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Lokalsport Was man zum Start der neuen Saison wissen muss
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19:59 05.08.2022
An dieses Team muss man sich gewöhnen: Der 1. FSC Ela Malaka, trainiert von Kosta Ioannidis (rechts), ist aus dem FSC Marburg und den BSF Richtsberg hervorgegangen.
An dieses Team muss man sich gewöhnen: Der 1. FSC Ela Malaka, trainiert von Kosta Ioannidis (rechts), ist aus dem FSC Marburg und den BSF Richtsberg hervorgegangen. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Ab diesem Wochenende rollt in den meisten hessischen Fußball-Ligen mit heimischer Beteiligung wieder der Ball (siehe oben). Von der Hessenliga bis in die Kreisliga C spielen die Amateurkicker wieder um Tore, Punkte und Titel. Im Vergleich zur Vorsaison hat sich einiges getan – nicht nur was die Organisation, sondern auch was den Spielbetrieb selbst angeht. Ein Überblick:

Spielmodell: In der vergangenen Spielzeit kamen in einigen lokalen und überregionalen Spielklassen alternative Spielmodelle zum Einsatz, bei denen Staffeln geteilt beziehungsweise in denen zunächst eine Einfachrunde gespielt wurde – anschließend fanden Auf- und Abstiegsrunden statt. Dies stieß bei Spielern, Trainern und Verantwortlichen nicht immer auf Gegenliebe.

Jene Spielmodelle gehören der Vergangenheit an, gespielt wird wieder im bekannten Modus mit Hin- und Rückrunde. Der Grund: „Der DFB sieht in Paragraf 4 der DFB-Spielordnung ausschließlich das Modell mit Spielen in einer Hin- und Rückrunde bei wechselndem Heimrecht vor. Sämtliche Sonderregelungen, die für die Spielzeiten 2019/20 respektive 2020/21 und 2021/22 eingeräumt wurden, wurden per neuem DFB-Beschluss davon abhängig gemacht, ob eine staatliche Verfügungslage eintritt“, teilt der Hessische Fußball-Verband auf OP-Anfrage mit. Somit sei eine Abweichung zum voran genannten Modell nur und ausschließlich in diesem einen Sonderfall möglich.

Fünf Wechsel: Wie in höheren deutschen Spielklassen und in internationalen Wettbewerben dürfen Mannschaften künftig auch in Hessen bis zu fünf Spieler pro Partie auswechseln – allerdings nicht in allen Ligen. Die Regelung gilt für alle Verbandsspielklassen der Männer, also für die Hessenliga, Verbandsliga mit ihren drei Staffeln und die Gruppenligen, außerdem im Hessenpokal. SF BG Marburgs Trainer Maurice Jauernick findet’s gut, aber: „Es wäre mir lieber gewesen, wenn man es schon vor einem Jahr gemacht hätte.“

Nicht gut findet der Coach hingegen, dass diese Regelung nicht für die Kreisoberliga abwärts gilt, denn: „Auch wenn dort Rückwechsel erlaubt sind, ist die Belastung trotzdem hoch.“ Auch in allen Frauen-Ligen und in den übrigen Pokalwettbewerben bleibt es bei drei Spielerinnen beziehungsweise Spielern, die eingewechselt werden dürfen.

Neue Mannschaften: Auch in dieser Saison haben sich Vereine wieder zu neuen Spielgemeinschaften zusammengeschlossen: Die Reserve-SG des SV Mardorf und SV Erfurtshausen spielt in der Kreisliga C Alsfeld, die des SV Bauerbach und RSV Kleinseelheim in der Kreisliga B Marburg II. Die SG Morns-/Erdhausen wurde um Wacker Frohnhausen erweitert, spielt nun in der A-Liga Biedenkopf.

Im FSC Ela Malaka Marburg (Kreisliga B Marburg I) als Fusion des FSC Marburg und der BSF Richtsberg und in Vatanspor Dautphe (Kreisliga B Biedenkopf) sind neue Vereine zum Spielbetrieb in beiden heimischen Fußballkreisen hinzugestoßen.

Erstmals seit der Saison 2013/14 hat die Stadtallendorfer Eintracht wieder eine „Dritte“ gemeldet, die in der Kreisliga B Marburg III antritt. Auch der TSV Marbach hat wieder ein Team am Start – eine Neunermannschaft in der Kreisklasse Marburg. Die „Zweite“ des FSV Schröck spielt eigenständig in der B-Liga Biedenkopf.

Corona: Nach drei von der Pandemie geprägten Saisons spielt Corona weiter eine Rolle. Auch für diese Spielzeit gilt eine Handlungsempfehlung des Verbandes zu Spielabsagen. Grundsätzlich behält sich der HFV vor, „kurzfristig auf Änderungen in Bezug auf die Covid-19-Pandemie und im Falle von damit einhergehenden erneuten behördlichen Verfügungslagen zu reagieren und entsprechende weitere Regelungen zu erlassen“, heißt es auf Anfrage.

Von Marcello Di Cicco