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Lokalsport Eintracht ist trotz 5:0-Sieges gewarnt
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21:41 13.11.2019
Eine Szene aus dem Aufeinandertreffen in der Liga: Stadtallendorfs Niko Jovic (rechts) klärt vor seinem Ginsheimer Gegenspieler. ­Am Mittwoch (13. November) kommt es im Viertelfinale des Hessenpokals zum Wiedersehen mit dem VfB. Quelle: Nadine Weigel
Stadtallendorf

Nicht nur mit Blick auf den Kampf um die Meisterschaft war der 3:1-Heimsieg gegen den Hanauer FC am vergangenen Wochenende wichtig. „Es war auch ein ganz guter Test. So haben wir uns schon mal eingespielt“, stellte TSV-Innenverteidiger Matthias Pape fest. Denn wie am Samstag im Herrenwaldstadion muss die Eintracht auch am Mittwoch (19.30 Uhr) auf Kunstrasen ran.

Wenngleich die Austragung der Begegnung auf Kunstrasen für die häufiger auf Naturrasen spielende Eintracht nach Einschätzung von Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja „kein Vorteil, aber auch kein Nachteil“ sei, hofft der Übungsleiter dennoch, dass Ligakonkurrent Ginsheim „vielleicht ein bisschen aus dem Rhythmus“ ist. Der Grund: Die Partie der Südhessen beim SV Steinbach fiel am vergangenen Wochenende aus.

Der Gegner ist den Herrenwäldern aus der Hessenliga bestens bekannt. Anfang Oktober feierte die Eintracht zu Hause gegen die Elf von Trainer Artur Lemm mit einem 5:0 den höchsten Saisonsieg. „Da haben wir sehr gut gespielt. Das war unser bestes Spiel“, meint Stadtallendorfs Mittelfeldspieler Amar Zildzovic – doch Eintracht-Linksverteidiger Arne Schütze merkt auch an: „Dieses Spiel haben wir eigentlich zu hoch gewonnen. Wir wissen um die Stärke des Gegners: Die sind giftig und besitzen auch individuelle Klasse.“

Hessenliga

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Dass die Marburger Ostkreisler nun „ein komplett anderes Spiel“ (Zildzovic) erwartet, davon geht auch Sicaja aus: „Der Ginsheimer Trainer wird sich danach sicher Gedanken gemacht haben. Wahrscheinlich wird er so nicht mehr spielen lassen“, mutmaßt der Kroate. Das Team aus dem Kreis Groß-Gerau ging seinerzeit sehr offensiv zu Werke.

„Dennoch wird der Gegner Respekt haben. Gerade jetzt ist es wichtig, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken“, fordert Sicaja, verweist aber im gleichen Atemzug darauf, dass der VfB zu Hause nur wenig Federn lässt.

Nach der Eintracht und dem FC Eddersheim sind die Ginsheimer die heimstärkste Mannschaft im hessischen Fußball-Oberhaus. Auf eigenem Platz haben sie erst eines ihrer neun Spiele verloren, dafür bereits sechs gewonnen. „Der Gegner hat sehr viel Qualität, gerade zu Hause ist er sehr stark. Aber wir sind auch stark und wollen gewinnen“, sagt Zildzovic. Pape schlägt in die gleiche Kerbe: „Ginsheim ist eine offensivstarke Mannschaft. Aber wenn wir wieder unsere Leistung aufs Parkett zaubern, dann sollten wir eine Runde weiterkommen.“

Im Halbfinale würde die Eintracht auf den Sieger der Partie SG Waldsolms – FSV Frankfurt treffen. Sicaja macht keinen Hehl daraus, dass das Erreichen des Finales oder – als Sieger des Hessenpokals – gar des DFB-Pokals ein Traum wäre. „Wir wollen nicht die dritte vor der ersten Treppe gehen, aber wenn du schon so weit vor der Haustür bist ...“, wählt der Chefcoach vielsagende Worte.

Ausfälle hat Sicaja nicht zu beklagen. „Man spürt aber, dass viele Spieler schon einige Spiele in den Beinen haben“, sagt der 52-Jährige und lässt durchblicken, dass er rotiert – wenn auch nur in geringem Maße, denn: „Solche Spiele kannst du nur mit einer eingespielten Mannschaft gewinnen. Wir werden keine Experimente machen“, gibt der Stadtallendorfer Coach zu verstehen.

von Marcello Di Cicco