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Lokalsport Trainer Frels verlässt Bauerbach im Sommer
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10:00 11.02.2020
Nach drei Jahren ist für Stefan Frels im Sommer Schluss als Trainer bei Verbandsligist SV Bauerbach. Quelle: Thorsten Richter
Bauerbach

Unter Stefan Frels erlebt der SV Bauerbach die erfolgreichste Zeit seiner 55-jährigen Vereinsgeschichte. Seit Sommer 2017 ist der Coach mittlerweile im Amt, lenkte den SVB-Kahn in seiner ersten Saison zur Meisterschaft in der Gruppenliga Gießen/Marburg und somit in die Verbandsliga Mitte. Doch am Ende der laufenden Spielzeit geht der Lotse von Bord. Dies tat der Verein am Samstag in einer Pressemitteilung kund. In jener heißt es: „In einem einvernehmlichen Gespräch zwischen Edmund Euker und Stefan Frels in den vergangenen Tagen ist man nun übereingekommen, die Zusammenarbeit zum Ende der laufenden Spielzeit zu beenden.“

Der Zeitpunkt dieses Gesprächs ist ein Zeugnis dafür, dass Vereinsboss Euker dazugelernt hat. Während der Kader und der Trainerstab für diese Saison erst recht spät festgezurrt wurde, sollen beide zum Frühlingsanfang unter Dach und Fach sein.

Gründer: Zeitaufwand und Beruf

Euker spricht von einer „Trennung in beidseitigem Einverständnis“. Frels wird deutlicher. „Bereits vor dem Gespräch mit Edmund hinsichtlich der neuen Saison­ stand meine Entscheidung fest, dass ich nicht weitermachen möchte“, erklärt der Trainer. Drei Jahre seien eine lange Zeit. „Es war eine schöne Zeit, die aber auch mal zu Ende gehen musste, also kein böses Blut“, schiebt Frels nach. Er hat sich länger in Bauerbach gehalten als seine drei Vorgänger.

Die Gründe seien vielerlei. Frels nennt den zeitlichen Aufwand, rund 20 Stunden pro Woche, sowie Veränderungen im Berufsleben. Was er ab ­Juli machen wird, wenn er offiziell nicht mehr Trainer bei den Rot-Schwarzen ist, weiß er noch nicht. Sowohl Sabbatjahr oder eine neue sportliche Herausforderung seien möglich. „Zunächst liegt unser Fokus darauf, die Klasse zu halten“, stellt Frels klar. Sein Team steckt knietief im Abstiegskampf.

Noch ist kein Nachfolger gefunden

Frels‘ Nachfolger ist noch nicht gefunden. „Wir haben einen Plan A und einen Plan B. Ich führe derzeit Gespräche“, informiert Euker. Ob der neue Trainer möglicherweise bereits im Verein aktiv ist? Euker ringt mit den Worten. „Das prüfen wir gerade. Aber ich möchte dazu nicht viel sagen“, sagt er. Co-Trainer Hendrik Lapp, der Frels seit der Saison 2018 zur Seite steht, hält sich bedeckt. „Ich hätte Interesse, aber wäre mit dem Co-Trainer-Posten einverstanden“, sagt er.

Interessant ist, wie sich die Kunde von Frels Abgang auf die Spielergespräche auswirkt. Viele von ihnen wurden von dem Coach bereits trainiert, als er bei der TSG Wieseck als Jugendtrainer wirkte und haben sich in Bauerbach mit ihrem ehemaligen Fußballlehrer wieder vereint. „Auch ohne mich werden die Jungs weiterhin Fußball spielen. Ich hoffe, dass sie in Bauerbach bleiben. Der Verein hat einiges zu bieten“, unterstreicht Frels. Das Bekenntnis der Athleten zum Verein will Euker frühzeitig haben. „Ansonsten werden wir uns um Alternativen bemühen“, kündigt er an.

von Benjamin Kaiser