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Kirchhainerinnen überragen in der Halle
Kirchhainerinnen überragen in der Halle
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15:00 11.01.2022
Fuhren beide gleich mehrere Siege ein: die Kirchhainerinnen Julia Swelam (links) und Janne Elsaßer.
Fuhren beide gleich mehrere Siege ein: die Kirchhainerinnen Julia Swelam (links) und Janne Elsaßer. Quelle: Helmut Schaake
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Stadtallendorf

Immer, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, freuen sich die Leichtathleten auf Wettkämpfe in der Stadtallendorfer Herrenwaldhalle. Nachdem coronabedingt in der vergangenen Saison alles abgesagt worden war, konnten diesmal – wenn auch unter verschärften Auflagen ohne Zuschauer – die offenen Hallenkreismeisterschaften durchgeführt werden.

Aber alle waren froh, dass überhaupt etwas stattfand, und so galt dem rührigen Ausrichter TSV Eintracht Stadtallendorf und den heimischen Kampfrichtern ein besonderer Dank. Dass einige der 130 Teilnehmer aus 30 Vereinen – darunter nur fünf heimische Vereine – wegen Schnee und Eisglätte den Weg in die Industriestadt letztendlich nicht antraten, sollte dem Schutz der eigenen Gesundheit dienen.

Männer

Die schnellsten Beine über 60 Meter hatte Tylin McAdams (Ramsteiner AC), der im Vorlauf in 7,06 und im Finale nach 7,12 Sekunden vor der Konkurrenz durch die Lichtschranke sprintete. Über die Hallenrunde war es Nico Kühnel (LG Fulda) nach 23,33 Sekunden. Die Mittelstreckler des LC Diabü Eschenburg feierten durch den Start-Ziel-Sieg von Samuel Eitzenhöfer in 2:00,28 Minuten und den Wallauer Tobias Schulz in 2:04,18 Minuten einen Doppelsieg.

Die höchsten Sprünge zeigte Tim Schneider (LG Wettenberg), der mit dem Stab über vier Meter flog und im Hochsprung 1,78 Meter überfloppte. Der weiteste Sprung gelang Lars Reuter (TSV Kirchhain), der bei 6,23 Metern in der Grube landete.

Frauen

Ihrer Vorzeigerolle im Kreis wurde Julia Swelam (TSV Kirchhain) mit einem Doppelsieg gerecht. Die mehrfache Hessenmeisterin über die Mittelstrecken 800 und 1 500 Meter lief über 400 Meter im Alleingang in 58,55 Sekunden Hallenbestzeit und siegte über 800 Meter in 2:13,41 Minuten. Sie sagte: „Das waren ein guter Halleneinstand und zwei gute Trainingsläufe in Hinblick auf die hessischen Hallenmeisterschaften am nächsten Wochenende in Frankfurt, wo ich meinen Titel über 800 Meter verteidigen will. Zunächst will ich mir aber keinen Druck machen. Ich halte mir die Option offen, jederzeit die Hallensaison abzubrechen, um dadurch einen längeren Aufbau für die Freiluftsaison zu haben. Mein Schwerpunkt soll auf einem Vollzeit-Praktikum und auf meiner Bachelorarbeit liegen.“

Jugend U 20 / W 20

Hier ragte der Weitsprungsieg von Lasse Karney (Alsfelder SC) mit 6,23 Meter heraus. Einen Doppelsieg gab es bei den Frauen im Sprint 60/200 Meter durch Vivian Groppe (MT Melsungen) in 8,01 und 26,41 Sekunden.

Jugend W 18

Hier zeigte die 17-jährige Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal) im 60-Meter-Sprint in 7,75 Sekunden mit Riesenvorsprung ihr Talent. Aus heimischer Sicht glänzte Milena Sackewitz (TSV Kirchhain) mit dem Hochsprungsieg, bei dem sie die Siegeshöhe von 1,56 Metern im ersten Versuch überfloppte und vor allem mit ihrer neuen Bestleistung im Stabhochsprung, wo sie sich um stattliche 20 Zentimeter auf 3,10 Meter steigerte.

Janne Elsaßer holt drei Siege mit Bestleistungen

Im Weitsprung war Masha-Sol Gelitz (GSV Eintracht Baunatal) eine Klasse für sich. Sie sprang die bis auf 11 Zentimeter an die 6-Meter-Marke heran, wobei sie zuvor auch schon die 60-Meter-Hürden in 8,99 Sekunden ganz überlegen gewonnen hatte.

Bei den Schülerinnen ragte das Sprint- und Sprungtalent Janne Elsaßer (TSV Kirchhain) mit drei Siegen heraus. Die 14-jährige Michelbacherin, die viermal in der Woche mit Schwerpunkt bei den Eisenbergs in Kirchhain trainiert, setzte damit ihre imponierende Siegesserie fort. Gleich zum Auftakt ihres Dreikampfs überzeugte sie mit einer Verbesserung im Weitsprung von 4,97 Meter auf 5,22 Meter, wobei sie gleich dreimal deutlich über die fünf Meter weit sprang.

Dann folgte der Sieg im 60- Meter-Sprint, bei dem sie sich im Vorlauf von 8,26 auf 8,08 Sekunden verbesserte, um sich im Finale nochmals auf 8,06 Sekunden zu steigern. Über 60-Meter-Hürden stand seit dem vergangenen Sommer ihre Bestzeit bei 9,82 Sekunden, die sie nun konkurrenzlos auf 9,75 Meter verbesserte.

Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter marburg-biedenkopf.hlv.de/home/ergebnisse

Von Helmut Schaake