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Lokalsport Mit dem VfL Neustadt auf Aufstiegskurs
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12:56 01.10.2021
Neustadts Tom Bauscher (links, gegen Rauischholzhausens Till Gnau) belegt derzeit mit acht Treffern Platz zwei in der Torjägerliste der Kreisliga A Marburg.
Neustadts Tom Bauscher (links, gegen Rauischholzhausens Till Gnau) belegt derzeit mit acht Treffern Platz zwei in der Torjägerliste der Kreisliga A Marburg. Quelle: Thorsten Richter
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Neustadt

Vier Treffer beim 6:1-Sieg gegen Eintracht Stadtallendorf II, drei Buden am vergangenen Wochenende beim 4:2-Erfolg gegen den FSV Cappel II. Nein, Zufall ist es nicht, dass Stürmer Tom Bauscher vom VfL Neustadt in der Kreisliga A Marburg sieben seiner acht Tore bisher gegen zweite Mannschaften erzielt hat. „Das waren ausgerechnet die Spiele, in denen wir auf Kunstrasen gespielt haben“, verneint Bauscher schmunzelnd die Nachfrage, ob der 21-Jährige besonders gern gegen Reserven seine Tore erzielt. Auch beim 2:2 gegen Meisterschaftsmitfavorit FSG Südkreis traf Bauscher für die Junker-Hansen-Städter, die nach neun Spieltagen nicht ohne Grund vom Platz an der Sonne grüßen.

Bauscher bringt Erfahrung aus der Gruppenliga mit

Als einziges Team ist der VfL noch ungeschlagen, was angesichts des Saisonauftakts nicht selbstverständlich ist. Gegen die Verfolger Spvgg Rauischholzhausen (1:0), RSV Roßdorf (1:0) und FV Cölbe (2:2) hat das Team bereits seine Qualität unter Beweis gestellt, auch gegen weitere Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte wie den SV Mardorf (4:0) oder eben die FSG Südkreis. Bauscher ist sich sicher, dass der Aufstieg in die Kreisoberliga Nord nur über den VfL Neustadt geht. „Ich würde behaupten, dass wir den stärksten Kader von allen Mannschaften haben. Was Qualität, aber auch Breite des Kaders angehen, sind wir extrem gut aufgestellt“, meint der gebürtige Neustädter.

Einen nicht unerheblichen Anteil an diesem Erfolg habe Trainer Mirco Kleinmann, dem es durch seine Kontakte gelungen sei, im Sommer ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen – etwa mit Neuzugängen wie Emre Sekmen (SV Emsdorf) oder Chris Helm (TSV Amöneburg), die Erfahrung aus höheren Ligen mitbringen, genau wie Bauscher.

Zuletzt schnürte der Angreifer, der in seiner Heimatstadt als Facharbeiter im eigenen Familienunternehmen arbeitet, für Gruppenligisten die Schuhe: in der vergangenen Spielzeit für den 1. FC Schwalmstadt, davor ein Jahr lang für den VfB Wetter. „Vom VfB Wetter hatte ich viel Gutes gehört. Zwei meiner Kumpel hatten dort schon gespielt“, erzählt Bauscher, wie es ihn vom Ostkreis an die Wetschaft verschlug. Drei Treffer erzielte er in der wegen Corona im Frühjahr abgebrochenen Spielzeit 2019/20 für die Wetteraner in 16 Partien. „Und ich wäre von dort aus auch nie aus freien Stücken weggegangen“, sagt Bauscher, der den Aufwand zu dieser Zeit aus beruflichen Gründen aber nicht mehr stemmen konnte.

„Unser klar formuliertes Ziel ist der Aufstieg“

Nach Stationen in der Jugend beim 1. FC Schwalmstadt und JFV Alsfeld/Bechtelsberg ist er inzwischen wieder beim VfL Neustadt gelandet – bei jenem Verein also, bei dem auch seine älteren Brüder Alexander, Matthias und Philipp spielen, für den Tom Bauscher schon bis zur E-Jugend kickte und zu dem es ihn in seinem zweiten A-Junioren-Jahr in der Saison 2018/19 zurückzog. Stattliche 28 Tore in 29 Partien erzielte Bauscher – seinerzeit noch mit Mirco Kleinmann als Mitspieler an seiner Seite – als A-Junior, eine stolze Bilanz. Und diese Saison? „Unser klar formuliertes Saisonziel ist der Aufstieg. Wir hätten schon jetzt die Qualität für die Kreisoberliga“, meint Bauscher, der mit seinen Toren helfen will, diesem Ziel näherzukommen.

An diesem Sonntag (15 Uhr) gastiert der SV Bauerbach II in Neustadt. Nach einer Erkältung unter der Woche „sollte es reichen“, ist Tom Bauscher zuversichtlich, gegen die Verbandsliga-Reserve des SVB wieder auflaufen zu können. Ob er seinem Torhunger gegen zweite Garden treu bleibt? Mal schauen. Es könnte vom Geläuf abhängen. „Solange wir gewinnen, ist dem Trainer egal, wo wir spielen“, sagt Tom Bauscher.

Von Marcello Di Cicco