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Mercenaries zu Hessen-Derby nach Frankfurt
Mercenaries zu Hessen-Derby nach Frankfurt
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08:00 10.07.2021
Sonny Weishaupt 2017 im Trikot der Universe. An diesem Samstag spielt er mit den Mercenaries gegen seinem Ex-Club.
Sonny Weishaupt 2017 im Trikot der Universe. An diesem Samstag spielt er mit den Mercenaries gegen seinem Ex-Club. Quelle: imago
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Marburg

American Football in Frankfurt ist lila. In dieser Farbe spielt das Universe-Team in der German Football League (GFL), in dieser Farbe hatte die Galaxy einst große Erfolge in der NFL Europe gefeiert – und in dieser Farbe ist auch die Neugründung, die ebenfalls als Galaxy firmiert, in der European League of Football (ELF) unterwegs.

In der Stadt mit – für deutsche und europäische Verhältnisse – sehr großer Football-Tradition konkurrieren nun der GFL-Club und das ELF-Franchise um Spieler, Geldgeber, Fans, wobei zumindest Geld und beste Spieler aktuell bei der Galaxy zu finden sind. Von seinen ehemaligen Teamkameraden, erzählt Sonny Weishaupt im Gespräch mit der OP, seien „nicht mal mehr eine Handvoll“ bei der Universe, aber viele bei der Galaxy. „Etwas wehmütig“ macht ihn das, sagt der aktuelle Quarterback der Marburg Mercenaries, der 2017 und 2018 in Frankfurt aktiv war.

Für viele Spieler, die nun nachgerückt sind, sei es „bestimmt eine gute Erfahrung, GFL zu spielen. Sie werden viel lernen. Allerdings ist es auch ein Stück weit bedenklich, wenn sie nicht an das Niveau herangeführt werden können, sondern sofort mittendrin sind. Das erhöht das Verletzungsrisiko.“ Konkurrenzfähig hat sich das Team bislang nicht präsentiert: 0:72 bei den Munich Cowboys, 0:83 gegen die Saarland Hurricanes, 20:55 in Stuttgart.

Allerdings: Seit der Begegnung bei den Scorpions vor zwei Wochen hat sich am Main personell etwas getan. Die wichtigste Neuerung: Glen Cuilette, 2019 bei den Dresden Monarchs aktiv (und damals im Play-off-Halbfinale gegen Marburg erfolgreich) ist zum Team gestoßen. Für die Mercenaries werde die Partie „kein Selbstläufer“, ist Präsident Carsten Dalkowski überzeugt.

Auch Weishaupt, der zuletzt bei der 21:24-Niederlage gegen München mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, aber für das Spiel in Frankfurt fit ist, warnt davor, den Gegner zu unterschätzen: „Das darf man sowieso nie machen. Aber klar ist auch, dass wir gewinnen wollen und gewinnen müssen“, sagt er in Anbetracht von bislang nur einem Sieg aus vier Saisonspielen.

German Football League Süd: Frankfurt Universe – Marburg Mercenaries (Sa., 16 Uhr), Stuttgart Scorpions – Ravensburg Razorbacks (Sa., 16.45 Uhr), Allgäu Comets – Saarland Hurricanes (So., 15 Uhr); Nord: Dresden Monarchs – Kiel Baltic Hurricanes (Sa., 15 Uhr), Lions Braun- schweig – Potsdam Royals (Sa., 18 Uhr).

Von Stefan Weisbrod