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Lokalsport Fehler am Barren kosten Chancen
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18:58 26.10.2020
Unterlag mit der KTV Obere Lahn letztlich deutlich beim KTT Oberhausen: Vincent Brusch, hier an den Ringen. Quelle: Nadine Weigel/Archiv
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Oberhausen

Mit einer deutlichen, insgesamt verdienten, aber trotzdem unglücklichen 15:50-Niederlage sind die Biedenkopfer Kunstturner vom Drittliga-Wettkampf beim KTT Oberhausen zurückgekehrt.

Unglücklich deshalb, weil sie lange in Schlagdistanz waren, motiviert an den Barren gingen – dort aber mit Stürzen ihre Siegchancen verspielten.

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Am Boden (3:7 aus Sicht der KTV Obere Lahn), am Pferd (6:6) und an den Ringen (3:9) turnten die Gäste „im Rahmen der Möglichkeiten“, berichtete Vereinschef Philipp Wiemers, der diesmal auch fürs Coaching zuständig war. Der 12:22-Rückstand sei einkalkuliert gewesen, ebenso die Unterlegenheit am Sprung (3:10).

„Wir wussten, dass wir am Barren deutlich besser sind und viele Punkte holen können“, berichtete Wiemers. Doch es kam anders: Sunny Fiecker stürzte, verlor sein Duell mit Jacob Guthke, musste drei Scorepunkte abgeben. Auch Pavel Karnejenko leistete sich einen kapitalen Fehler, Oberhausens Michael Donsbach profitierte davon.

Wettkampf gegen Bochum-Witten fraglich

„Normalweise wären beide Duelle für zusammen neun oder zehn Punkte gut gewesen. So haben wir sechs verloren“, ärgerte sich Wiemers. Statt wieder ranzukommen, war der Wettkampf nach dem fünften Gerät (0:10) entschieden. Am Reck (0:8) war dann die Luft bei den Gästen raus. „Die Übungen hätten ein Stück weit anders ausgesehen, wenn wir noch eine Chance gehabt hätten.“ Wiemers betonte aber auch: „Der Sieg von Oberhausen war insgesamt verdient, gar keine Frage.“

Für die Hinterländer Riege geht es nun darum, den zweiten Platz in der Gruppe A der 3. Bundesliga Nord zu holen und damit ins Halbfinale einzuziehen, brauchen dafür aber einen Sieg über das TZ Bochum-Witten – falls das Team aus dem Ruhrpott überhaupt antritt. Am Samstag sollte es bei der TG Hösbach/Großostheim turnen, sagte den Wettkampf aber aufgrund der Corona-Lage ab. Wiemers hofft, dass der Wettkampf am Samstag übernächster Woche, dem 14. November, stattfindet: „Sportler möchten ihrem Sport natürlich auch gern nachgehen. Aber wenn es die Situation nicht zulässt, müssen wir das akzeptieren.“

Von Stefan Weisbrod