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Junior Dolphins übertreffen bisher die eigenen Saisonziele
Junior Dolphins übertreffen bisher die eigenen Saisonziele
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15:00 21.12.2021
Marburgs Kapitänin Flora Lukow (links) im Zweikampf mit Würzburgs Lucy Michel.
Marburgs Kapitänin Flora Lukow (links) im Zweikampf mit Würzburgs Lucy Michel. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Spielerinnen wie Flora Lukow zeigen auf, welche Philosophie der BC Marburg verfolgt. Die 17-Jährige debütierte bereits in der 1. Basketball-Bundesliga. In der zweiten Mannschaft, den Young Dolphins in der 2. Bundesliga Nord, ist sie eine feste Größe, und in ihrer Altersklasse, der Weiblichen-Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) ist Flora Lukow die Kapitänin.

Nicht nur sie, sondern die meisten ihrer 17-jährigen Teamkameradinnen spielten bereits in der vergangene Saison in der WNBL, da ihr damaliger Coach, Christoph Wysocki, der jetzt die erste Mannschaft trainiert, sie bereits ein Jahr früher in das U-18-Team holte. „Unsere Jugendspielerinnen sollen möglichst viel Spielpraxis bekommen und an die Bundesliga herangeführt werden“, sagt Coach Florian Portsteffen, der mit Volha Tamirgeanu das Trainer-Duo bei den Junior Dolphins bildet.

Auch teilweise 15-jährige Spielerinnen wie Lena Blaurock werden langsam an die WNBL herangeführt. „Auch für den 2003er-Jahrgang gilt, dass diese Spielerinnen in ihrer Entwicklung gefördert werden sollen“, fügt der Übungsleiter an, der mit dem Verlauf der bisherigen Spielzeit „zufrieden“ ist. Hinter den starken Teams aus Grünberg und Hofheim, die aus Sicht des Trainers Favoriten auf die Deutsche Meisterschaft sind, habe man die eigenen Saisonziele mit dem Überwintern auf einem Playoff-Platz übertroffen. „Da neben Hofheim und Grünberg auch Bonn eine gute Mannschaft hat. Jetzt wollen wir aber den vierten Platz halten, da wir gemerkt haben, dass wir auch in Spielen gegen diese Teams mithalten können“, sagt Portsteffen.

Im Gegensatz zum Team Mittelhessen, den Rhein-Main Baskets und der BG Bonn haben die Marburgerinnen nicht nur eine einzelne Leistungsträgerinnen, sondern einen breit aufgestellten Kader, der über viel Teamgeist verfüge. „In der Rückrunde wäre es schön, wenn wir – vor allem gegen Hofheim und Grünberg zu Hause oder auswärts in Bonn – noch ein oder zwei Siege einfahren könnten. Die Vereine, die hinter uns in der Tabelle stehen, sind schlagbar“, merkt der Coach an.

Die eigene Führung besser verwalten

In der vergangenen Partie gewannen die Junior Dolphins mit 71:65 gegen die Main Sharks – eine Partie gegen eines der „schlagbaren Teams“. „Es war für uns bereits im Vorfeld ein wichtiges Spiel, weil wir als Tabellenvierter gegen den Fünften gespielt haben und der Viertplatzierte in die Playoffs einzieht“, erklärt der Coach. Die Wichtigkeit der Begegnung sei auch den Spielerinnen bewusst gewesen. Es war ein offenes Spiel. In einigen Phasen sahen wir gut aus, in anderen haben wir schlecht verteidigt“, resümiert Portsteffen.

Dies zeigte sich in den ersten drei Minuten, als das Team nicht punktete und mit 0:10 hinten lag. Doch bereits am Ende des ersten Viertels führten die Gastgeberinnen mit 21:16. Zur Halbzeit lagen die Marburgerinnen dann mit vier Punkten in Führung. Diesen Vorsprung bauten die Junior Dolphins im dritten Viertel auf 55:42 aus. „Am Ende sind die Main Sharks nochmal rangekommen, weil wir die Führung nicht gut verwaltet haben“, sagt Portsteffen, der mit seinem Team am 23. Januar (13 Uhr) die Rhein-Main Baskets in der Georg-Gaßmann-Halle empfängt.

Von Leonie Rink