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Lokalsport Bislang kaum Rückmeldungen pro Weiterspielen
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15:58 18.03.2021
Hassan Al Abd von der SG Ebsdorfergrund (rechts) und Manuel Dirk Nozulak vom TSV Elnhausen haben bei einem Spiel im Vorjahr den Ball im Blick. Dass sie und ihre Teams die derzeit unterbrochene Saison 2020/2021 noch einmal fortsetzen, scheint kaum realistisch
Hassan Al Abd von der SG Ebsdorfergrund (rechts) und Manuel Dirk Nozulak vom TSV Elnhausen haben bei einem Spiel im Vorjahr den Ball im Blick. Dass sie und ihre Teams die derzeit unterbrochene Saison 2020/2021 noch einmal fortsetzen, scheint kaum realistisch Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Ende kommender Woche – am 27. März – soll über den Abbruch und die Annullierung der Saison 2020/2021 in Hessen entschieden werden – bis dahin haben die Kreisfußballausschüsse die Aufgabe, Meinungsbilder in ihren Kreisen einzuholen.

Der Marburger Kreiswart Peter Schmidt und sein Biedenkopfer Amtskollege Diether Achenbach machen das – und fühlen sich durch die bisherigen Rückmeldungen in ihren persönlichen Ansichten gestärkt: „Ein Abbruch ist nicht zu vermelden“, wie es Schmidt formuliert.

Ligen müssten bis Ende Juni beendet sein

Bei einer virtuellen Vorstandssitzung des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) in der Vorwoche wurde neben Abbruch samt Annullierung eine weitere Abstimmungsoption genannt: die Fortsetzung der Saison mit angestrebtem Abschluss der Hinrunde in den Ligen. Wobei es eher heißen müsste: die leise Hoffnung, die Saison fortsetzen zu können.

Denn realistisch erscheint aktuell kaum, dass zeitnah, etwa nach Ostern, wieder ein regulärer Trainingsbetrieb möglich ist, dass nach mehreren Wochen Vorbereitung im Mai wieder Partien ausgetragen werden können. Teilweise nur fünf, teilweise aber auch zehn oder noch mehr Spieltage müssten je nach Liga bis Ende Juni über die Bühne gehen, um die Hinserie abzuschließen – illusorisch aus Sicht von Schmidt, aber auch von vielen anderen Kreisfußballwarten, vor allem aus der Mitte und dem Süden Hessens.

Schmidt: Feedback erhalten

Auf eine E-Mail an alle Vereine habe er gut ein Dutzend Rückmeldungen bekommen, erklärt Schmidt. Die überwiegende Zahl der Vereinsvertreter habe sich dabei für den „klaren Schnitt“, wie er es nennt, also den Abbruch, ausgesprochen. Weitere Meinungen nimmt er per Mail oder telefonisch gern entgegen. Ob zudem eine Kreiskonferenz stattfindet, sei noch offen.

Im Nachbarkreis Biedenkopf ist eine solche anberaumt: Am kommenden Montag um 18.30 Uhr kommen Vereinsvertreter online zusammen. Auch bei ihm, teilt Achenbach mit, seien die bisherigen Rückmeldungen größtenteils pro Abbruch gewesen.

Von Stefan Weisbrod