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Lokalsport SF BG Marburgs Sascha Huhn träumt von der Hessenliga
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11:00 24.09.2020
Träumt von der Hessenliga: SF BG Marburgs Sascha Huhn (rechts, gegen VfB Marburgs Mateus de Moura Beal). Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Der Mercedes-Benz 123 ist eines der meist gebauten Autos aller Zeiten. An so einem Gefährt, Baujahr 1983, werkelt Sascha Huhn in seiner Freizeit – neue Lackierung, neues Armaturenbrett. Seinen Oldtimer zu restaurieren, erfordert von ihm anhaltende Hingabe, Geduld und vor allem Freude an Verbesserung. Die gleichen Attribute zeichnen den 23-Jährigen in seinem Verein aus.

Wie auch in seiner Garage sieht Huhn, dass etwas Besonderes beim Mitte-Verbandsligisten Sportfreunde Blau-Gelb Marburg entsteht. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit viel Potenzial. Der Verein insgesamt entwickelt sich momentan hervorragend, und ich möchte ein Teil davon sein“, sagt der Mann aus Cyriaxweimar. Die Verpflichtung von Coach Manuel Rasiejewski und Teammanager Sascha Nahrgang habe dem Klub einen massiven Schub gegeben – auf dem Platz und abseits davon. Infrastruktur und Spielerpersonal reifen.

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Nach einem Mittelfeldplatz in der vergangenen Saison soll dieses Resultat in der laufenden Spielzeit zumindest wiederholt werden. Aber auf lange Sicht schielt Huhn weiter nach oben. „Wann wir dazu bereit sind, weiß ich nicht, aber mein Ziel ist es, mit Blau-Gelb irgendwann in die Hessenliga aufzusteigen“, sagt der Maschinenbaustudent.

In jener Liga hätte der 23-Jährige allerdings längst spielen können. Höherklassige Vereine haben in den vergangenen Jahren mehrmals versucht, Huhn zu locken. Warum bleibt er bei den Sportfreunden? Weil nichts verändert werden muss, was funktioniert. „Ich spiele seit rund zehn Jahren bei Blau-Gelb, bin dort sehr glücklich und außerdem ein Gewohnheitstier,“ sagt Huhn.

Zumal die laufende Saison noch mal etwas ganz Besonderes ist. Nämlich die Reunion des goldenen Blau-Gelb-Jahrgangs von 1997. Nicht nur Huhns Geburtstagsjahr, sondern auch das von Teamkollegen wie Nils Klug, Jan Löwer und Piergiorgio Zucca, mit denen der Student die Jugendmannschaften der Sportfreunde durchlaufen und zwei Klassensprünge in Junioren-Hessenligen errungen hat. „Die Jungs sind im Sommer zum Verein zurückgekommen, und es sind Freundschaften fürs Leben“, meint Huhn. Diese 97er-Achse habe bereits jetzt den Mannschaftszusammenhalt gefestigt.

Im Gegensatz zu seiner Juniorenzeit ist mittlerweile auch Huhns Position festgelegt. „Ich war in der Jugend schon überall auf jeder Position außer im Tor. Aber mittlerweile habe ich mich auf der rechten Außenbahn festgespielt.“ Die zischte er auch am vergangenen Wochenende entlang, als er seine Farben zum 3:0 gegen den SV Niedernhausen führte und zwei Tore erzielte.

Von Benjamin Kaiser