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Lokalsport Eintracht Stadtallendorf besiegt Hadamar
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16:11 30.09.2019
Eintracht-Spieler Felix Jahn (in weiß) liefert sich ein hartes Duell mit den Kickern aus Hadamar. Quelle: Patrick Jahn
Hadamar

Nach einer taktischen Meisterleistung in Halbzeit eins konnte das Team von Trainer Dragan Sicaja die zweiten 45 Minuten entspannt herunterspielen. Bereits zur Pause trauten viele ihren Augen nicht. Vor allem die Gastgeber waren bedient. Sie hatten nicht den Hauch einer Chance, keinen effektiven Torschuss, immerhin mehr Ballbesitz.

„Genau das war aber unsere Taktik“, sagt ein zufriedener Stadtallendorfer Trainer. Dragan Sicaja hatte seine Elf hervorragend eingestellt. Unter dem Strich stand ein verdienter 2:0 (2:0)-Erfolg beim zuletzt hochgelobten RW Hadamar. Die Tore erzielten Laurin Vogt in der 10. und Jascha Döringer in der 40. Minute per Strafstoß. Der Hadamarer Mirco Paul wurde zuvor wegen einer Notbremse, die zum Elfmeter führte, von Schiedsrichter Steffen Rabe vom Platz gestellt.

Freude auch an der Seitenlinie

Das Konzept, den Gegner bis maximal zur Mitte der eigenen Hälfte spielen zu lassen, dort mit aggressivem Pressing vorzugehen und dann schnell, wenn nötig mit einem langen Pass in die Tiefe zuzuschlagen, ging auf. So freute sich auch Daniel Vier an der Seitenlinie, feuerte sein Team immer wieder an – nur klatschen konnte er nicht. Er hatte sich jüngst die Schulter ausgekugelt. „So wie es aussieht, falle ich wohl bis Mitte November aus“, sagte er und nahm’s gelassen hin. „Wenn die so spielen, müssen sich der Trainer und ich keine Gedanken machen. Zumal Kevin Vidakovics doch auflaufen konnte. „Es ging ganz gut. Bei dem einen oder anderen Pass habe ich mein Innenband etwas gespürt“, sagte er nach dem Spiel.

Die Tore

Tore: 0:1 Laurin Vogt (10.) , 0:2 Jascha Döringer (40., FEM). Hadamar: Strauch – Matthias Neugebauer, Dimter, Paul , Gschwender – Markus Neugebauer, Herdering, Zey, (61. Sedy) Rücker, Pandza (40. Sembene), Burggraf. Stadtallendorf: Olujic – Gaudermann, Vidakovics, Pape, Jovic – Arifi, Zildzovic (73. Parson) – Heuser, Döringer, Vogt – Nolte. Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Steffen Rabe (Münchhausen). Rote Karte: Paul (40., Notbremse). Bes. Vork.: Strauch pariert Foulelfmeter von Felix Nolte (85.). Beste Spieler: Dimter / Vidakovics, Pape, Gaudermann.

Ganz gut ist jedoch etwas untertrieben. Er und seine Abwehr mit Niko Jovic, Matthias Pape und Kristian Gaudermann hatten die Offensive fest im Griff. Immerhin zählt dazu auch Leon Burggraf, der seinen Versuch, über Borussia Dortmund II in oberen Gefilden Fuß zu fassen, kurzerhand abbrach und nach Hadamar zurückkehrte. Er traf in den vergangenen sechs Spielen achtmal. Am Samstag war nichts von ihm zu sehen. Er war entsprechend bedient: „Das war heute rein gar nichts. Vielleicht lag es daran, dass wir zuletzt von der hiesigen Presse hochgejubelt wurden.“

Mit Blick auf den ersten Platz

Eine fragwürdige Begründung. Es lag wohl eher daran, dass die Stadtallendorfer nicht nur in der Defensive exzellent arbeiteten. Sicaja sprach sogar von der besten ersten Halbzeit in der Hessenliga und ging noch weiter. „Hier ist etwas zusammengewachsen. Der Abstieg aus der Regionalliga hat keine negativen Auswirkungen. Im Gegenteil. Die Jungs zeigen großen Charakter und wollen etwas erreichen.“ Damit meint er nicht Platz fünf, vier oder drei: „Nein! Ich kann doch nicht als Ziel 
vorgeben, dass wir Dritter werden wollen. Vielmehr blicken wir auf Platz eins.“ Eine klare Ansage.

von Michael E. Schmidt