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Kein schöner Abschluss
Kein schöner Abschluss
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17:55 13.06.2021
Stadtallendorfs Muhamet Arifi (links) bedrängt in dieser Szene Stuttgarts Fünffach-Torschützen Marcel Sökler.
Stadtallendorfs Muhamet Arifi (links) bedrängt in dieser Szene Stuttgarts Fünffach-Torschützen Marcel Sökler. Quelle: Volker Mueller/imago
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Stuttgart

Das Ergebnis erinnert ans Hinspiel, das die Stadtallendorfer Eintracht gegen den VfB Stuttgart II mit 1:5 verloren hatte. Doch der Verlauf bei der 1:7-Niederlage am Samstag zum Abschluss der Regionalliga-Saison war ein ganz anderer – wobei es eine Gemeinsamkeit gab: Wie im März ging die Mannschaft von Dragan Sicaja zunächst in Führung.

Doch während sie im Heimspiel insgesamt mindestens gleichwertig war und nach dem Abpfiff nicht einmal die Stuttgarter erklären konnten, wie das Ergebnis zustande kam, war es diesmal ganz einfach: „Wir haben uns absolut nicht konkurrenzfähig präsentiert. Wir waren immer zwei, drei Schritte langsamer“, fasste Coach Sicaja zusammen.

Eintracht-Führung hält nicht lange

Gut fünf Minuten waren gespielt, als Malcolm Phillips nach einem Eckball am langen Pfosten richtig stand und den Ball zur Eintracht-Führung über die Linie drückte. Die Hausherren ließen sich davon aber nicht beirren. Nur sechs Minuten später wurde Kevin Grimm in der Spitze bedient, spielte Stadtallendorfs Schlussmann João Borgert aus und traf zum Ausgleich.

Die Bundesliga-Reserve blieb am Drücker, hatte einige Chancen – und nutzte bis zur Pause noch drei davon: Marcel Sökler traf zunächst nach Pass von Leonhard Münst, dann nach Zuspiel von Grimm, der das 4:1 selbst auf dem Fuß hatte, kurz vor dem Tor aber zu Richard Weil querlegte.

Marcel Sökler trifft fünf Mal

Mann des Tages war Sökler, der in der 51. Minute nach Zuspiel von Münst auf 5:1 stellte und dann binnen kurzer Zeit einen lupenreinen Hattrick perfekt machte: Nach einem verwandelten Strafstoß setzte er aus dem Spiel heraus den Schlusspunkt; Lukas Laupheimer hatte ihn nach einem Sturmlauf über die rechte Seite bedient.

Anschließend schalteten die Gastgeber einen Gang zurück, erspielten sich trotzdem weitere Möglichkeiten, schraubten das Ergebnis aber nicht weiter in die Höhe. „Wir hatten einen starken Gegner“, berichtete Sicaja. „Wir haben es ihm aber auch viel zu einfach gemacht, Tore gegen uns zu schießen. Wir haben das Zentrum nicht zubekommen. Die Stuttgarter konnten machen, was sie wollten.“

Die Müdigkeit war ein Faktor

Ein Faktor, meinte der Trainer, sei die Müdigkeit gewesen: „Wir haben einen kleinen Kader, Manche haben jetzt mehr als 40 Spiele in den Knochen. Die Jungs sind absolut am Limit.“

Die Sommerpause – lang wird sie nicht sein, da am 15. August in der Hessenliga wieder gespielt werden soll – solle vor allem zur Regeneration genutzt werden. Auch Sicaja selbst will zunächst entspannen, so gut es geht: Direkt von Stuttgart aus ist er in seine kroatische Heimat weitergereist.

Von Stefan Weisbrod