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Lokalsport Im Sommer soll’s weitergehen – auf Rasen und Sand
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14:58 02.04.2021
Antonia Fürst von der HSG Marburg/Cappel in Aktion. Wann wieder Handball in der Halle gespielt werden kann, ist derzeit völlig offen.
Antonia Fürst von der HSG Marburg/Cappel in Aktion. Wann wieder Handball in der Halle gespielt werden kann, ist derzeit völlig offen. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Auch im Handball ist nun formal entschieden: Die Saison 2020/2021 wird in den Spielklassen auf Landes- und Bezirksebene nicht fortgesetzt. Das Präsidium des Hessischen Handball-Verbands (HHV) hat einen Beschluss gefasst, wonach die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum geplanten Ende der Runde am 9. Mai verlängert wird, auch danach sollen keine Ligaspiele mehr stattfinden.

Einzelne Ausnahmen gibt es, etwa für Aufstiegsspiele und Meisterschaftsrunden auf nationaler Ebene – für heimische Vereine haben diese keinen Belang. Dass Auf- und Abstieg in dieser Spielzeit in Hessen ausgesetzt sind, war bereits zuvor festgelegt worden.

Kein generelles Verbot

Ein generelles Verbot gibt es seitens des hessischen Verbands aber nicht. So können Freundschaftsspiele ausgetragen werden, sofern es die Corona-Bestimmungen zulassen – was derzeit nicht absehbar ist. „Wir müssen davon ausgehen, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die Hallen wieder genutzt werden können“, sagt Kai Gerhardt, Vorsitzender des Bezirks Gießen, im Gespräch mit der OP. Deshalb arbeite die Verbandsführung auch an Alternativen – konkret: der Förderung von Handball im Freien.

Hessenmeisterschaften im Beachhandball geplant

So könnte der HHV beispielsweise Turniere oder Freundschaftsspielrunden im Feldhandball auf Rasen unterstützen, etwa durch die Ansetzung von Schiedsrichtern und logistische Unterstützung. „Wir wissen nicht, wie sich die Corona-Situation entwickelt. Aber zumindest ist die Wahrscheinlichkeit, dass im Sommer draußen Mannschaftssport betrieben werden kann, größer.“

Offizielle Wettbewerbe soll es für A- bis C-Jugendliche geben – in Form von Hessenmeisterschaften im Beachhandball. Die Spielform auf Sand, die nach Vorstellung der Internationalen Handballföderation 2024 in Paris ihre olympische Premiere feiern soll, wird weltweit immer beliebter. „Die Idee ist, im Juni und Juli zu spielen“, erklärt Gerhardt. Der Bezirksvorsitzende hofft, „dass wir in der zweiten Aprilhälfte etwas klarer sehen können, wie sich das Pandemie-Geschehen entwickelt und was realistisch ist“.

Von Stefan Weisbrod