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Lokalsport Kreis Biedenkopf will sportliche Lösung
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14:59 29.04.2021
Jan Kuhlmann (links, hier im Pokalspiel gegen die SG Dautphetal) fehlt mit dem SC Gladenbach nur noch ein Sieg zum Einzug ins Hinterländer Kreispokalfinale.
Jan Kuhlmann (links, hier im Pokalspiel gegen die SG Dautphetal) fehlt mit dem SC Gladenbach nur noch ein Sieg zum Einzug ins Hinterländer Kreispokalfinale. Quelle: Tobias Hirsch
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Biedenkopf

Die Meisterschaftssaison im hessischen Amateurfußball ist bereits abgebrochen, im Pokal wird aber noch gespielt (siehe oben stehender Bericht). Ob neben dem Hessenpokal auch noch die Pokalsieger der Kreise ermittelt werden können, ist allerdings völlig offen.

„Wenn wir im Juli nicht mit dem Training starten dürfen, werden wir den Kreispokal nicht zu Ende spielen können“, prophezeit der stellvertretende Verbandsfußballwart Matthias Bausch, zugleich Spielleiter des Hessenpokals – denn: „Sobald wir im Sommer damit anfangen können, zu spielen, müssen wir mit dem Hessenpokal loslegen“, fordert Bausch. Weil in der laufenden Hessenpokal-Runde acht Amateurmannschaften, die wegen Corona-Verordnungen nicht spielen dürfen, zwangsweise ausgeschieden sind und in den nächsten Hessenpokal eingegliedert werden (die OP berichtete), wird der Landeswettbewerb kommende Saison auf sieben Runden und damit um eine erweitert. Heißt im Klartext: Es stehen mehr Partien an. „Wenn wir dann erst im September oder Oktober mit dem Hessenpokal starten, werden wir ihn nicht beenden können“, sagt Bausch, der davon ausgeht, dass der Spielbetrieb bestenfalls im August wieder losgeht.

Für den Kreis Marburg hat Fußballwart Peter Schmidt gegenüber der OP bereits durchblicken lassen, dass der Kreispokalsieger wegen des Termindrucks und der auf absehbare Zeit fehlenden Spielmöglichkeiten unter den Viertelfinalisten per Losentscheid ermittelt werden könnte. Anders verhält es sich für den Fußballkreis Biedenkopf, wo nur noch die Halbfinals FSV Buchenau – SC Gladenbach und SG Wommelshausen/Dernbach – VfL Biedenkopf sowie das Finale zu spielen sind. „Unser Wunsch ist es weiterhin, den Wettbewerb zu Ende zu spielen. Dies müsste bei vier verbliebenen Mannschaften bis Ende August machbar sein, so wie schon im Vorjahr. Wenn die Pandemie dies nicht zulässt, kann ja auch kein Hessenpokal gespielt werden“, meint Kreisfußballwart Diether Achenbach. Das letzte Wort ist in der Diskussion um einen möglichen Abbruch der Kreispokal-Saison noch nicht gesprochen. Je nach Entwicklung der pandemischen Lage will sich der Verbandsvorstand „im Mai oder Juni“ (Bausch) beraten, bis wann der Pokal in den Kreisen beendet werden muss.

Von Marcello Di Cicco