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Lokalsport KTV Obere Lahn muss Fehler abstellen
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19:57 11.11.2019
Andrey Likhovitskiy am Pferd. Der KTV-Star kam gegen Heidelberg auf 14 Scorepunkte, dennoch verlor die Obere-Lahn-Riege deutlich mit 29:50. Quelle: Jens Schmidt
Biedenkopf

Vielleicht, meinte der Vorsitzende Philipp Wiemers, wäre für die KTV Obere Lahn gegen die favorisierten Heidelberger etwas möglich gewesen – hätte Sunny Joe Fiecker seine Übung am Barren sauber durchbekommen.

Doch anstatt seine Riege beim Stand von 24:28 noch näher heranzubringen, gab er im direkten Duell mit Christian Berczes vier Scorepunkte ab, nachdem er beim anspruchsvollen Diamidov mit dem Kreuz aufs Holmende schlug.

Routinier Felix Wiemers hatte gegen KTG-Topscorer Jimmy Verbaeys deutlich das Nachsehen, sodass der Wettkampf beim Stand von 24:37 nach den Übungen am Barren (9:9) vorentschieden war. Am Reck (5:13) war auch wegen eines weiteren Sturzes von Fiecker nichts mehr zu holen. 29:50 stand’s am Ende.

Fieckers Risiko nicht belohnt

Am Boden hatten die Hinterländer, bei denen der Niederlaaspher Michael Bürgel zu seinem Zweitliga-Debüt kam, den starken Heidelbergern wenig entgegenzusetzen (2:11). Am Pferd (4:3) reichten vier Zähler von Andrey Likhovitskiy trotz eines Abstiegs von Fiecker zu zwei Gerätpunkten, an den Ringen (5:6) genügten fünf Punkte von Artur Davtyan nicht.

Auch am Sprung (4:8) gewann lediglich Davtyan sein Duell, ehe Likhovitskiy und Felix Weber mit zusammengenommen neun Scorepunkten am Barren wieder für Spannung sorgten. Doch die Hoffnung auf die Wende bei den KTV-Verantwortlichen und den rund 200 Fans der „Titans“ währte nur bis zu Fieckers Patzer. „Ihm ist kein Vorwurf zu machen, er ist hohes Risiko gegangen“, betonte Philipp Wiemers mit Blick auf den 16-Jährigen.

Tabelle

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Wichtig aus Sicht des KTV-Vorsitzenden war, „dass niemand die Köpfe hat hängen lassen. Die Moral ist top.“ Es habe „eben nicht gereicht“. Am kommenden Wochenende soll – und muss – das anders sein: „Jeder weiß, worum es geht. Ich hoffe, dass die Nerven mitspielen und wir die Fehler abstellen“, sagte Philipp Wiemers mit Blick auf den Wettkampf am Samstag, 17. November, (18 Uhr) bei der KTV Koblenz.

Die Obere-Lahn-Riege braucht einen Sieg beim Tabellenfünften und muss hoffen, dass Konkurrent Fulda bei Primus Eintracht Frankfurt verliert. „Wenn wir absteigen sollten, geht für uns die Welt nicht unter“, sagte Philipp Wiemers, „aber wir wollen natürlich lieber drin bleiben“.

von Stefan Weisbrod