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Lokalsport KTV Obere Lahn ungeschlagen Nord-Meister
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10:53 27.10.2021
Hatte ungewohnte Unsicherheiten, trug aber dennoch zehn Scorepunkte zum KTV-Sieg bei: Andrey Likhovitskiy.
Hatte ungewohnte Unsicherheiten, trug aber dennoch zehn Scorepunkte zum KTV-Sieg bei: Andrey Likhovitskiy. Quelle: Thorsten Richter
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Biedenkopf

Noch ein Schritt fehlt zum großen Ziel. Der soll am 27. November in Pfuhl gemacht werden, wo die KTV Obere Lahn gegen die Riege aus Heckengäu um den Aufstieg in die 2. Bundesliga turnen wird. Dass Artur Davtyan dann wahrscheinlich nicht dabei sein kann – der Olympia-Bronzemedaillengewinner ist vom armenischen Verband für einen Weltcup in Moskau nominiert worden –, dürfte die Sache schwerer machen. Kapitän Maik Wehn ist trotzdem zuversichtlich: „Wir haben die Qualität.“ Und auch er selbst will dazu beitragen, dass die Rückkehr in die zweithöchste Liga gelingt.

Beim letzten Wettkampf der Hauptrunde musste Wehn passen – am Vortag war bei ihm eine Corona-Infektion diagnostiziert worden. „Mir geht es gut“, versichert er am Telefon. Voraussichtlich zwei Wochen ist er aber nun „raus“ – gut daher, „dass es noch ein Monat bis zum Finale ist“, sagt er. Den 55:31-Sieg der Titanen verfolgte er online, ließ sich anschließend informieren, auch über Ungewöhnliches: Andrey Likhovitskiy stürzte sowohl am Barren als auch am Pferd. „Zum Glück war das nicht wettkampfentscheidend.“

War es nicht, weil die Hinterländer ansonsten souverän durch kamen, während die Gäste den ein oder anderen Wackler hatten. „Es war ein geiler Durchgang mit toller Stimmung“, fasste Routinier Felix Weber zusammen.

Für einen anderen „Oldie“ war es die Abschiedsvorstellung, wie er selbst ankündigte: Felix Wiemers ging noch einmal in seiner Heimatstadt Biedenkopf in einem Ligawettkampf an die Reckstange. Im nächsten Jahr, meint der 33-Jährige, sei das Team zu stark für ihn. Die 250 Zuschauerinnen und Zuschauern feierten ihn wie den Rest der Riege.

Die Biedenkopfer sind damit ungeschlagen durch die Hauptrunde gekommen. „Das ist schön und gut“, sagt Wehn, „aber der wichtigste Wettkampf ist Ende November.“

Von Stefan Weisbrod