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Lokalsport Eintracht Stadtallendorf reist nach Homburg
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12:00 19.09.2020
Die Stadtallendorfer Del-Angelo Williams (von links) und Ben-Luca Fisher kämpfen gegen Kassels Nils Pichinot um den Ball. Quelle: Thorsten Richter
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Homburg

Auslaufen, dehnen, massieren, regenerieren: Nach dem spektakulären 3:3 am Mittwoch gegen Hessen Kassel ließ es die Stadtallendorfer Eintracht ruhig angehen, ehe es bereits am Freitagabend nach dem Abschlusstraining nach Homburg geht, wo diesen Samstag, 19. September, (14 Uhr) der nächste Gegner in der Fußball-Regionalliga Südwest wartet.

900 Personen dürfen die Partie im altehrwürdigen Waldstadion verfolgen, davon knapp 700 Zuschauer – allerdings keine Gästefans. Und so müssen sich die Herrenwälder erneut ohne die Unterstützung des „zwölften Mannes“ durchbeißen gegen ein Team, das Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja mit Blick auf die Endabrechnung ganz weit vorne sieht.

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„Homburg gehört zu den Spitzenmannschaften, die bestimmt unter den ersten fünf landen wird“, meint der Kroate, der mit dem TSV Eintracht auf den früheren Steinbach-Coach Matthias Mink trifft, der seit dieser Spielzeit beim früheren Bundesligisten Nachfolger von Jürgen Luginger ist.

„Matthias legt Wert auf einen gepflegten Spielaufbau“, weiß Sicaja, der durchblicken lässt, das er im Vergleich zur Kassel-Partie personelle Veränderungen in der Startelf vornimmt – auch wenn es noch „den einen oder anderen Spieler“ aus der zweiten Reihe gebe, der „noch körperlich im Rückstand“ sei. „Mit dem Ball waren wir überragend, gegen den Ball schlecht“, hält Sicaja nach dem Nordhessen-Derby fest, in dem ihm insbesondere die Anfälligkeit auf den Flügeln missfallen hat.

Sind die beiden Kandidaten fit?

Mink dagegen war keineswegs zufrieden mit dem vergangenen Auftritt seiner Schützlinge. 0:3 unterlagen die Saarländer Aufsteiger TSV Schott Mainz. Die Partie habe man aufgearbeitet, lässt Mink durchblicken – ohne ins Detail gehen zu wollen. Der FCH-Coach, der aufgrund der Corona-bedingten Unwägbarkeiten frühestens nach acht Spieltagen ein Saisonziel ausgeben will, blickt lieber auf den Gegner, der in Rückkehrer Del-Angelo Williams „eine echte Waffe“ hinzubekommen habe, vor der Vorsicht geboten sei.

Gegen Kassel stürmte Williams in der zweiten Halbzeit erstmals in dieser Saison neben dem genesenen Felix Nolte zu zweit im Angriff – eine Option für die Zukunft? „Ich denke schon“, sagte Nolte nach der Partie. „Wir wollen mit zwei Stürmern spielen – und wenn ich wieder zu 100 Prozent fit bin, werden wir mit zwei Stürmern auflaufen, denke ich.“ Sicaja bekräftigt dies:

„Wenn beide topfit sind, wird es immer eine Überlegung sein, mit zwei Spitzen zu spielen. Es kommt aber auch immer auf den Gegner an.“ Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Keeper Dusan Olujic, der sich gegen Kassel am Knie verletzt hat. „Wir müssen noch schauen, wie schlimm es ist“, sagt Sicaja. Aufseiten der Homburger fehlen der langzeitverletzte Tim Stegerer (Mittelhandbruch) und Marcel Carl (Oberschenkel).

Regionalliga Südwest: Bahlinger SC - TSV Steinbach, FSV Mainz 05 II - SC Freiburg II, FC-Astoria Walldorf - SSV Ulm, FSV Frankfurt - FC Gießen, TuS RW Koblenz - VfB Stuttgart II, SV Elversberg - TSV Schott Mainz, FC Homburg - Eintracht Stadtallendorf, Hessen Kassel - FK Pirmasens, Kickers Offenbach - 1899 Hoffenheim II (alle Sa., 14 Uhr), VfR Aalen - FC Bayern Alzenau, SG Großaspach - TSG Balingen (beide So., 14 Uhr), SC Freiburg II - FSV Frankfurt (Mi., 15 Uhr).

Von Marcello Di Cicco