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Lokalsport VfB Marburg feiert den nächsten Sieg
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13:00 11.04.2022
VfB Marburgs Louis Preisig (links) zieht an Kinzenbachs Timo Schmidt vorbei.
VfB Marburgs Louis Preisig (links) zieht an Kinzenbachs Timo Schmidt vorbei. Quelle: Michael Seehusen
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Marburg

Beim VfB Marburg läuft es nach der Winterpause weiter wie „geschnitten Brot“: Im Verbandsligaspiel am Samstag (9. April) auf dem Kunstrasen im Sportpark Marburg gab es mit dem 7:0-Kantersieg gegen den bis dato Tabellenfünften SG Kinzenbach den fünften Pflichtspielsieg und den dritten Liga-Dreier in Folge. „Das kann man so stehen lassen. Wir haben die Vorrunde in der Winterrunde gut aufgearbeitet“, zeigte sich VfB-Coach Steffen Rechner mit den Leistungen seiner Mannschaft höchst befriedigt. Dem diametral gegenüber äußerte sich Gästetrainer Oliver Dönges: „Bei uns lief gar nichts, an allem hat es gefehlt und meine Mannschaft lieferte eine katastrophale Leistung ab.“

Die äußeren Umstände des Spiels sind mit dem Sprichwort „der April macht, was er will“ recht gut umschrieben. In der ersten Halbzeit schien durchgehend die Sonne, der VfB erarbeitete sich eine 2:0-Führung, vor Beginn des zweiten Abschnitts setzte heftiger Schneeregen mit teils böigem Wind ein. Kaum kamen nach 20 Minuten wieder die ersten Sonnenstrahlen durch, fielen die Treffer des VfB wie am Fließband: Fünf Tore zwischen der 67. und der 85. Minute brachten den Rechner-Schützlingen den bisher höchsten Saisonsieg ein. „Auch wenn die meisten Treffer im zweiten Abschnitt fielen, gefiel mir unser Auftreten im ersten sogar noch besser. Wir hatten die absolute Spielkontrolle und begingen kaum Fehler im Aufbau“, analysierte Rechner.

Weitere Ergebnisse

Bittere Pleite für den SV Bauerbach in der Fußball-Verbandsliga Mitte: Die Marburger Stadtteil-Elf verlor gestern beim direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, Germania Schwanheim, mit 0:5 (0:2). Robin Horst (16.) und Kotaro Nakajima (28.) sorgten für die 2:0-Pausenführung der Gastgeber, die zwischen der 66. und 79. Minute ihre Führung auf den Endstand ausbauten.

Einen 4:1 (1:1)-Erfolg feierte derweil der FV Breidenbach bei der Spvgg Eltville. Einen frühen 0:1-Rückstand drehten Johannes Burk (10.), Moritz Filipzik (51.) sowie Goalgetter Felix Baum per Doppelpack (76., 90.) für die Perftaler.

Wegen mehrerer Corona-Fälle bei Gegner FC Cleeberg fiel die Partie der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg aus.

Von Beginn an dominierten die Marburger das Geschehen auf dem Kunstrasen. Nach ersten guten Chancen von Louis Preisig (3.), Andreas Schoch (8.) und Lamin Kamara (12.) fiel das 1:0 fast zwangsläufig: Artur Besel setzte mit einem klugen Pass vom Mittelkreis Andreas Schoch ein, der den Gästetorwart Henrik Flechtner stehen ließ und den Ball über die Linie schob (19.). Die Gäste kamen weiterhin nur sporadisch in die Nähe des VfB-Gehäuses und selten länger in Ballbesitz. Die spielerische Dominanz der Gastgeber trug jedoch erst kurz vor der Pause weitere Früchte: Sanjo Lehr flankte an den Fünf-Meter-Raum, wo der sträflich frei stehen gelassene Kamara den Ball mitnahm und Flechtner austrickste (41.).

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Kinzenbacher im Schneeregengestöber zunächst etwas motivierter und aggressiver, VfB-Torwart Lorenz Purbs klärte gegen SG-Stürmer Henrik Keller (47.). Diese Phase der Gäste erwies sich aber als Strohfeuer, wenngleich der VfB einige Zeit benötigte, um die Spiel- und Ballkontrolle der ersten Halbzeit wiederzufinden.

Die wieder durchbrechenden Sonnenstrahlen erneuerten indes den Torhunger – während auf der Gästeseite die defensive Restimmunität drastisch abfiel. Beim 3:0 verwertete Philipp Stein eine flache Hereingabe von links aus fünf Metern (67.), in der 73. Minute brachte Robin Traut den Ball von der Strafraumkante im langen Eck zum 4:0 unter, einen flachen Diagonalpass in den Strafraum schloss Andreas Schäfer aus 14 Metern zum fünften VfB-Treffer ab (78.).

Ein Eigentor (83.) und der zweite Treffer von Stein mit einem Kopfball nach einem langen Einwurf (85.) rundeten das Ergebnis ab. Und der VfB Marburg hatte weitere Gelegenheiten zu einem höheren Sieg, erwähnenswert wäre hier der schöne Seitfallzieher von Besel, der nur knapp am rechten Pfosten vorbei strich (70.).

Kurz vor der Partie hatte der TSV Michelbach die Verpflichtung von Manuel Brehm bekannt gegeben, der ab Sommer für den Kreisoberligisten aufläuft. Der Stürmer stand am Samstag nicht im VfB-Kader. „Dies hat aber nichts mit Krach oder Groll zu tun, sondern mit persönlichen Gründen Brehms“, sagte Rechner, der den Erfolgsweg am Gründonnerstag gegen Germania Schwanheim weiter beschreiten möchte.

Von Michael Seehusen