Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport In 30 Spielen nur einmal verloren
Sport Lokalsport Lokalsport In 30 Spielen nur einmal verloren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:58 25.06.2019
Meister mit 16 Zählern Vorsprung: Der SV Borussia Momberg dominierte die Kreisliga A Marburg. Quelle: Nadine Weigel
Momberg

Von den 30 Saisonspielen ging für den SV nur eines verloren, fünf endeten Unentschieden, 24 wurden gewonnen.

Am Ende hatten die Borussen bei 77 Zählern 16 Punkte Vorsprung auf den Zweiten VfL Dreihausen.

Die Momberger pflegten zwar eine körperbetonte Spielweise, belegten aber in der Fairness-Tabelle als einzige Mannschaft der fünf Bestplatzierten einen Rang unter den drei fairsten Teams. 

Schwierige Trainingssituation

„Wir waren für den Gegner schwer auszurechnen, defensiv war es schwierig, uns zu knacken. Aber auch unsere Torschützen waren vielzählig. Gleich acht unserer Spieler haben sechs oder mehr Tore erzielt. Unser bester Torschütze Patrick Motyka belegte mit 17 Treffern gerade mal Platz zehn in der A-Liga-Torschützenliste“, sagt Trainer Klaus Umbeck.

Den Aufstieg bezeichnete er als Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren. „Nachdem im Vorjahr unter denkwürdigen Umständen der Aufstiegs-Relegationsplatz knapp verpasst wurde, hat dies die Mannschaft in dieser Saison noch einmal besonders angespornt“, hielt der Trainer fest.

Der ohnehin relativ kleine Kader sowie auswärtig Arbeitende und Studierende hätten immer mal wieder für überschaubare Trainingsbeteiligungen gesorgt.

Winter-Neuzugängen passten auch menschlich

„Aber die teilnehmenden Spieler waren mit großer Lernbereitschaft und hoher Intensität bei der Sache. Diese Mentalität, mannschaftliche Geschlossenheit, gegenseitiges Fordern und Fördern, zeichnet dieses Team und diesen Verein aus. Um die Mittelachse herum, mit einem souveränen Torhüter Patrick Dembrowski, einem überragenden Innenverteidiger Adrian Sack, mit dessen Bruder Leon Sack auf der Sechser-Position, dem Kapitän und Zehner Patrick Motyka sowie dem bis zu seiner schweren Verletzung in der Hinrunde sehr stark spielenden Fabian Sack, war die Mannschaft in der Vierer-Abwehr- und Mittelfeldkette mit schnellen Umschaltspiel und flexiblen Außenspielern besetzt.“

Langfristige studium- und verletzungsbedingte Ausfälle, so Klaus Umbeck weiter, hätten nach der Hinrunde mit den sportlich wie menschlich passenden Winter-Neuzugängen Dario Kleisner und Falk Schäfer sowie dem Rückkehrer Joshua Crumby kompensiert werden können. Zu einer erfolgreichen Saison hätten ebenfalls die sonst in der sogenannten zweiten Reihe stehenden Spieler beigetragen, die durch gesteigerte starke Trainingsleistungen die Ausfälle in der ersten Mannschaft hätten ausgleichen können.

Fans machen auch auswärts Stimmung

Als weiteren wichtigen Baustein sah der Trainer das enorme Engagement der Vorstandsmitglieder, Betreuer und Helfer im Umfeld an. „Sie haben es gemeinsam mit den vielen Zuschauern und Fans, die auch auswärts für eine Heimspielatmosphäre sorgten, geschafft, den von Spielern und Trainer betriebenen Aufwand zu belohnen.“

Für die kommende Saison in der Kreisoberliga sei allen Beteiligten bewusst, auch mal wieder Niederlagen hinnehmen zu müssen und daraus zu lernen. „Ein weiteres Zeichen des intakten Mannschaftsgefüges ist, dass kein Spieler den Verein verlässt und der Kader nur punktuell verstärkt werden wird.

Die Kreisoberliga soll kein kurzes Abenteuer werden. Der Klassenerhalt ist zunächst das erklärte Ziel. In der Kreisoberliga werden eigene Fehler noch schneller bestraft, die Spielweise ist dynamischer und robuster. Wenn man sich diesen Herausforderungen stellt, kann man auch bestehen“, blickt Klaus Umbeck positiv in die Zukunft.

von Kurt Arke