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Lokalsport Stadtallendorf will den ersten Aufstiegsrunden-Heimsieg
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12:59 19.03.2022
Stadtallendorfs Del-Angelo Williams (vorn) behauptet den Ball gegen Erlensees Jonas Bassenauer. Auf Erlensee trifft die Eintracht in der Hessenliga-Aufstiegsrunde nicht mehr.
Stadtallendorfs Del-Angelo Williams (vorn) behauptet den Ball gegen Erlensees Jonas Bassenauer. Auf Erlensee trifft die Eintracht in der Hessenliga-Aufstiegsrunde nicht mehr. Quelle: Stefan Weisbrod
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Stadtallendorf

Wer trägt die Kapitänsbinde am Samstag beim ersten Heimspiel der Stadtallendorfer Eintracht in der Hessenliga-Aufstiegsrunde gegen Hessen Dreieich (Sa., 14 Uhr)? Diese Frage konnte auch am Freitag noch nicht abschließend geklärt werden.

Zunächst ein Blick zurück: Vor der Saison wählte die Mannschaft in einer geheimen Abstimmung Matthias Pape zum neuen Kapitän. Der 32-Jährige fehlte dann aber aufgrund einer Knieverletzung und anschließender Operation mehrere Monate. Am vergangenen Spieltag gegen Waldgirmes saß der etatmäßige Mannschaftsführer zumindest wieder auf der Bank. „Bei Matthias bin ich froh über jeden Fortschritt. Allerdings müssen wir abwarten. Er hat lange nicht trainiert und damit hat er lange keine Zweikämpfe mehr bestritten“, sagt Trainer Dragan Sicaja.

Unsichere Aufstellung

Papes Vertretung ist Christopher Schadeberg, der in der vergangenen Partie eine Sperre absitzen musste. „Ob ,Schade’ am Samstag auflaufen kann, steht noch nicht fest. Wir müssen abwarten, ob er durch das Kreispokal-Spiel von Donnerstagabend seine Sperre abgesessen hat“, erklärt Sicaja.

Ansonsten würde wie auch schon gegen Waldgirmes TSV-Stürmer Del-Angelo Williams die Kapitänsbinde übernehmen. „Es ist ein schönes Gefühl, die Binde zu tragen. Durch die Wahl habe ich so das Vertrauen der Jungs, was mich noch mehr anspornt“, erklärt der 28-Jährige.

Ob er nun auf heimischem Rasen oder auf fremdem Platz als „Capitano“ aufläuft, ist für Williams nicht wichtig. „Ich repräsentiere das Team und bin nicht der Kapitän der Fans“, sagt er. Auch der Partie gegen Dreieich steht er entspannt gegenüber. „Wir machen uns selbst keinen Druck. Aber gewinnen wollen wir trotzdem“, gibt sich Williams kämpferisch.

„Man denkt, man habe schon alles erlebt“

Bei Trainer Sicaja dagegen überwog am Freitag noch die Enttäuschung über das Kreispokal-Spiel gegen den TSV Cappel. Dort standen die Verantwortlichen und Spieler der Eintracht am Donnerstagabend zusammen mit dem Schiedsrichter am Sportplatz – aber ohne die Cappeler, die aufgrund von Corona-Fällen davon ausgegangen waren, dass das Spiel abgesetzt wird. „Zwei Spieler sind extra für die Partie aus Kassel und Mainz angereist. Ich bin schon lange im Fußball dabei und da denkt man, man hat alles erlebt, aber nein, hat man nicht“, sagt Sicaja und fügt an: „Das müssen wir jetzt abhaken und uns schnell auf das Spiel gegen Dreieich konzentrieren.“

Unabhängig vom Ergebnis am Samstag steht bereits fest, dass die Stadtallendorfer noch zweimal auf Dreieich treffen; danach meldet der Club seine Männermannschaft ab, um sich auf den Jugendbereich zu konzentrieren (die OP berichtete).

Dafür startet dann die zweite Mannschaft des Bundesligisten von Eintracht Frankfurt in der nächsten Spielzeit in der Fußball-Hessenliga. Voraussichtlich sollen die Heimspiele des zweiten SGE-Teams im Stadion in Dreieich stattfinden.

Von Leonie Rink