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Lokalsport Glücklich in Großseelheim
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17:00 08.11.2019
Großseelheims Marcel Tautermann (rechts; gegen Simon Weimar von der FSG Südkreis) ist nach seinem Dreierpack beim 5:2-Sieg im Kreisliga-A-Topspiel gegen den TSV Amöneburg zum „Spieler der Woche“ gewählt worden. Quelle: Nadine Weigel
Großseelheim

Von Borussia Momberg zum TSV Kirchhain, von dort aus über den TSV Gemünden zum SSV Hatzbach. Wenn ein Mensch „Hummeln im Hintern“ hat, ist er tatendurstig und gierig auf stets neue Herausforderungen. Das traf lange Zeit auf Marcel Tautermann zu. Doch nach sechs Jahren scheint die Fahrt für den 30-Jährigen ein Ende zu haben.

Vom SSV wechselte der Wahl-Kirchhainer im Sommer 2017 zum A-Ligisten SV Großseelheim. „Unser damaliger Trainer Ludwig Hoß hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte“, erinnert sich Tautermann. Es war der richtige Schritt. „Ich habe immer wieder neue Herausforderungen gesucht, aber ich bin in Großseelheim so gut aufgenommen worden, dass ich hierbleiben möchte“, versichert der 30-Jährige.

Während er in den ersten beiden Spielzeiten beim SVG 14 und 15 Tore erzielte, hat er in dieser Spielzeit nach 15 Spielen bereits ebenso viele Treffer auf seinem Konto. Das hat nichts mit einer Weiterentwicklung als Spieler zu tun, sondern mit einem neuen Verwendungszweck.

Anspruchsvolle Trainingseinheiten bringen hohen Spaß-Faktor

„Ich habe davor immer auf den Flügeln gespielt. Seit dieser Saison spiele ich Stürmer“, berichtet Tautermann von seinem neuen Kerngeschäft unter dem Coach Nils-Yannik Steitz, der den SV vor der Saison übernahm. Vom neuen Steuermann an der Seitenauslinie spricht der 30-Jährige in höchsten Tönen. Steitz habe mit anspruchsvollen Trainingseinheiten einen hohen Spaß-Faktor mitgebracht.

Damit bewaffnet soll es im Dreikampf an der Spitze mit dem TSV Amöneburg und der Spvgg. Rauischholzhausen in dieser Runde mit dem Aufstieg klappen. Das 5:2 gegen den TSV am vergangenen Wochenende, bei dem Tautermann dreifach traf, war ein Ausrufezeichen und bescherte die Tabellenführung.

Im Berufsleben kraxelt der Schornsteinfeger auf den Dächern der Region herum. Im Privatleben ist vieles auf Fußball zugeschnitten. „Abgesehen davon habe ich keine Hobbys“, gibt Tautermann fast schon verlegen zu. Allerdings kann sich der 30-Jährige vorstellen, ins Trainer-Geschäft einzusteigen, nachdem er die Fußballschuhe irgendwann an den Nagel gehängt haben wird. Erste Erfahrungen hat er schon gesammelt, als er die C-Junioren der Stadtallendorfer Eintracht eine Saison lang betreute.

von Benjamin Kaiser