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Lokalsport Sein erstes Spiel gegen den Ex-Verein
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09:54 15.10.2021
Alexander Fey vom TSV Mengsberg.
Alexander Fey vom TSV Mengsberg. Quelle: Marcello Di Cicco
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Mengsberg

Das Topspiel hat der TSV Mengsberg in der Fußball-Gruppenliga Kassel 1 gerade hinter sich. Mit 1:2 unterlag der Verein aus dem Neustädter Stadtteil am vergangenen Samstag beim GSV Eintracht Baunatal – jenem Team, das sich als Tabellenführer mit elf Siegen in elf Partien anschickt, den Sprung in die Verbandsliga zu schaffen.

Heute (19 Uhr) findet auf dem Rasenplatz am Engelhain die Partie statt, der man im 860-Seelen-Dorf wohl am meisten entgegenfiebert: das Derby gegen den Tabellensiebten FC Schwalmstadt. „Jeder ist noch mal motivierter, weil es ein großes Derby ist im Umkreis. Im Abschlusstraining wird die Anspannung zu spüren sein, denn in diesem Spiel will keiner verlieren“, sagte Mengsbergs Alexander Fey vor der letzten Einheit am vergangenen Mittwoch im Gespräch mit der OP. Ganz besonders der 24-Jährige, der gebürtig aus Ruhlkirchen (Antrifttal) stammt und aus beruflichen und privaten Gründen in Gießen lebt, würde heute Abend nur ungern als Verlierer vom Platz gehen.

Denn für den Offensivspieler ist es das erste Aufeinandertreffen mit dem Verein, für den er knapp zehn Jahre die Schuhe schnürte. „Es ist ein komisches Gefühl“, gesteht Fey, der zunächst bei der JSG Ohmes/Ruhlkirchen ausgebildet wurde, eher er zur U 15 zum FC Schwalmstadt wechselte. Für die Schwälmer spielte Fey während seiner gesamten Jugendzeit, später auch bei deren Senioren – mehrere Jahre in der Verbandsliga, in der Saison 2015/16 auch die Aufstiegsrunde zur Hessenliga sowie im Hessenpokal.

Das Gemeinschaftsgefühl

Seit Sommer 2020 ist Fey in Mengsberg sportlich beheimatet, nimmt dafür eine gut dreiviertelstündige Anfahrt auf sich, um in der Mannschaft um Cheftrainer Stephan Banf zu trainieren. „Die Jungs sind einfach klasse. Auch wenn ich es nicht regelmäßig ins Training schaffe, habe ich hier eine geile Zeit“, sagt Fey, der den Wechsel von Schwalmstadt zum aktuellen Tabellenvierten bewusst vollzog, weil er einen sportlichen Tapetenwechsel brauchte. „Über die Jahre hatte sich gezeigt, dass ich etwas Neues probieren wollte. Nach Mengsberg sind ja schon einige Schwalmstädter Spieler gewechselt – vor dieser Saison erst Jan Niklas Brandner“, weiß der Offensivspieler, für den der Wohlfühlfaktor im Marburger Ostkreis stimmt. „Hier ist die Gemeinschaft einfach so gut, dass man auch nach dem Training noch Lattenschießen macht und mit 20, 30 Leuten zusammensitzt, was in Schwalmstadt zu meiner Zeit nicht der Fall war. Auch das Mannschaftsgefüge ist groß, das stärkt den Zusammenhalt.“

Dies dürfte einer der Gründe sein, warum es für die Mengsberger in dieser Spielzeit läuft. „Baunatal wird durchgehen“, ist sich Fey sicher, dass der unangefochtene Spitzenreiter der künftige Aufsteiger sein wird. Der zweite Platz für seine Mannschaft „wäre das Wunschziel“, sagt Fey, für den jedoch zunächst das Derby gegen seinen Ex-Verein im Fokus steht.

Fey tippt auf einen 2:1-Sieg gegen den FCS – und hofft, „mindestens ein Tor“ für den Dreier beisteuern zu können. „Es wäre aber auch okay, wenn die Jungs auf meine Vorlage hin treffen“, sagt der 24-Jährige, für den jedoch feststeht: „Ich würde nicht jubeln, wenn ich ein Tor schieße, dann wäre ich eher zurückhaltend. Aber ich werde alles dafür geben, um zu gewinnen.“

Von Marcello Di Cicco