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00:17 01.06.2019
Die SG Lahnfels um Fabian Schmidt (links; gegen Erksdorfs Justin Pawelczyk) bestreitet am Donnerstagnachmittag beim RSV Büblingshausen ihr erstes Spiel in der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Gießen/Marburg. Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

Am Mittwoch, 29., und Donnerstag, 30. Mai, stehen die ersten Spiele um Auf- und Abstieg im Landkreis an.

Zur Gruppenliga

In der Aufstiegsrunde sind die Zweitplatzierten der Kreisoberliga-Staffeln Nord, West und Süd am Ball. Die FSG Wettenberg steigt am Sonntag im zweiten Spiel ein und trifft dann auf die SG Lahnfels, sofern diese ihr erstes Spiel nicht gewinnt. Der Erste der Dreiergruppe steigt sicher auf, der Zweite, sofern TuBa Pohlheim als Dritter der Gruppenliga Gießen/Marburg den Sprung in die Verbandsliga Mitte schafft (siehe Kasten unten).

  • RSV Büblingshausen – SG Lahnfels (Do., 15 Uhr). Hinter Meister SSC Juno Burg belegte Büblingshausen mit 68 Punkten den zweiten Tabellenplatz in der West-Staffel. In 30 Spielen gab es 22 Siege, zwei Remis und sechs Niederlagen.

Sowohl zu Hause, als auch auswärts holte das Team jeweils 34 Zähler – und erzielte insgesamt satte 108 Tore. Bester Torschütze war Ivan Miocevic mit 29 Treffern. Vor drei Jahren spielte die Mannschaft aus dem Wetzlarer Süden auch in der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga, schaffte damals als Zweiter hinter Türk Gücü Breidenbach den Aufstieg in die Gruppenliga, blieb dort aber nur eine Saison.

Andreas Schulz ist schon neun Jahre RSV-Trainer, er coachte viele seiner Spieler schon in der Jugend. „Der Großteil der Mannschaft kennt sich schon lange. Wir haben in der Saison meistens nur ein oder zwei personelle Veränderungen“, erklärt Schulz, der die SG Lahnfels am vergangenen Sonntag beim Spiel in Erksdorf beobachtet und festgestellt hat, dass seine Mannschaft in Sachen Körpergröße unterlegen ist. „Beide Teams haben ihre Stärken und Schwächen. Ich erwarte morgen ein enges Spiel, in dem die Tagesform über den Spielausgang entscheiden wird.“

Die SG Lahnfels qualifizierte sich als Tabellenzweiter der Kreisoberliga Nord mit 69 Punkten und 72:34 Toren für diese Partien und klopft an die Tür zur Gruppenliga. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Horst Prenzer nach dem Sieg in Michelbach einen Vorsprung von fünf Punkten auf den ärgsten Verfolger und stand schon mit einem Bein in der Gruppenliga. Doch nach drei Niederlagen in Folge rutschte das Team auf den zweiten Tabellenplatz ab, den es am letzten Spieltag mit einem 4:1-Sieg in Erksdorf sicherte.

„Das Schlüsselspiel, durch den wir den direkten Aufstieg nicht geschafft haben, war für mich die 1:3-Niederlage in Eckels­hausen. Michelbach war der Topfavorit für die Meisterschaft. Wir freuen uns jetzt auf die beiden Endspiele gegen Büblingshausen und Wettenberg“, sagt Prenzer, der bei Torsten Opitz einige Informationen über den morgigen Gegner geholt. Opitz ist Trainer der SG Eschenburg, die hinter Büblingshausen Platz drei in der West-Staffel belegte.

Dass die Partie auf Kunstrasen ausgetragen wird, sieht Prenzer nicht als Nachteil an, denn: „Wir haben in der abgelaufenen Runde von fünf Spielen auf Kunstrasen vier Spiele gewonnen und nur in Kirchhain verloren.“ Einen Favoriten kann er nicht ausmachen. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein und müssen bei gegnerischen Standards eine gute Zuordnung haben“, gibt der Trainer seinen Schützlingen mit auf den Weg.

Zur Kreisoberliga

Der aktuelle Kreisoberligist TSV Röddenau sowie die Zweiten der Kreisliga-A-Staffeln Marburg, Biedenkopf und Frankenberg ermitteln in der Relegation den oder die letzten Teilnehmer an der kommenden Kreisoberliga-Saison. Zunächst gibt es zwei Halbfinal-Duelle mit Hin- und Rückspiel. Anschließend treffen die Gewinner aufeinander – es sei denn, Lahnfels schafft den Sprung in die Gruppenliga, wodurch ein weiterer Startplatz frei würde. Das Endspiel würde in diesem Fall entfallen.

  • SSV Bottenhorn – VfL Dreihausen (Mi., 19 Uhr). Nach einer sehr guten Rückrunde in der Saison 2017/2018 hatten sich die Bottenhorner als Saisonziel einen Top-drei-Platz ausgegeben – es wurde schließlich Rang zwei mit einem Rückstand von neun Zählern auf die Spvgg Wacker Frohnhausen. In 26 Spielen gab es 14 Siege, zehn Remis und nur zwei Niederlagen.

„Dass wir nicht mehr Punkte geholt haben, lag auch an den vielen Unentschieden. Trotzdem bin ich dem zweiten Tabellenplatz zufrieden“, zieht Spielertrainer Janick Wagner eine erste Bilanz. Der 25-Jährige ist jetzt in der zweiten Saison beim SSV Bottenhorn. Er selbst spielt in der Innenverteidigung oder im Mittelfeld auf der „Sechs“. Vor heimischer Kulisse gab es die beiden einzigen Saisonniederlagen gegen den VfL Weidenhausen und den SV Hartenrod.

„Vom VfL Dreihausen kenne ich kaum einen Spieler. Ich werde mir einige Informationen über die Mannschaft einholen. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren. Ich gehe zuversichtlich in die heutige Partie“, meint Janick Wagner, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Bester Torschütze ist Maximilian Graf Henn mit 16 Treffern – er spielte schon beim FV Ederbergland und VfL Biedenkopf. „Wir brauchen in den beiden Halbfinalspielen eine Topleistung. Es wird auch auf die Tagesform ankommen“, ist Wagner überzeugt.

Beim VfL Dreihausen war Joachim „Jo“ Kraus eigentlich nur für den letzten Spieltag als Interimstrainer eingesprungen, nachdem der bisherige Coach Volker Münn nach der Mitteilung des Vereins, für die neue Saison mit einem anderen Trainer zu planen, sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatte. Nachdem die Dreihäuser durch die überraschende Niederlage des SV Großseelheim in Niederklein doch noch auf den zweiten Platz rückten, setzt Kraus sein Engagement auch in der Relegation fort. „Ich habe zu den Jungs gesagt, die Relegation muss man genießen. Wir freuen uns auf die Spiele gegen Bottenhorn, denn Relegation zu spielen ist etwas Besonderes.“

Dass sich der beste Torschütze Elkahil Sahili im letzten Spiel gegen Wohratal die Rote Karte einhandelte, sei ärgerlich und bedeute eine Schwächung. „Wir haben außerdem noch einige Verletzte. Aber das nützt alles nichts. Jetzt haben wir die Chance, den Wiederaufstieg zu schaffen. Mal sehen, wer die besseren Nerven hat“, gibt sich der 59-jährige Schröcker, der vor gut zwei Jahren auch beim SV Emsdorf in der Rückrunde eingesprungen war und mit den Grün-Weißen den Aufstieg in die Kreisoberliga schaffte, kämpferisch.

  • TSV Röddenau – SG Bunstruth/Haina (Mi., 19 Uhr). Zwei Teams aus dem Kreis Frankenberg stehen sich in Röddenau gegenüber. Der TSV schien lange wie ein sicherer Absteiger, hat in der Kreisoberliga aber eine starke Rückrunde gespielt und sich damit die Chance auf den Klassenerhalt gesichert.

„Dass wir jetzt in die Relegation gehen, sehe ich eher als Chance“, sagt daher auch Sprecher Thomas Müller, der enge Duelle erwartet. Was für die Gäste spricht: „Seitdem es die SG gibt, haben wir dreimal Relegation gespielt und uns immer durchsetzen können. Daher bin ich zuversichtlich, dass das auch dieses Jahr klappt“, weiß Sprecher Uli Pfingst.

Zur Kreisliga A Marburg

Vier Mannschaften – die drei Kreisliga-B-Vizemeister sowie der FV Wehrda II, spielen um den letzten zu vergebenden Platz in der Marburger Kreisliga A. Der Modus ist derselbe wie in der Kreisoberliga-Relegation: Zunächst gibt es zwei Halbfinal-Duelle mit Hin- und Rückspiel, anschließend begegnen sich die Gewinner in einem Endspiel um Aufstieg beziehungsweise Klassenerhalt.

  • TSV Michelbach II – BSF Richtsberg II (Mi., 19 Uhr). „Auf unserem großen Platz haben wir die Chance, einiges vorzulegen, was wir dann im Rückspiel auf dem kleinen Platz der Richtsberger verteidigen können“, sagt René Ponath vom TSV Michelbach II. Während der gesamten regulären Spielzeit suchte seine Elf ihr Heil in der Offensive, auch an diesem Mittwoch soll dies das Mittel zum Erfolg sein: „Wir werden versuchen, wieder unser Pressing aufzuziehen und den Gegner früh in die Zweikämpfe zu zwingen. Wer diese Duelle für sich entscheidet, wird den Platz als Sieger verlassen“, schätzt er die Lage ein.

„Bei uns hatte vor der Saison keiner damit gerechnet, dass wir den Relegationsplatz erreichen“, gibt Richtsbergs Spielertrainer Nawid Saighani zu verstehen. Deshalb sehe er die Relegation als Bonus an. „Wir wollen vor allem Spaß haben. Wir lassen uns mal überraschen.“ Saighani sieht alle vier Relegationsteilnehmer auf ähnlichem Niveau. „Wir sind komplett besetzt. Uns stehen 17, 18 Spieler zur Verfügung“, kann der Spielertrainer der Richtsberger „Zweiten“ aus dem Vollen schöpfen. Das Rückspiel steigt Samstag auf dem BSF-Platz im Sportpark – besonders darauf setzt der Richtsberger Coach.

  • FV Wehrda II – SV Schönstadt (Mi., 19.30 Uhr). Wehrdas Abteilungsleiter Stefan Clasani empfand es als bitter, wenn man sieben Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz hat und dennoch in die Relegation muss. „Wenn man es aber am letzten Spieltag nicht in der eigenen Hand hat, dann ist es ein Szenario, mit dem man rechnen muss.“

Die Relegation sei eine Kraft- und Nervenfrage. „Zwischen dem letzten Spieltag und den beiden Relegationsspielen liegen gerade mal sechs Tage.“ Aus dem vergangenen Jahr wisse man von der ersten Mannschaft, wie besonders die Relegation ist und man freue sich darauf. „Wir wollen uns zu Hause eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeiten.“ Als klassenhöheres Team sei man immer ein Stück weit Favorit. „Aber ich erwarte ein gut eingespieltes Team aus Schönstadt. Kevin Wege und die beiden Däuwels kommen zusammen auf 60 Tore. Auf die muss unsere Mannschaft ihr Augenmerk legen.“

Schönstadts Sprecher Yannik Naumann sieht Wehrda II nicht als das leichteste Los. „Sportlich waren alle drei Relegationsanwärter sehr stark. Ich hätte eher mit Niederklein/Schweinsberg gerechnet.“ Von der Stimmung und vom wirtschaftlichen Aspekt her sei die Relegation eine lukrative Sache. „In unserer Mannschaft sind alle voll motiviert und engagiert. Wir wollen uns in Wehrda eine gute Ausgangslage verschaffen. Aber wir wissen auch, wie stark die Wehrdaer sind.“ Die Schönstädter können mit einer großen Unterstützung ihrer Fans rechnen. Diese treffen sich am Kaufpark Wehrda und marschieren von dort gemeinsam zum Sportplatz in Wehrda.     

von Lothar Reeber, Kurt Arke, Thomas Engelmann 
und Stefan Weisbrod

Weitere Ligen

Zur Regionalliga
Der Hessenliga-Zweite Bayern Alzenau spielt zum Auftakt der Dreiergruppe am Donnerstag (14 Uhr) bei Röchling Völklingen aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Der Vertreter der Oberliga Baden-Württemberg – Stuttgarter Kickers oder FSV Bissingen (letzter Spieltag am Donnerstag) – bestreitet sein erstes Spiel am Sonntag.

Zur Hessenliga
Falls Alzenau in die Regionalliga kommt, steigen zwei Verbandsliga-Zweite in die Hessenliga auf, sonst nur der Erste der Dreiergruppe. Mitte-Vertreter TuS Dietkrichen trifft zunächst am Donnerstag (15 Uhr) auf Nord-Verbandsligist SV Neuhof. Hanau 93, Vizemeister der Verbandsliga Süd, steigt am Sonntag ein.

Zur Verbandsliga
TuBa Pohlheim als Dritter der Gruppenliga Gießen/Marburg 
 und RSV Weyer als Zweiter der Wiesbadener Liga spielen um mindestens einen freien Platz in der Verbandsliga Mitte: zunächst am Sonntag in Pohlheim, sechs Tage später in Weyer. Sollte Dietkirchen in die Hessenliga aufsteigen, würden TuBa 
und RSV den Sprung schaffen.