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Lokalsport Playoff-Audienz bei den "Monarchen"
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15:55 23.09.2019
Triston McCathern (Mitte, gegen Sebastian Gauthier und Nils Weisse von Frankfurt Universe) steht mit den Marburg Mercenaries vor dem Playoff-Viertelfinale der GFL. Gegner sind die Dresden Monarchs. Foto: Jan Hübner Quelle: Jan Hübner
Marburg

Willkommen in den gefährlichen Gewässern des GFL-Playoff-Viertelfinales. Auf den Startblöcken stehen die acht besten Teams der Liga bereit, um einzutauchen und am 12. Oktober in der Frankfurter Commerzbank-Arena beim German Bowl dabei zu sein. Der K.-o.-Modus Eins-gegen-eins heißt: Wer in einer Runde absäuft, ist raus. Und die Marburg Mercenaries wollen nicht herumplanschen, sondern mit kräftigen Zügen eine Runde weiter schwimmen.

Die Saison der „Söldner“, acht Siege und sechs Niederlagen, war gut. Es war alles andere als perfekt, doch gut genug, um bis in die Playoffs vorzudringen. Und falls die „Mercs“ froh sind, nach der Saison 2017 zum ersten Mal wieder in die Gewässer eintauchen zu können, werden sie nicht lange an der Oberfläche bleiben. Spielerische Klasse und Ausdauer gehören zweifelsohne dazu. Aber ebenso wichtig ist der Glaube daran, dass auch im erlauchten Kreis der GFL-Elite für Furore gesorgt werden kann.

Letzte Begegnung war 2015

Wer mehr Playoff-Erfahrung hat ist allerdings zweifellos. Vor sage und schreibe neun Jahren erreichten die Marburger zuletzt das Halbfinale. Ganz im Gegenteil dazu die Dresdener, die seit ebenso vielen Jahren fast immer die zweite Runde erreichten. Das Viertelfinale ist für das Team aus der sächsischen Hauptstadt also nichts Besonderes. 2015 trafen die beiden Teams zum letzten Mal ebenfalls im Viertelfinale aufeinander. Damals dominierten die Monarchs das Heimspiel 42:22.

Ungeachtet der Historie glauben Head Coach Tibor Gohmert und sein Trainerstab fest an einen Erfolg. „Wir haben einen guten Spielplan aufgestellt. Wenn wir den umsetzen, also die Offensive ihr hohes Niveau hält und sich die Defensive weiterhin stabilisiert, gewinnen wir dieses Spiel“, sagt der Cheftrainer. Offensive Coordinator (OC) Elias Gniffke und Defensive Coordinator (DC) Sergej Schmidt sehen es ähnlich. Gniffke gibt sogar einen forschen Tipp ab – 42:30 für Marburg.

Der OC der Marburger hat die detaillierteste Spielvorbereitung seiner Trainerlaufbahn hinter sich. „Es war sehr viel Vorbereitung, weil Dresdens Defensive viele verschiedene Formationen spielt“, informiert Gniffke. Er servierte seiner Offensive um Quarterback Jakeb Sullivan die Informationen über den Gegner häppchenweise. Besonderes Augenmerk wird auf AJ Wentland liegen. Der Linebacker der „Monarchen“ ist der wohl beste Defensivspieler der Liga.

Intensive Spielvorbereitung

Er ist der „Quarterback“ der Defense und sagt auf dem Feld die Spielzüge der Verteidigung an. „Ich will natürlich, dass er aus unseren Formationen falsche Schlüsse zieht“, freut sich Marburgs OC auf das Kräftemessen. Statistisch ist Dresdens Pass Defense die beste der Liga. Marburg stellt hingegen die beste Pass Offense – Stärke gegen Stärke.

Mit Football-Fleischbergen muss sich Schmidt herumschlagen. „Dresdens kleinster Offensive Lineman ist 1,94 Meter groß und wiegt 130 Kilogramm. Aber das ist nicht nur ein Vorteil“, zwinkert der DC. Seine Defensive Line hat in Sachen Geschwindigkeit den Vorteil.

Genau wie Marburgs Angriff will auch Dresdens Offensive die gegnerische Defensive mithilfe der Spread Offense breit machen. Besonders gilt es, auf den Wide Receiver KeVonn Mabon zu achten, der bereits im Kader der NFL-Teams Tennessee Titans und Indianapolis Colts stand. Er ist die Lieblingsanspielstation von Quarterback Glen Cuiellette. ­
Also, Schwimmbahn frei für Dresden gegen Marburg.

Playoff-Viertelfinale: Schwäbisch Hall Unicorns - Berlin Rebels (Sa., 17 Uhr), New Yorker Lions Braunschweig - Stuttgart Scorpions (Sa., 18 Uhr), Frankfurt Universe - Hildesheim Invaders (Sa., 20 Uhr), Dresden Monarchs - Marburg Mercenaries (So., 14 Uhr).     

von Benjamin Kaiser