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Mercenaries stehen schon jetzt unter Druck
Mercenaries stehen schon jetzt unter Druck
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08:00 03.07.2021
Sonny Weishaupt (hier im Spiel gegen die Allgäu Comets) will mit den Mercenaries den ersten Saison-Heimsieg holen.
Sonny Weishaupt (hier im Spiel gegen die Allgäu Comets) will mit den Mercenaries den ersten Saison-Heimsieg holen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die Marburg Mercenaries wollen die Playoffs der German Football League (GFL) erreichen, die Munich Cowboys ebenfalls. Beide gehören zum breiten Mittelfeld in der Südstaffel. Am Sonntagnachmittag treffen die Teams im Marburger Georg-Gaßmann-Stadion aufeinander. Sonny Weishaupt ist sich sicher: „Wenn wir die Fehler abstellen, die wir bisher gemacht haben, gewinnen wir.“ Die OP spricht vor der Begegnung mit dem Mercenaries-Quarterback über ...

... die bisherigen Spiele in dieser Saison: 7:31-Niederlage zu Hause gegen die Allgäu Comets, 38:29-Sieg bei den Stuttgart Scorpions, zuletzt im eigenen Stadion mit 20:28 gegen GFL-Neuling Ravensburg Razorbacks verloren – „nein, damit können wir nicht zufrieden sein“, sagt Weishaupt.

„Das erste Spiel war für uns ein schlechtes Matchup“, erklärt er mit Blick auf die erfahrene Allgäuer Defensive Line um Jermaine Guynn und die junge Marburger Offensive Line. „Das war ein klassisches Missmatch.“ Dennoch, meint er, wäre für sein Team etwas drin gewesen, „hätten wir uns nicht mehrere kapitale Fehler erlaubt“. Die gab es auch im zweiten Spiel, gerade in der zweiten Hälfte ließen die „Söldner“ viele Chancen ungenutzt, machten das Spiel bei unterlegenen Stuttgartern dadurch unnötig spannend. „Richtig ärgerlich“ war für Weishaupt die Niederlage gegen Ravensburg: „Das war kein besserer Gegner, das Spiel haben wir völlig unnötig verloren.“

... die Hoffnung auf Besserung: Der Grund, warum der Spielmacher mit den bisherigen Leistungen nicht zufrieden ist, ist auch der Grund, warum er für die kommenden Aufgaben zuversichtlich ist: „Wir wissen, dass wir es besser können.“ Verpasste Blocks, fallengelassene Bälle, misslungene Tackles – gelingt es, die Fehler abzustellen, „gewinnen wir“, ist er mit Blick auf die Partie gegen die Münchner überzeugt. „Das müssen wir auch. Wir haben gesagt, dass wir die Playoffs erreichen wollen, das wollen wir weiterhin. Aber es ist ein enges Rennen.“

Die Schwäbisch Hall Unicorns sind Topfavorit auf Platz eins der Südgruppe, die Teams aus Frankfurt und Stuttgart werden voraussichtlich den letzten und den vorletzten Platz belegen. „Dazwischen ist es ein enges Feld.“ In dem haben die Marburger bereits gegen zwei direkte Konkurrenten verloren. Weishaupt dazu: „Wir haben jetzt den Druck.“

... den kommenden Gegner: Der Mercenaries-Quarterback hat großen Respekt vor den Cowboys, die nach vier Spielen bei zwei Siegen stehen, diese allerdings gegen die personell gebeutelten Frankfurt Universe und Stuttgart Scorpions errungen haben. In Justin Sottilare führt ein erfahrener Quarterback die bayerische Offensive an. „Den gilt es zu bremsen, zumal sie gute Receiver haben“, sagt Weishaupt.

Dominik Siegel ist der stärkste D-Line-Spieler der Cowboys und ein sehr guter Freund des Marburger Quarterbacks, 2019 wurden beide mit den Lions aus Braunschweig Meister. „Wir freuen uns auf das Wiedersehen“, erzählt Weishaupt, der hofft, dass sein Kumpel von seinen Mitspielern gut geblockt wird. „Das wird eine Rivalität auf dem Platz, wo sie aber auch bleiben wird.“ Am Abend wollen beide gemeinsam essen.

 ... die erhoffte Unterstützung durch die Fans: Beim ersten und beim zweiten Heimspiel der Saison durften jeweils 200 Zuschauer ins Georg-Gaßmann-Stadion, nun 500. „Je mehr Leute dabei sind, umso mehr Spaß macht es. Wenn man die Emotionen von der Tribüne mitbekommt, motiviert das zusätzlich“, sagt Weishaupt und wünscht sich, „dass wir unseren Fans diesmal ein erfolgreiches Spiel zeigen“.

Tickets für das Spiel gibt es – solange verfügbar – online unter www.mercenaries.de/gameday/tickets.html.

Vier Neue im Mercenaries-Aufgebot

Bereits seit Saisonbeginntrainieren die Neuzugänge Bjarne Möller, David Schüler (beide Wide Receiver), Shymon Parusel und Jannis Irle (beide D-Line) bei den Marburg Mercenaries, im Spiel gegen die Munich Cowboys ist das Quartett nun erstmals einsatzberechtigt. Auch ansonsten sieht es personell gut aus: Die Schlüsselspieler seien alle fit und einsatzbereit, erklärt Präsident Carsten Dalkowski.

German Football League Süd: Schwäbisch Hall Unicorns – Stuttgart Scorpions (Sa., 14.30 Uhr), Marburg Mercenaries – Munich Cowboys (So., 16 Uhr); Nord: Kiel Baltic Hurricanes – Lions Braunschweig (Sa., 15 Uhr), Potsdam Royals – Dresden Monarchs (Sa., 16.30 Uhr), Cologne Crocodiles – Berlin Rebels (Sa., 16.45 Uhr).

Von Stefan Weisbrod