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Lokalsport Jascha Döringer ist ein wichtiger Teil des Stadtallendorfer Kollektivs
Sport Lokalsport Lokalsport Jascha Döringer ist ein wichtiger Teil des Stadtallendorfer Kollektivs
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17:00 29.09.2020
Jascha Döringer (vorn) im Zweikampf gegen Pirmasens’ Luka Dimitrjevic. Der Allrounder im Eintracht-Team ist davon überzeugt, dass die Stadtallendorfer den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest schaffen kann. Quelle: Tobias Hirsch
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Stadtallendorf

Glücklich ist Jascha Döringer mit der bisherigen Ausbeute der Stadtallendorfer Regionalliga-Fußballer nicht. Fünf Spiele, noch kein Sieg, zwei Punkte, vorletzter Platz: „Das ist natürlich nicht, was wir uns erhofft haben“, sagt der 23-Jährige im Gespräch mit der OP. Aber auch: „Wir haben gesehen, dass wir auch gegen Spitzenmannschaften mithalten können. Wir werden unsere Punkte holen.“ Ob die dann letztlich für die Klassenerhalt reichen werden? „Dafür werden wir alles tun.“

Vor allem die Vorstellung am Samstag gegen die SV Elversberg macht dem flexibel einsetzbaren Lehramtsstudenten „richtig viel Mut“ – andererseits tue es „direkt nach dem Spiel mehr weh, wenn das Spiel so läuft“, denn der TSV Eintracht hatte den Topanwärter auf den Drittliga-Aufstieg am Rande eines Punktverlusts, unterlag aber nach Führung durch einen Kopfballtreffer Döringers und trotz bester Chancen in der Schlussphase mit 1:2.

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Als nächstes gegen den FSV Frankfurt

An die starke Leistung gelte es nun anzuknüpfen, am kommenden Samstag (14 Uhr) ist der FSV Frankfurt im Herrenwaldstadion zu Gast. „Mit der Leistung aus dem Elversberg-Spiel können wir viele Mannschaften aus der Liga schlagen“, sagt er, angesprochen auf die kommende Partie gegen den Ex-Zweitligisten. „Eine solche geschlossene Teamleistung müssen wir dann aber auch zeigen. Wenn wir gegen die starken Teams gut spielen und gegen weniger starke schwächer, holen wir am Ende gar nichts.“

Döringer spielt bereits seine sechste Saison in Stadtallendorf, fand nach seinem Wechsel vom VfB Marburg als 18-Jähriger sofort seinen Platz in der Mannschaft – wenn auch keine feste Position: Zu Beginn wurde er auf der rechten Seite eingesetzt, danach „fast überall, außer im Tor“. Er sehe es „als Kompliment des Trainers, dass er mich auf dem Platz sehen will“. Überhaupt spüre er das Vertrauen von Dragan Sicaja, auch von seinen Mitspielern. „Das hilft mir ungemein.“ Und das zeigt er, auch als Scorer: In der letztlich abgebrochenen Hessenliga-Saison 2019/2020 gelangen ihm acht Tore in 22 Partien, dazu einige Vorlagen.

Er spielt lieber gegen Elversberg und den OFC

Der Marburger ist längst Dauerbrenner im Team. In seinen inzwischen mehr als fünf Jahren in Stadtallendorf hat er einige Spieler kommen und gehen gesehen. „Es hat uns immer ausgezeichnet, dass hier Leute zusammenkommen, die Bock haben, gemeinsam erfolgreich zu sein, die lieber gegen Elversberg oder beispielsweise Kickers Offenbach spielen als auf irgendwelchen Sportplätzen in anderen Teilen Hessens“, sagt er, sieht darin auch die große Stärke des aktuellen Teams. „Wir spielen teilweise gegen reine Profimannschaften. Uns ist klar, dass wir in der Regionalliga nur als Kollektiv bestehen können.“

Von Stefan Weisbrod