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Lokalsport KTV hofft auf Überraschung
Sport Lokalsport Lokalsport KTV hofft auf Überraschung
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10:00 09.11.2019
Am Pferd kann Felix Weber wohl für die KTV Obere Lahn turnen, am Boden und Sprung hingegen nicht. Quelle: Nadine Weigel
Biedenkopf

Ein Sieg aus diesen beiden Wettkämpfen könnte zum Klassenerhalt reichen, sofern der direkte Konkurrent KTV Fulda gegen den Tabellenzweiten TSG Grünstadt und eine Woche später gegen Spitzenreiter Eintracht Frankfurt erwartungsgemäß verliert. Dass dieser eine Sieg ausgerechnet am Samstag (18 Uhr, Sporthalle der Lahntalschule) gegen den Tabellenvierten KTG Heidelberg gelingt, erscheint allerdings fraglich.

„Es ist unrealistisch davon auszugehen, dass wir eine Chance haben“, sagt Obere-Lahn-Cheftrainer Albert Wiemers. Die Chancen zum Abschluss der Saison bei der KTV Koblenz (4:6 Punkte) seien besser. Aber: „Sag niemals nie“, bemüht Wiemers einen James-Bond-Klassiker. „Wir werden alles daran setzen und kämpfen.“

Dabei wird den Hinterländern allerdings Sprung-Spezialist Marvin Schuster wegen Schulterproblemen fehlen. Und auch Felix Weber ist nach seinem Bänderriss im Knöchel noch nicht wieder so weit hergestellt, dass er voll belastbar wäre. Am Boden und Sprung kann er nicht turnen, was durch den Ausfall Schusters schon eine große Lücke aufreißt.

Gäste sind ausgeglichener besetzt

Die besseren Karten hätte Heidelberg aber ohnehin gehabt. Die Gäste sind ausgeglichener besetzt als die KTV, insbesondere an den Positionen drei und vier sind die Ausgangswerte deutlich höher. Hinzu kommt auf der Ausländerposition in Jimmy Verbaeys ein belgischer WM-Teilnehmer, der als Mehrkämpfer an allen sechs Geräten keine Schwächen hat.

Das gilt für das Biedenkopfer Team mit Andrey Likhovitskiy und Artur Davtyan allerdings ebenfalls. „Da haben wir vielleicht sogar ein kleines bisschen die Nase vorn“, hofft Wiemers. Insgesamt aber deutet vieles darauf hin, dass es „wahrscheinlich in der Praxis so aussieht wie in der Papierform“ (Wiemers). Eine Niederlage gegen Heidelberg wäre für die KTV Obere Lahn aber zu verkraften, so sie denn nicht zu deutlich ausfällt.

Denn bei Punktgleichheit entscheiden die Gerätepunkte über die Platzierung. Und da liegen die Hinterländer acht Punkte besser als Fulda. Damit das so bleibt, lautet das kleine Ziel von Wiemers, sollte es schon nicht zum Sieg gegen Heidelberg reichen: „So viele Gerätepunkte holen wie möglich.“

von Holger Schmidt

  • 2. Bundesliga Nord: TG Saar II – Eintracht Frankfurt (Sa., 14 Uhr), KTV Fulda – TSG Grünstadt, TV Großen-Linden – KTV Koblenz (beide Sa., 16 Uhr), KTV Obere Lahn – KTG Heidelberg (Sa., 18 Uhr).