Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Szenarien zur Fortführung des Spielbetriebs
Sport Lokalsport Lokalsport Szenarien zur Fortführung des Spielbetriebs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 25.01.2021
Wie geht es weiter mit dem Spielbetrieb im Fußball?
Wie geht es weiter mit dem Spielbetrieb im Fußball? Quelle: Jan Woitas/dpa
Anzeige
Frankfurt

Die Diskussion über die Möglichkeiten zum Umgang mit der laufenden Saison 2020/21 bildete das Herzstück der 200-minütigen Sitzung, die per Videokonferenz absolviert wurde. Besondere Herausforderungen bei dieser Diskussion bilden dabei die Unklarheiten bezüglich eines möglichen Startzeitpunktes sowie die Heterogenität der absolvierten Spiele in den einzelnen Ligen und Kreisen. HFV-Präsident Stefan Reuß bedauerte es, dass der Verband für seine Fußballer aufgrund des andauernden Lockdowns noch keine Perspektive bieten kann und bat daher weiterhin um Geduld.

„Ich kann auch heute an unsere Mitglieder nur appellieren, die behördlichen Vorgaben weiter umzusetzen und durchzuhalten. Durch den Start der Impfungen können wir zumindest mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft schauen“, sagte Reuß.

Dass jedoch eine Fortsetzung des Spielbetriebs nach entsprechender Lockerung der behördlichen Verfügungen noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, blieb für Reuß und die weiteren Teilnehmer der Videokonferenz außer Frage.

„Nach dieser monatelangen Pause müssten wir natürlich einen mehrwöchigen Trainingsvorlauf einräumen, um die Verletzungsgefahr der Beteiligten nicht zu erhöhen. Eine ordnungsgemäße Saisonbeendigung in der ursprünglich vorgesehenen Form ist daher in dem überwiegenden Teil der Spielklassen höchst unwahrscheinlich.“

Auch ein Systemwechsel wie beispielsweise Play-off-Modelle würden nicht umsetzbar sein, „daher müssen wir mögliche Alternativen diskutieren. Dazu werden wir unsere Vereine wieder einbinden und entsprechende Kreiskonferenzen sowie Diskussionsrunden ausrichten“, erklärte Reuß.

Der HFV-Präsident beabsichtigt, eine Einheitlichkeit zumindest innerhalb des Süddeutschen Fußball-Verbandes zu erreichen, um die Schnittstelle von der Hessenliga zur Regionalliga Südwest reibungsfrei abzubilden.

Die Teilnehmer der Verbandsvorstandssitzung waren sich einig, dass es erklärtes Ziel sein soll, die Vorrunde unter Maßgabe der behördlichen Genehmigungen zu Ende zu bringen. Wir schulden unseren Vereinen grundsätzlich die Durchführung einer Meisterschaftsrunde. Wenn wir Entscheidungen treffen, müssen diese daher darstellbar und gut begründbar sein. Eine Annullierung wäre beispielsweise eine Maßnahme, über die erst als letztes Mittel nachgedacht werden sollte. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre eine Entscheidung über eine Annullierung völlig übereilt“, erklärte HFV-Vizepräsident Torsten Becker.

von Michael E. Schmidt