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Lokalsport Handballer starten erst im Oktober
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11:58 21.08.2020
Für Marburg/Cappels Antonia Fürst (links, gegen die Burgsolmserin Sabrina Vogler) beginnt die Saison wohl erst im Oktober.
Für Marburg/Cappels Antonia Fürst (links, gegen die Burgsolmserin Sabrina Vogler) beginnt die Saison wohl erst im Oktober. Quelle: Foto: Nadine Weigel
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Marburg

Dies hat das Präsidium des Hessischen Handball-Verbandes (HHV) auf einer Telefonkonferenz entschieden, wie der Verband gestern mitteilte.

„Dieser Beschluss entspricht im Wesentlichen der Entscheidung des Arbeitskreises Spieltechnik“, heißt es vonseiten des HHV. Grund für den späteren Rundenbeginn seien die örtlich bedingten Unterschiede in den Bereichen Hallenöffnungen, Anforderungen des Hygienekonzeptes und Infektionszahlen.

Der Verband räumt den Mannschaften allerdings die Möglichkeit ein, schon zwischen dem 12. September und 17. Oktober Meisterschaftsspiele auszutragen beziehungsweise vozuziehen – sofern die beteiligten Vereine dies wollen.

„Ziel dieses Beschlusses ist es auch, den unterschiedlichen Interessen der Vereine entgegenzukommen und dort Spiele zuzulassen, wo und wann dies möglich ist. Auch sollen mit diesem Beschluss flexibel und kurzfristig Reaktionen auf Änderungen der Corona-Lage erleichtert beziehungsweise ermöglicht werden“, heißt es in der Mitteilung des HHV.

Benedikt Blattner hat die Entscheidung des Verbandes, den Saisonstart zu verschieben, mit Bedauern aufgenommen, „weil wir mitten in der Vorbereitung stehen“, gibt der Trainer des Männer-Bezirksoberligisten MSG Kirchhain/Neustadt zu bedenken. „So knapp vor dem Rundenbeginn muss man sich jetzt die Frage stellen, wie es weitergeht und ob man eventuell eine Pause einlegt. Denn eine zu lange Vorbereitungszeit bringt uns nicht weiter“, sagt Blattner.

Der Trainer hofft nun darauf, dass der Bezirk Gießen und die Gegner eine Übereinkunft treffen, schon früher loszulegen. „Schließlich haben wir diese Saison 28 Spiele. Man muss davon ausgehen, dass es dabei zu Unterbrechungen kommt. Ein Rundenende im Juni, vielleicht noch mit Englischen Wochen, halte ich nicht für so günstig“, sagt der MSG-Coach.

Das Frauen-Team der HSG Marburg/Cappel wird hingegen voraussichtlich nicht anstreben, vor Mitte Oktober Bezirksoberliga-Spiele auszutragen – aus praktischen Gründen, wie Trainer Henning Dippel erklärt: „Wir haben viele Studentinnen in der Mannschaft, die uns dann eher zur Verfügung stehen.“

An sich hätte der Coach der HSG Marburg/Cappel aber dennoch einen früheren Saisonstart bevorzugt, denn: „Ich glaube nicht, dass es mit Blick auf das Infektionsgeschehen im Oktober besser aussieht als im September.“

Ein früherer Start der Spielzeit hätte einen zeitlichen Puffer schaffen können, falls die Saison aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen werden müsste.

Von Marcello Di Cicco