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Luis Höflein will mit dem VfL Biedenkopf in die Verbandsliga aufsteigen
Luis Höflein will mit dem VfL Biedenkopf in die Verbandsliga aufsteigen
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17:00 01.01.2022
Die schönste Partie in der bisherigen Karriere von Luis Höflein (links) war das Hessenpokal-Spiel gegen Hessen Kassel.
Die schönste Partie in der bisherigen Karriere von Luis Höflein (links) war das Hessenpokal-Spiel gegen Hessen Kassel. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Biedenkopf

Demütig erzählt Luis Höflein von dem „schönsten Fußballspiel“ in seiner bisherigen Karriere. Lange überlegen muss der 21-Jährige dafür nicht. „Unsere Partie gegen Kassel im Hessenpokal. Da haben wir uns wacker geschlagen, und es war einfach cool, gegen einen Verein anzutreten, der drei Klassen höher spielt als wir selbst, und das vor 1 000 Zuschauern“, sagt der Biedenkopfer.

Wenn es nach dem Werkbaumechaniker geht, dann sollten zwischen beiden Vereinen bald nur noch zwei Klassen liegen. „Unser Ziel ist definitiv der Aufstieg in die Verbandsliga“, sagt Höflein. Ein Erfolgsfaktor sei die Stimmung im Team, die er als „gut“ beschreibt. „Es ist einfach eine coole Truppe, die wir da haben. Wir befinden uns auf einem guten Weg“, sagt der Abwehrspieler, der auch als Mittelfeldakteur auflaufen kann. Zwar ist Höflein mit seiner Rolle als Rechtsverteidiger nicht unzufrieden und erklärt: „Ich habe generell einen Offensivdrang. Mit meinem Tempo und meiner Übersicht ist das überhaupt kein Problem, ob ich nun im Mittelfeld oder hinten rechts spiele.“ Das fußballerische Talent bekam Höflein sozusagen in die Wiege gelegt. Bereits Vater und Großvater waren Fußballer. Er selbst begann im Alter von knapp fünf Jahren mit dem Sport. „Man kann eigentlich fast sagen, dass ich keine andere Option hatte, als mit dem Fußballspielen zu beginnen“, sagt er.

Zwei Jahre in Wetter

Um in der Jugend in höheren Ligen zu spielen, schloss sich Höflein knapp zwei Jahre dem VfB Wetter an. Dann folgte der Wechsel zum VfB Marburg, wo er bis zur A-Jugend blieb. 2018 ging er dann zu seinem Heimatverein nach Biedenkopf zurück.

„Ich würde gerne noch lange hier spielen. Es ist ein Verein, der sehr heimatverbunden ist und in dem ich mich wohlfühle. Außerdem gibt es Schlechteres, als in der Verbandsliga zu spielen – also, wenn wir aufsteigen sollten. Dann freue ich mich vor allem auf die vielen Derbys gegen Marburg, Bauerbach oder Ederbergland“, merkt Höflein an, der selbstkritisch mit seinen bisherigen Auftritten in dieser Saison umgeht.

„Unabhängig von der Mannschaft bin ich oft unzufrieden mit meinen eigenen Leistungen. Ich hoffe persönlich, dass ich eine stärkere Rückrunde spielen kann. Als Team wollen wir mindestens den zweiten Platz halten, wenn nicht sogar auf den ersten Rang rutschen“, sagt er.

Zugute kommen könnten der Mannschaft von VfL-Trainer Vladimir Kovacevic die Partien auf dem heimischen Rasen. Dort ist die Mannschaft noch unbesiegt, erzielte 31 Tore und kassierte lediglich zwei Gegentore. „Bei Heimspielen pushen wir uns im Team gegenseitig. Zudem bieten uns die Fans eine gewisse Sicherheit“, stellt Höflein fest.

Ob der VfL auf dem heimischen Rasen unbesiegt bleiben wird, wird die Rückrunde zeigen, die in der Gruppenliga Gießen/Marburg am 6. März beginnen soll.

Von Leonie Rink