den Spirou Ladies Charleroi, in Belgien wurde der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie jedoch ausgesetzt. Anfang Dezember, unmittelbar nach dem 66:54-Hinspielsieg gegen Marburg, holte Keltern die Centerin dann als Ersatz für die verletzte Harriet Belobi-Nawezhi.

In ihren bisherigen sieben Spielen für die „Sterne“, die mit durchschnittlich mehr als 82 Punkten pro Partie die beste Offensive der Liga stellen, hat Kiss-Rusk durchschnittlich knapp acht Zähler beigetragen. Im recht ausgeglichen besetzten Kader sind die US-Amerikanerin Lynette Vaughn (12,1) und die Kroatin Andrijana Cvitkovic (10,1) bislang die erfolgreichsten Schützinnen des Tabellenführers, der schon 14 Siege eingefahren hat.

Wysocki bleibt bis Saisonende Coach

Unschlagbar ist Keltern jedoch nicht, wie die Panthers Osnabrück bewiesen – die 59:67-Heimniederlage des Primus liegt allerdings bereits knapp drei Monate zurück. Es gehe darum, eine „konstante Leistung“ zu zeigen, sagt Christoph Wysocki, „wenn wir das schaffen, bin ich zufrieden, auch wenn Keltern besser sein sollte“. Der 64-Jährige, eigentlich beim BC für die derzeit pausierenden Teams aus der zweiten Liga und der U-18-Bundesliga zuständig und nach der Entlassung von Julian Martinez eingesprungen, hat inzwischen Gewissheit, dass er bis zum Ende der laufenden Saison Chefcoach der Blue Dolphins bleibt. Das hat Vorstandsmitglied Stefan Gnau der OP am Freitag bestätigt: „Wir nehmen uns nun die Zeit und suchen einen neuen Cheftrainer, der zur nächsten Saison übernehmen soll.“

Auch eine weitere Entscheidung hat der Vorstand getroffen: Anders als bislang geplant, wird keine neue Spielerin für die „großen Positionen“ mehr nachverpflichtet – nicht zuletzt aus organisatorischen Gründen: Aufgrund aktueller Corona-Regelungen hätte ein Neuzugang möglicherweise erst in einigen Wochen eingesetzt werden können. Mit den vorhandenen Spielerinnen hatte der BC zuletzt ordentliche bis gute Leistungen gezeigt und auch am Mittwoch dem amtierenden Meister Herne (60:74-Auswärtsniederlage) über weite Strecken Paroli geboten.

Von Stefan Weisbrod