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Lokalsport Die Eintracht lädt zum Gipfeltreffen
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19:14 06.09.2019
Für die Eintracht um Kapitän Kevin Vidakovics (links, gegen Griesheims Jannik Mause) steht am Samstag das Hessenliga-Spitzenspiel gegen die SG Barockstadt an. Quelle: Jens Dörr
Stadtallendorf

Im Herrenwaldstadion geht es dieser Tage eng zu. Das heute beginnende 1. Licher Wiesnfest in Stadtallendorf wirft schon seit Tagen seine Schatten voraus – Zelte und Kühlwagen auf dem Parkplatz neben und vor dem Funktionsgebäude zeugen davon. Wie es der Hessenliga-Spielplan wollte, kommt es am Samstag (14 Uhr) auch zu einem sportlichen Fest im Herrenwaldstadion. Zu einem Duell der Topteams an der Tabellenspitze – und dort geht es ebenfalls eng zu.

Sowohl die Eintracht als auch die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz haben 14 Punkte auf dem Konto, der Tabellenerste trifft auf den Zweiten. „Auf solche Partien arbeitest du als Fußballer hin“, freut sich SG-Trainer Sedat Gören, der „sehr zuversichtlich“ in das Gipfeltreffen geht, denn: „Wir spielen guten Fußball, alle Spieler sind fit – und wir können gut die Null halten.“ In der Tat. Erst zwei Gegentore sprechen für sich. „Wir spielen zwar Ballbesitzfußball, arbeiten seit vergangenem Jahr aber im Kollektiv gut gegen den Ball“, erklärt der 48-Jährige, warum sein Team den Bestwert der Liga für sich verbucht.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Geheimnisse dürfte es indes kaum geben, wenn sich beide Clubs morgen messen: Zwar trennte die Spielgemeinschaft von Borussia Fulda und des TSV Lehnerz in den vergangenen zwei Spielzeiten eine Klasse von den Herrenwäldern, in Testspielen trafen beide Teams – wie davor schon im hessischen Oberhaus – aber häufig aufeinander. In Wolfgang Ernst war Fuldas Torwarttrainer bis zum Sommer auch bei der Eintracht aktiv – genau wie André Fließ, der vom TSV zur SG Barockstadt gewechselt ist.

„Es dürfte auf beiden Seiten keine großen Überraschungen geben“, meint Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja. Umso mehr seien es die Kleinigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entschieden. „Wir haben ein Heimspiel, bestimmt vor 1.000 Zuschauern, da wollen wir selbstverständlich unser Spiel durchbringen und unser Bestes auf den Platz bringen“, sagt Sicaja.

Sicaja: Klima in der Mannschaft ist "sehr gut"

Mit dem Start in die erste Hessenliga-Runde seit drei Jahren ist der Kroate insgesamt zufrieden. „Es ist wichtig, gleich von Beginn an vorne dabei zu sein, und nicht sieben Punkten hinterherzulaufen“, betont der 52-Jährige, der erwartet, dass der kommende Gegner im Meisterschaftskampf keine Eintagsfliege ist, sondern bis zum Ende dabeibleiben wird. „Im Moment ist es aber noch zu früh, um Prognosen zu wagen. Ich ziehe erst nach dem zehnten Spieltag einen Strich“, sagt der TSV-Übungsleiter, der davor warnt, dass auch Teams wie Rot-Weiß Walldorf, Rot-Weiß Hadamar oder KSV Baunatal zu Stolpersteinen werden können.

Positiv stimmt den Coach davon abgesehen das „sehr gute Klima“ in der Mannschaft. „Junge, gestandene und erfahrene Spieler ziehen an einem Strang. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Jungs als Mannschaft funktionieren werden.“

Verzichten muss Sicaja einzig auf „Gui“ da Silva, der an Schwindelanfällen leidet und pausieren muss. Sedat Gören kann derweil personell aus dem Vollen schöpfen. „Ich sehe die Chancen bei 50:50“, sagt der SG-Trainer, der seine Elf auf einen körperlich robusten Gegner einstellt – und darauf, dass insbesondere bei Standardsituationen und Kontern Vorsicht vor der Eintracht geboten sei.

von Marcello Di Cicco