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Lokalsport Mercenaries stehen vor entscheidenden Wochen
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13:58 31.07.2021
Auf die Läufe von Runningback Marcus Cox (rechts, hier gegen die Munich Cowboys) setzen die Marburg Mercenaries auch am Sonntag in Saarbrücken.
Auf die Läufe von Runningback Marcus Cox (rechts, hier gegen die Munich Cowboys) setzen die Marburg Mercenaries auch am Sonntag in Saarbrücken. Quelle: Foto: Tobias Hirsch
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Marburg

Drei Wochen nach dem 42:12-Sieg gegen den Tabellenletzten Frankfurt Universe, die unter der Woche ihren Trainer entlassen haben (siehe Infobox), sind die Marburg Mercenaries in der German Football League (GFL) wieder gefordert.

Für das Team um Headcoach Joe Tricario und Quarterback Sonny Weishaupt folgt am Sonntag (17 Uhr) das Gastspiel im umgebauten Ludwigsparkstadion in Saarbrücken gegen den Tabellenzweiten der Südgruppe, die Saarland Hurricanes. Die „Söldner“ reisen gut erholt in Richtung Südwesten. „Die Spieler haben nach dem Frankfurt-Spiel zwei Wochen frei bekommen, um mal abzuschalten. Ab August haben wir fünf Spiele innerhalb von sechs Wochen“, blickt Mercenaries-Präsident Carsten Dalkowski auf das Restprogramm der Hauptrunde, in dem nach der Partie gegen die Saarländer in den Munich Cowboys (Sa., 7. August, 16 Uhr) zunächst ein direkter Konkurrent um die Playoff-Plätze und am Sonntag, 22. August (16 Uhr), im Georg-Gaßmann-Stadion in den Schwäbisch Hall Unicorns der ungeschlagene Tabellenführer warten.

Mit derzeit zwei Punkten Rückstand auf Playoff-Rang vier „ist klar, dass wir bei drei Niederlagen in Folge im Niemandsland der Tabelle landen werden“, weiß Dalkowski um die Wichtigkeit jener Duelle. „Die nächsten Spiele werden richtungweisend sein, ob wir es in die Playoffs schaffen.“

Womöglich müsste sich der Blick der Tricario-Schützlinge sogar in Richtung Abstiegszone richten, sollten die Marburger jeweils leer ausgehen. „Wir haben zwei Siege gegen die Mannschaften von unten (Frankfurt Universe und Stuttgart Scorpions, Anmerkung der Redaktion) eingefahren. Insofern gehe ich davon aus, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden“, meint Dalkowski.

Seit dem vergangenen Sonntag bereiten sich die Mercenaries auf die schwere Auswärtshürde vor. „Die Pause hatte den Vorteil, dass kleinere Blessuren nun wieder auskuriert sind“, sagt Dalkowski. Personelle Sorgen nimmt der Tabellensechste also nicht mit ins Saarland. Dennoch sei klar: „Es wird mit Sicherheit ein schweres Spiel. Die Hurricanes sind sehr gut aufgestellt für einen Aufsteiger.“ Bis auf die Partie gegen Spitzenreiter Schwäbisch Hall (20:45) hat das 1996 aus den Footballvereinen Dillingen Steelhawks und Saarbrücken Wölfe fusionierte Team alle Spiele gewonnen. „Die stehen zu Recht da oben“, sagt der Mercenaries-Präsident über den Gegner, der in Josh Goldin den Quarterback in seinen Reihen hat, der mit 1 443 Passing Yards Platz drei in dieser GfL-Statistik belegt.

Auch die Defensive der Hurricanes verfügt über ausreichend Qualität, Sasan Jelvani (28 Tackles) und Justin Jordon (25) gehören zu den Besten ihrer Zunft. „Wir sind uns der Stärken der Hurricanes bewusst und können dort nur über einen harten Kampf gewinnen. Dazu müssen wir in allen vier Quartern unsere beste Leistung zeigen und dürfen keine Fehler machen“, fordert Tricario, dessen Team insgeheim auf das Gesetz der Serie hofft. Auf fremdem Spielfeld haben die „Söldner“ bisher alle Spiele gewonnen.

German Football League, Gr. Süd: Ravensburg Razorbacks – Allgäu Comets (Sa., 16.45 Uhr), Schwäbisch Hall Unicorns – Frankfurt Universe (Sa., 17 Uhr), Saarland Hurricanes – Marburg Mercenaries (So., 17 Uhr).

Von Marcello Di Cicco