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Lokalsport Kein Re-Start am 1. Dezember
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17:32 17.11.2020
Stadtallendorfs Gino Parson (rechts) gegen Leon Kern vom TSV Schott Mainz. Sowohl die Eintracht als auch der Club aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt haben sich dagegen ausgesprochen, den Spielbetrieb in der Regionalliga Südwest noch in diesem Jahr wieder aufzunehmen. Quelle: Marcello Di Cicco
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Stadtallendorf

Wann in der Fußball-Regionalliga Südwest wieder um Punkte gespielt wird, ist weiterhin offen. Klar ist aber inzwischen: Am 1. Dezember, wie die Geschäftsführung der Liga-Gesellschaft gehofft hatte, geht es nicht wieder los.

Man müsse „zunächst nachsitzen und abwarten“, sagte Felix Wiedemann, stellvertretender Geschäftsführer der Regionalliga Südwest GbR, am Dienstag im Gespräch mit der OP, nachdem es am Montag bei der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten keine neuen Beschlüsse bezüglich der Corona-Beschränkungen für den Sport gegeben hatte. Eventuell gebe es in der nächsten Woche „Entscheidungen und damit eine Grundlage für uns“, sagte Wiedemann, meinte damit die erneuten Besprechungen auf Bund-Länder-Ebene.

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Ziel bleibe es, den Spielbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen, wobei die Mannschaften eine mindestens zweiwöchige Vorbereitungszeit haben sollten. Die Geschäftsführung der Liga nimmt dabei eine andere Position ein als neun Vereine, die in einem Schreiben dafür appelliert hatten, die aktuelle Spielpause unabhängig von politischen Entscheidungen zu verlängern (die OP berichtete). Neben Eintracht Stadtallendorf haben sich im TSV Steinbach Haiger und dem FC Gießen auch die weiteren mittelhessischen Clubs der Forderung angeschlossen, ebenso wie der VfR Aalen, Bayern Alzenau, der Bahlinger SC, die TSG Balingen, Astoria Walldorf und der TSV Schott Mainz.

Schott Mainz strebt keine Ausnahmegenehmigung an

Die Mainzer könnten es eventuell letztlich in der Hand haben, ob der Spielbetrieb in diesem Jahr noch einmal aufgenommen wird oder nicht. Während Stadtrivale FSV 05 II aufgrund einer Ausnahmegenehmigung bereits wieder trainiert und auch die weiteren rheinland-pfälzischen Clubs FK Pirmasens und Rot-Weiß Koblenz nicht gegen eine schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs sind, wird sich der TSV Schott nach aktuellem Stand nicht um eine individuelle Genehmigung für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs bemühen, wie seitens der Vereinsführung kommuniziert wurde.

Sollten die Beschränkungen für den Amateur- und Breitensport seitens der Bundesregierung nicht über den 30. November verlängert werden, bekräftigte Wiedemann noch einmal, soll in der Regionalliga noch vor Weihnachten wieder gespielt werden. Sollte anders entschieden werden, hänge es davon ab, ob alle Vereine trainieren und auch spielen dürfen – also auch Schott Mainz und die übrigen rheinland-pfälzischen Clubs. Das Bundesland erkennt die Regionalliga bislang nicht als Profispielklasse an, anders als etwa Hessen.

Bayern Alzenau müsste notfalls in Hessen spielen

Keine Rücksicht werde indes auf bayerische Regelungen genommen, wie Wiedemann auf Nachfrage nochmals bestätigte: Der FC Bayern Alzenau, geografisch in Bayern zu Hause aber Mitglied des Hessischen Fußball-Verbands, müsste sich gegebenenfalls eine Spielstätte in Hessen organisieren.

Bei der Stadtallendorfer Eintracht findet derzeit kein Mannschaftstraining statt. Dies schnell wieder aufnehmen zu müssen, um sich auf Spiele im Dezember vorzubereiten, hatte Präsident Reiner Bremer gegenüber der OP als „Horrorszenario“ bezeichnet.

Von Stefan Weisbrod