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Lokalsport SV Bauerbach empfängt FC Ederbergland
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16:15 17.09.2020
Salomon Becher (rechts, in dieser Szene gegen Stadtallendorfs Mirco Geisler) empfängt mit dem SV Bauerbach den FC Ederbergland. Quelle: Thorsten Richter
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Bauerbach

In der vergangenen Saison ging es für die Kicker des SV Bauerbach noch gegen den Abstieg. Wer weiß, was passiert wäre, wenn die Spielzeit nicht ihr verfrühtes Ende durch die Coronavirus-Pandemie gefunden hätte? Würden die Gegner jetzt Leusel oder Bicken heißen?

Mit diesen Fragen muss sich der SV zurzeit jedenfalls nicht mehr beschäftigen. Zumal der Auftakt in die neue Verbandsliga-Saison makellos verlief. Sowohl beim Heimspiel gegen Weyer als auch bei der Partie in Schwanheim überzeugte die Elf von Trainer Hendrik Lapp auf allen Positionen und entschied beide Duelle mit 4:0 für sich.

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„Das war schon etwas überraschend, aber ich sehe die bisherigen Gegner auch eher im unteren Drittel der Tabelle. Das waren sechs Punkte gegen den Abstieg“, merkt Bauerbachs Vorstandsvorsitzender Edmund Euker an.

Nun sieht sich der SV mit einer Begebenheit konfrontiert, die jedes Team in dieser Saison herausfordern wird: Englische Wochen. „Generell steht uns zwar ein großer Kader zur Verfügung, aber im Moment fehlen einige Spieler“ sagt Euker. In den ersten beiden Spielen griff der SV immerhin auf die gleiche Startelf zurück und bewies so eine gewisse Konstanz. „Wir hatten in den vergangenen Jahren häufig nicht so viel Glück, mit der gleichen Startelf zu spielen. Wir wissen aber, dass wir Kräfte sparen und rotieren müssen“, gibt Euker zu.

Viel Selbstvertrauen, wenig Druck

Dass das gar nicht so einfach sein wird, bestätigt Trainer Lapp: „Es gibt einige personelle Fragezeichen. Julian Gries wird definitiv wieder fehlen und auch Elvis Funwi Shuakonwi ist mehr als fraglich.“ Daran, dass beim Spiel ein voller Kader zur Verfügung steht, hat Lapp jedoch keine Zweifel.

Dennoch kristallisieren sich die beiden Auftaktsiege im Nachhinein als umso wichtiger heraus. In Ederbergland trifft Bauerbach nämlich nun auf ein Team, das den Auftakt bei zwei Niederlagen in zwei Partien eher in den Sand gesetzt hat. „Wir haben extrem viel Selbstvertrauen und auch nicht den Druck, den Ederbergland jetzt hat. Niemand sagt, dass wir gewinnen müssen. Wenn ich sage, dass ich auch mit einem Punkt zufrieden wäre, dann ist das auch tatsächlich so“, schildert Lapp, fügt jedoch hinzu: „Selbstverständlich wollen wir das Spiel aber gewinnen.“

Damit das Vorhaben gelingt, muss neben dem glänzend aufgelegten Sturmduo Wiessner/da Silva aber auch die Defensivleistung wieder stimmen. „Ederbergland hat eine sehr robuste Mannschaft und ist auch wahrscheinlich kopfballstärker als wir“, schätzt Lapp ein und warnt insbesondere vor FC-Stürmer Maxim Zich. Auf die wohl wieder aus fünf Spielern bestehende Abwehrreihe wird vermutlich mehr zukommen als gegen Schwanheim. Dennoch: Bauerbach ist das einzige Team, das in dieser Saison noch keinen Gegentreffer kassiert hat.

Von Yann Ruppersberg