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Lokalsport Marburgs großer Kampf bleibt unbelohnt
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09:50 17.04.2021
Bot trotz einer Verletzung am Arm mit 20 Punkten eine starke Vorstellung: BC Marburgs Theresa Simon (links, gegen Kelterns Milica Deura).
Bot trotz einer Verletzung am Arm mit 20 Punkten eine starke Vorstellung: BC Marburgs Theresa Simon (links, gegen Kelterns Milica Deura). Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Marburg

Erbitterte Gegenwehr bis zum Schluss lieferten die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg dem Meisterschaftsfavoriten Rutronik Stars Keltern am Freitagabend – und dennoch stand am Ende eine 63:71 (38:43)-Niederlage für die Blue Dolphins, die damit im Halbfinale der Bundesliga-Playoffs ausgeschieden sind, kommende Woche aber gegen den Herner TC (siehe Infobox) noch um die Bronzemedaille spielen.

Die Enttäuschung über das Halbfinal-Aus „ist riesig“, gestand in der bärenstarken Theresa Simon die mit 20 Punkten beste Scorerin des BC. „Wir waren mit Herz und Leidenschaft dabei – so wie man ein Halbfinale spielen muss“, lobte Simon. Dass es nach 40 hochklassigen und intensiven Minuten für seine Schützlinge nicht ganz zum Coup reichte, führte BC-Coach Christoph Wysocki auf zwei Dinge zurück: „Erstens haben wir im ersten Viertel 30 Punkte zugelassen, zweitens haben wir einfach herausgespielte Aktionen nicht erfolgreich abgeschlossen.“

Über drei Viertel blieb der BC den „Sternen“ immer auf den Fersen, in den entscheidenden Momenten fielen jedoch die Würfe nicht oder die stark aufspielenden Gastgeberinnen machten sich mit Ballverlusten (23) selbst das Leben schwer – wobei die Gäste in diesem Statistikbereich noch einen drauflegten. „Wir hatten 28 Ballverluste, damit gewinnst du eigentlich kein Spiel“, stellte Kelterns Coach Christian Hergenröther fest. Und sie taten es doch.

Auch deshalb, weil die Baden-Württembergerinnen um die frühere BC-Spielerin Alex Kiss-Rusk im ersten Viertel ein Offensivfeuerwerk abbrannten und mit einer Feldwurfquote von 70,6 Prozent sehr effizient waren. Das 28:16 (8.) blieb allerdings die höchste Führung der Kelternerinnen.

Im zweiten Viertel musste der Gast dem hohen Anfangstempo Tribut zollen, Marburg kämpfte sich – auch spielerisch überzeugend – heran und glich kurz nach der Halbzeit aus (43:43, 21.). Mit einem Korbleger brachte Hannah Crymble den BC 6:36 Minuten vor Spielende sogar in Führung (62:61), diese währte aber lediglich knapp zwei Minuten. Dank individueller Qualität und taktischer Cleverness drehte die in der Breite stark besetzte Gästemannschaft wieder die spannende Partie und zog ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ein, in dem Überraschungs­finalist Panthers Osnabrück den Tabellenersten der Hauptrunde herausfordert.

Marburg: Wilke 12 / 2 Dreier, Bertholdt 16 / 5 Rebounds, Sola, ­Simon 20 / 6 Reb., Kiefer 2, Crymble 6, Klug 2, Baker 2, Arthur 3, Wagner.

Keltern: Thomas 13 / 6 Reb., Vaughn 18 / 5 Reb., Deura, Cvitkovic 4, Pokk 3, Mingo 5, Mandic, Kiss-Rusk 10 / 10 Reb. / 6 Assists, Mayombo 18 / 2.

Schiedsrichterinnen: Rey, Kammann.

Viertel: 22:30, 16:13, 14:12, 11:16.

Von Marcello Di Cicco