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Lokalsport Kirchhainer sind zufrieden trotz Niederlage
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11:00 26.04.2022
MSG Kirchhain/Neustadts Albert Walz (rechts) wirft auf das Tor der Gäste aus der zweiten Mannschaft von Kleenheim-Langgöns.
MSG Kirchhain/Neustadts Albert Walz (rechts) wirft auf das Tor der Gäste aus der zweiten Mannschaft von Kleenheim-Langgöns. Quelle: Tobias Hirsch
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Kirchhain

Das Saisonziel Playoffs ist erreicht. Das freut Trainer Benedikt Blattner und die MSG Kirchhain/Neustadt zwar, jedoch geht das sportliche Bestreben nun weiter. „Wir sind glücklich, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Jetzt wollen wir aber auch schauen, wie gut wir mit den besten Teams im Handballbezirk Gießen mithalten können“, sagt Blattner.

Zur Zeit belegt die Mannschaft in der Aufstiegsrunde der Bezirksoberliga den letzten Tabellenplatz. Das liegt daran, dass Kirchhain/Neustadt die sechs Hauptrunden-Niederlagen gegen Dilltal, Wettenberg II sowie Dutenhofen/Münchholzhausen III mit in die „Playoffs“ nimmt.

Der erste Gradmesser wartete mit der HSG Kleenheim-Langgöns II am Samstagabend. Da unterlag die MSG in heimischer Halle im ersten Spiel der Aufstiegsrunde mit 27:33. „Wir haben vorne besser gespielt als hinten. Vor allem im Eins-gegen-Eins standen wir in der Verteidigung zu weit auseinander“, stellte der Übungsleiter fest, dessen Team im ersten Durchgang gut mithalten konnte. In der 46. Spielminute zogen die Gäste aber mit einer Fünf-Punkte-Führung (21:26) davon. Zwar kam Kirchhain/Neustadt mit einer kämpferischen Leistung auf 24:29 ran (55.). Am Ende setzte sich Kleenheim-Langgöns aber mit sechs Toren durch.

Aufstiegsrunde ist wie ein Überraschungsei

„Die Aufstiegsrunde ist ein kleines Überraschungsei. Weil wir in der Qualifikation in eine Nord- und Südstaffel eingeteilt waren, wussten wir nicht, wo wir eigentlich stehen“, sagt er und ist mit dem bisherigen Saisonverlauf seiner Mannschaft zufrieden. Dabei hebt Blattner die Stärken des Teams wie Geschlossenheit, das eigene Tempospiel sowie die über weite Teile der Runde gute Defensivleistungen hervor. „Ich bin stolz auf die junge Truppe, die vor allem gegen Wetzlar und Buseck dem Druck standhielt“, merkt Blattner an.

In der Partie gegen Kleenheim-Langgöns II fehlten der Spielgemeinschaft aus dem Ostkreis Spieler wie die Kreisläufer Tim Voß und Jonas Seifart, die gemeinsam knapp 90 Tore erzielten. Dies stellt für den Übungsleiter aber kein Problem dar. Blattner möchte nämlich keinen „Schlüsselspieler“ hervorheben. „Es wäre einfach ungerecht einen Spieler zu nennen, weil, wenn ein Zahnrad aus dem System rausfällt, müssen wir das gemeinsam ersetzen“, sagt er. Dies zeigte sich auch in der Partie gegen den Tabellenführer, dass sich bis auf zwei Feldspieler – und beide Torhüter – alle in die Torschützenliste eintragen konnten.

Ungewöhnlich war für die Mannschaft dabei die lautstarke Unterstützung von der Tribüne. „Die Jungs sind es nicht gewohnt. Mehr als die Hälfte des Teams spielt die erste richtige Runde im Seniorenbereich mit Zuschauern. Das ist zwar ungewohnt für die Jungs, aber das kann Rückenwind geben“, sagt der Coach. Bereits an diesem Freitag (20 Uhr) kann die MSG Kirchhain/Neustadt wieder auf die Unterstützung der Zuschauer bauen, wenn die Mannschaft beim TSV Lang-Göns wieder im Einsatz ist.

Von Leonie Rink