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15:00 15.01.2021
Jannik Schmidt vom FC Oberwalgern (rotes Trikots) im Zweikamf gegen Valeri Roschenko vom SV Beltershausen. Wann in der Kreisliga B Marburg II und anderen Ligen wieder gespielt werden kann, ist weiterhin völlig offen.
Jannik Schmidt vom FC Oberwalgern (rotes Trikots) im Zweikamf gegen Valeri Roschenko vom SV Beltershausen. Wann in der Kreisliga B Marburg II und anderen Ligen wieder gespielt werden kann, ist weiterhin völlig offen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die Handballerinnen und Handballer in den hessischen Frauen- und Männer-Klassen wissen nun zumindest: Kann der Spielbetrieb nicht spätestens am Mitte März wieder aufgenommen werden, wird die Saison komplett abgebrochen und annulliert (die OP berichtete). Und die Fußballerinnen und Fußballer? Die Saisonfortsetzung im Verantwortungsbereich des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) ist je nach Liga für Ende Februar oder Anfang März vorgesehen, daran hat sich offiziell noch nichts geändert. In Anbetracht der Corona-Lage erscheint es aber kaum realistisch, dass es tatsächlich dazu kommt. Aus Sicht des Marburger Kreisfußballwarts Peter Schmidt ist es „nicht vorstellbar“, dass nach dem Ende des aktuellen Lockdowns ab Anfang Februar „wieder alles normal läuft“.

Eine Art Stichtag, wie es ihn beim Amateurhandball mit dem 15. März gibt, existiert im hessischen Fußball aktuell nicht, die Situation ist allerdings auch eine etwas andere: In den meisten Klassen hat die Mehrzahl der angesetzten Hinrundenspiele stattgefunden, während im Handball höchsten einzelne Partien ausgetragen wurden, manche Mannschaften noch gar nicht zum Einsatz gekommen waren. Die Wahrscheinlichkeit, zumindest die einfache Runde über die Bühne zu bekommen, selbst wenn erst beispielsweise im April oder gar im Mai wieder ein Spielbetrieb möglich sein sollte, ist im Fußball entsprechend höher. Schmidt hält es daher für „richtig, dass wir flexibel bleiben und auf die Entwicklungen reagieren“.

Gleichwohl beschäftigen sich die Spitzen des Landesverbands und der Fußballkreise mit Szenarien für die Saisonfortsetzung, wollen darüber bei der nächsten HFV-Vorstandssitzung am 23. Januar sprechen. Wie diese aussehen können? Schmidt will sich zumindest öffentlich derzeit nicht an den Spekulationen beteiligen. Er sagt aber: „Wenn es wieder losgehen kann, sollte es zuerst darum gehen, dass Nachholspiele stattfinden.“ Damit würde die Tabelle „geradegerückt“. Sollte wenigstens die Hinrunde komplettiert werden können – hätte also jede Mannschaft einmal gegen jede andere gespielt –, dürfte die Tabelle aussagekräftig genug sein, um anhand der Platzierungen Auf- und Absteiger zu ermitteln. Der Verband hat im Vorjahr entsprechende rechtliche Voraussetzungen dafür geschaffen.

Dass auch eine komplette Rückrunde bis zum Saisonende – selbst wenn das in den Juli verlegt werden sollte – über die Bühne gebracht werden könnte, erscheint aktuell unwahrscheinlich. „Ich denke nicht, dass wir im Amateurbereich durchgehend Englische Wochen haben sollten“, sagt Kreisfußballwart Schmidt zu dieser Thematik.

Von Stefan Weisbrod