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Lokalsport In Kürze könnte es richtig losgehen
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11:00 20.07.2020
Fans verfolgen 2019 den Zweikampf zwischen Jascha Döringer (links) vom TSV Eintracht Stadtallendorf und dem Eddersheimer Felix Rottenau. Quelle: Tobias Hirsch
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Frankfurt/Marburg

Wenn es gut läuft, könnte bereits ab September im Sport Normalität herrschen. Und wenn es noch besser läuft, auch wieder mit Zuschauern.

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) teilte auf seiner Website mit, dass die Wiederaufnahme des Sport- und Trainingsbetriebs bundesweit harmonisiert werden soll, damit Mannschaften und Vereine aus allen Bundesländern gleiche Voraussetzungen für die Wettkämpfe, besonders in den Ligen, haben. Dabei sollen zu den Spielen, soweit das jeweilige Infektionsgeschehen aufgrund der immer noch andauernden Coronavirus-Pandemie das zulässt, auch Zuschauerinnen und Zuschauer wieder zugelassen werden.

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Dafür hat sich die Konferenz der Sportministerinnen und Sportminister sowie Sportsenatorinnen und Sportsenatoren der Länder (SMK) jüngst bei einer Telefon-Konferenz ausgesprochen. Der Beschluss ist jetzt im Umlaufverfahren gefasst worden.

Er wird nun als Grundlage für die weiteren Beratungen an die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder, das Kanzlerinnenamt, das Bundesministerium des Innern sowie den Deutschen Olympischen Sportbund übermittelt. Unter Wahrung des Gesundheitsschutzes und Beachtung der erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene und zur Kontaktnachverfolgung befürwortet die SMK danach „ein kontrolliertes, stufenweises Vorgehen zur vollumfänglichen Wiederaufnahme des Sportbetriebs“.

Die „Freigabe des kompletten Trainingsbetriebs“ solle möglichst frühzeitig wieder angestrebt werden, um die „Chancengerechtigkeit“ zu wahren. Ziel sei „idealerweise ab September 2020“ ein geregelter, Ländergrenzen übergreifender Sportbetrieb „insbesondere der Ligen“ sowie „die Wiederaufnahme von regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben“, nicht zuletzt mit Blick auf die Olympischen und Paralympischen Spiele.

Aussicht auf regulären Betrieb und reguläres Ende

Für internationale Wettbewerbe seien „Regelungen, die die Chancengerechtigkeit zumindest auf nationaler Ebene gewährleisten, unverzichtbar“. Ein Start der Wettkämpfe im September biete die Aussicht, dass die Saison im regulären Betrieb starten und zu Ende geführt werden könne. Um Verletzungsrisiken zu vermindern, müsse der Trainingsbetrieb frühzeitig wieder in vollem Umfang zugelassen werden. In der Präambel zum SMK-Beschluss heißt es: „ab August“.

Die SMK-Vorsitzende, Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann: „Wir haben im Sportbetrieb bisher gute Erfahrungen gemacht, und die Sportorganisationen haben sich bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz sehr verantwortlich gezeigt. Ich glaube, dass auch weitere Öffnungen vertretbar sind und das Infektionsgeschehen im Sport unter Kontrolle gehalten werden kann.“

Insbesondere im Wettkampfbetrieb, wo eine Registrierung der Teilnehmenden bereits jetzt üblich sei, ließen sich Infektionswege gut nachverfolgen. Das rechtfertige die Erwartung, dass ein möglicher Ausbruch frühzeitig eingedämmt werden könne.

Von Michael E. Schmidt

19.07.2020
18.07.2020