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15:00 08.04.2022
Bei „Jugend trainiert für Olympia“ traten im Fußball-Kreisentscheid der Wettkampfklasse drei in der Gruppenphase unter anderem die Elisabethschule Marburg (dunkle Trikots) gegen die Lahntalschule Biedenkopf an.
Bei „Jugend trainiert für Olympia“ traten im Fußball-Kreisentscheid der Wettkampfklasse drei in der Gruppenphase unter anderem die Elisabethschule Marburg (dunkle Trikots) gegen die Lahntalschule Biedenkopf an. Quelle: Foto: Leonie Rink
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Marburg

Hinter dem Schulsport liegen schwierige zwei Jahre. Schülerinnen und Schüler hatten Homeschooling in einem Unterrichtsfach, das von Bewegung und Interaktion lebt. Kein Fußball oder Völkerball mehr, sondern Workouts vor dem Computer. Nun fallen immer mehr Maßnahmen, sodass der Schulsport wieder wie vor der Corona-Pandemie ursprünglich durchgeführt werden kann.

So fand unter der Woche der bundesweite Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, der Fußball-Kreisentscheid wieder statt. Dabei setzte sich die Alfred-Wegener-Schule Kirchhain in der Wettkampfklasse drei (Jahrgänge 2008 bis 2010) durch.

„Vor ziemlich genau zwei Jahren fand mit dem Landesentscheid in Frankfurt das letzte Mal ,Jugend trainiert für Olympia’ statt“, erinnert sich Schulkoordinator Karsten Vestweber. Bereits im vergangenen Jahr hatten die vier Schulsportkoordinatoren, zu denen neben Vestweber auch Silke Malkus, Christian Sorg sowie Martin Falk gehören, mit der Planung für „Jugend trainiert für Olympia“ begonnen.

Kreativität war gefragt

„Dann kam aber die Nachricht, dass es abgesagt wird. Anfang 2022 haben wir wieder angefangen zu planen“, berichtet Malkus, die als Lehrerin an der Elisabethschule unterrichtet. Für sie und ihre Kolleginnen und Kollegen hieß es während der Pandemie kreativ zu werden.

„Wir haben an der Elisabethschule 40 Workout-Videos erstellt und diese zur Verfügung gestellt“, sagt Malkus. Diese dienten dem Zweck, den Schülerinnen und Schülern verständlich zu machen, was sie machen sollen. Das Homeschooling führte auch noch zu weiteren Problemen, denn die Lehrkräfte mussten sich die Frage stellen, was passiert, wenn sich eine Schülerin oder ein Schüler auf der anderen Seite des Bildschirms verletzt. „Anfangs war nicht klar, was wir im Sport überhaupt machen dürfen, weil versicherungstechnische Fragen nicht beantwortet waren“, erklärt Sorg, der froh ist, dass sich die Kinder außerhalb des Vereinssportes wieder miteinander messen können.

Jedoch führte die Corona-Pandemie auch zu Rückgängen bei der Anmeldung für „Jugend trainiert für Olympia“. Für Sportarten wie Handball melden sich tendenziell weniger Schulen an. Dies sei aber abzusehen gewesen, sagt Sorg: „Handball hat schon vor der Pandemie gelitten, aber dagegen sind die Tendenzen der Teilnehmer bei Fußball oder Basketball fast gleich geblieben.“ Dies ist aber nicht der einzige Unterschied zu der Zeit vor der Pandemie. Denn die Schulkoordinatoren müssen immer noch Hygienevorschriften beachten wie dass nachdem eine Umkleidekabine genutzt wurde die Flächen darin desinfiziert werden müssen. Aber nicht nur daran muss gedacht werden: „Aktuell haben die Kolleginnen und Kollegen noch einen weiteren Mehraufwand, weil alle Teilnehmer getestet werden müssen“, sagt Malkus.

Aber diese Arbeit nehmen sowohl die Lehrerinnen und Lehrer als auch die Schülerinnen und Schüler gerne in Kauf, solang diese sich nach der Corona-Zwangspause wieder im sportlichen Wettkampf duellieren können.

Von Leonie Rink