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Lokalsport Bloß nicht weiter abrutschen
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17:00 20.01.2020
(Archivbild) Breidenbachs Felix Baum (vorne) zieht gegen Jonas-Elias Hofmann (SF BG Marburg) in Richtung Tor ab.
(Archivbild) Breidenbachs Felix Baum (vorne) zieht gegen Jonas-Elias Hofmann (SF BG Marburg) in Richtung Tor ab. Quelle: Thorsten Richter
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Breidenbach

Nach Rang sieben sah es bei den Hinterländern allerdings lange Zeit nicht aus. Das war unter der Regie von Ex-Trainer Björn Breuer, der nach der 2:3-Niederlage gegen den SV Zeilsheim am 24. September 2019 seinen „Hut“ nehmen musste. Danach übernahm Steffen Schmitt das Zepter. Und: Er kam, sah und siegte. Auf allen Ebenen als Hoffnungs- und als Sympathieträger.

Die späte Zusage, die „Blauen“ bis zum Saisonende zu coachen, pushen und zu motivieren, passte dann auch ins positive Bild, das der FV Breidenbach in der letzten Verbands-Liga-Party 2019 vor gut 220 Zuschauern nach dem glanzvollen und souveränen 4:0-Derbysieg gegen die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg
abgab.

Es herrschte vorweihnachtliche Stimmung exakt vier Wochen vor Heiligabend. Unter „Schmittis“ Regie wurden aus zehn Spielen 20 von möglichen 30 Punkten eingefahren.

Unter dem Strich stehen aktuell für die Hinterländer nach 19 Spieltagen 29 Punkte auf der Habenseite und ein (allerdings negatives) Torverhältnis von 41:45. Es ist also noch viel Luft nach oben.

13 Spiele stehen noch aus, und davon haben die „Blauen“ noch acht Heimspiele. Da ist noch einiges möglich. „Die Jungs haben schnell gemerkt, was ich von ihnen möchte. Vor allem aber bin ich auf eine Mannschaft getroffen, die wiss- und lernbegierig ist. Es ist eine talentierte Mannschaft mit überwiegend positiven Charakteren“, zieht der Ex-Profi ein positives Zwischen­fazit. Mit dieser Kombination sei es auch möglich gewesen, eine ordentliche Punktausbeute einzufahren. Die Qualität im Kader habe die wichtigen Ausfälle gut ersetzt.

„In den Phasen, wo es nicht läuft, müssen wir allerdings schneller in die Spur finden. Ansonsten ist es wichtig, dass wir konsequent den eingeschlagenen Weg weitergehen müssen. Lassen wir nur einen Deut nach oder glauben, in 2020 weniger Engagement an den Tag zu legen, werden wir große Probleme bekommen“, ergänzt „Schmitt“. Zur Zielsetzung sagt der Eschenburger, der den FVB aus beruflichen Gründen zum Rundenende wieder verlassen wird: „So platt es klingen mag: Wir müssen jedes Spiel mit voller Leidenschaft angehen.

Das ist die Kunst, das jede Woche wieder neu auf den Platz zu bringen. Das wollen wir aus den 13 noch verbleibenden Spielen schaffen. Gepaart mit einer spielerischen Weiterentwicklung wäre es dann möglich, dass wir uns um Platz sieben bis zehn festbeißen. Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben“. „Wir hatten von Beginn an Verletzungspech. Darüber hinaus hat aufgrund dieser Verletzungen sowie arbeitsbedingt die Trainingsbeteiligung gelitten. Das ist für mich nachvollziehbar, wobei die Trainingsintensivität und auch die Bereitschaft der Spieler sehr hoch war“, sagt Steffen Schmitt abschließend.

Auf die Restrunde, die mit dem Gastspiel bei der Reserve des Regionalligisten FC Gießen am 1. März eröffnet wird, bereitet sich der FV ab Anfang Februar gegen hochkarätige Testspielgegner vor.

Am 5. Februar reisen die Schützlinge von FVB-Coach Steffen Schmitt zum Hessenliga-Spitzenreiter TSV Eintracht Stadtallendorf. Am 8. Februar, fahren die „Blauen“ zum Gruppenligisten VfB Wetter. Und am Mittwoch gibt der ehemalige Zweitligist Sportfreunde Siegen seine Visitenkarte im Gunterstal-Stadion ab. Die Siegener spielen aktuell in der Oberliga Westfalen und belegen dort Rang 13.

Am 15. Februar gastieren die Breidenbacher beim Gruppenligisten FSV Schröck. Am 18. Februar führt die Reise der Hinterländer zum Gruppenligisten FC Burgsolms. Am 22. Februar geben die Schmitt-Schützlinge schließlich ihre Visitenkarte im Pulverwaldstadion in der Jahnstraße 6 ab. Dort wartet der TuS Erndtebrück. Die Gastgeber rangieren in der Oberliga Westfalen derzeit auf einem Abstiegsplatz. Nach dem Auftaktgastspiel beim FC Gießen II warten dann auf die heimischen Fans vier Heimspiele in Serie.

von Herbert Lenz