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Lokalsport Skifahren auf grüner Piste
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18:55 11.09.2019
Ohne Bremse geht es für den Gras-Skifahrer rasant auf dem Hang bergab. Quelle: Peter Piplies
Hartenrod

Der Skiclub stellte­ seinen Hang und seinen Lift für ein Trainings-Wochenende der deutschen Gras-Ski-Mannschaft zur Verfügung, wie Oliver Hinterlang erklärte. Der Sportwart berichtete von der Idee, neben den Radsportlern auf den Flowtrail auch wieder ein paar Gras-Skirennfahrer nach Hartenrod zu holen. Langfristiges Ziel sei es, wieder ein größeres Rennen in Hartenrod auszutragen.

Für das Trainings-Wochenende hatten die Helfer vom Skiclub nicht nur für den Liftbetrieb gesorgt, sondern zuvor auch das Gras auf den Piste gemäht. So konnten die Mitglieder der deutschen Mannschaft, ein paar Jugendliche Nachwuchsläufer sowie zwei Fahrer aus der Schweiz den Hang als Trainingsgelände nutzen.

Eigentlich werde der Sport auf „fettem saftigem Gras“ ausgetragen, erläuterte der deutsche Mannschaftsführer für Weltcup-Rennen Johannes Köhler. Aber wie bei einem richtigen Rennen müssen auch dabei die Gegebenheiten vor Ort angenommen werden.

Zweitägiges "Intensiv-Training"

Auf der betonharten Piste und bei dem heißen Wetter war es für die Rennfahrer besonders schwer und anstrengend. Denn im Gegensatz zum Skifahren auf Schnee könne man mit dem Gras-Ski nicht einfach anhalten, sondern müsse den Schwung auslaufen lassen, erklärte Köhler. Doch die Gruppe der Gras-Skifahrer ließ sich von solchen Widrigkeiten nicht weiter stören. Denn die Sportler sind nicht nur hart im Nehmen, sondern auch wie Familie. Die Fahrer begegnen sich bei Rennen, Wettkämpfen und Trainingstagen regelmäßig. Bei der kleinen Zahl der Gras-Skifahrer kennt fast jeder jeden und teilt mit ihm oder ihr dieselbe Leidenschaft. Daher nutzten die Sportler aus Hessen, Süddeutschland, dem Erzgebirge und der Schweiz den Skihang in Hartenrod für ein zweitägiges intensives Training.

Nach dem Training wird gemeinsam ein Blech mit Kuchen geteilt oder das Sportgerät in einem Eimer Wasser gesäubert. Und um am nächsten Morgen schneller bei ihrem Training zu sein, hatten die Sportler auf dem Skihang gecampt.

von Peter Piplies