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Lokalsport Klasseneinteilung steht fest
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17:58 15.07.2020
Bürgelns Maximilian Hüttl (rechts) in der vergangenen Spielzeit gegen Betziesdorfs Jannis Imkamp. Der FV hat für die Saison 2020/2021 auch eine Reserve gemeldet, die Germania hingegen nicht. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Die Zusammensetzungen der Kreisoberliga Gießen/Marburg Nord und der Kreisliga A standen bereits fest (die OP berichtete), jetzt zeichnet sich auch ab, welche B-Ligisten in welcher der drei Marburger Staffeln antreten – oder gar den Fußballkreis wechseln.

Neben der SG Versbachtal, die weiterhin in der Kreisliga A Biedenkopf aktiv ist, dem VfB Lohra, der wie bisher in der Hinterländer Kreisliga B spielt, und den Zweitvertretungen des TSV Michelbach und der SG Lahnfels, über deren Wechsel in den Nachbarkreis die OP bereits in der Vorwoche berichtet hatte, sollen in der Saison 2020/2021 – geplant ab Anfang September – auch die Fußballer des FSV Sterzhausen in der Biedenkopfer B-Liga am Ball sein.

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Ihnen bleiben damit die Derbys mit Michelbach II und Lahnfels II erhalten. „Wir helfen damit unserem Nachbarkreis, einen geregelten Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können“, erklärte der Marburger Kreisfußballwart Peter Schmidt gegenüber der OP. Voraussichtlich werden in der Kreisliga B Biedenkopf durch die vier „Leihgaben“ 13 Mannschaften spielen.

Gruppe II deckt den Süden ab

In den drei Marburger Staffeln sind es jeweils 14 bis 15 Mannschaften, wobei sich an der genauen Zusammensetzung eventuell noch etwas ändert, wie Schmidt betont. In Gruppe I, die auch als Nordstaffel bezeichnet werden könnte, sind nach aktueller Planung 14 Teams aktiv, darunter vier Zweitvertretungen von Kreisoberligisten.

In Gruppe II spielen laut der vorläufigen Zusammenstellung 15 Mannschaften, überwiegend aus der südlichen Hälfte des Fußballkreises, darunter drei Kreisoberliga-Reserven und die „Zweite“ von A-Ligist SG Salzböde-Lahn. Die Einteilung geschah auf Wunsch der Spielgemeinschaft aus Fronhausen, Odenhausen und Salzböden, erklärte Schmidt.

Erfurtshausen II spielt im Kreis Alsfeld mit

Staffel III besteht laut vorläufiger Einteilung aus 13 Reserven von A-Ligisten, hinzu kommen die zweite Mannschaft von B-Ligist SV Langenstein und die SG Momberg/Speckswinkel II, die erste Spielgemeinschaft zweier Vereine aus dem Kreis Marburg, deren erste Mannschaften weiterhin eigenständig spielen. Im SV Erfurtshausen wird ein weiterer B-Ligist mit seiner Reserve in Konkurrenz antreten: in der Kreisliga C Alsfeld.

Eine Neuerung gibt es für die B-Liga-Reserven, die in nicht regulären Ligen antreten: Für die Gruppen I und II ist eine gemeinsame Freundschaftsspielklasse mit 16 gemeldeten Teams geplant, darunter den „Dritten“ des SV Großseelheim und des FV Wehrda. Schmidt hofft, dass die meisten Mannschaften auch tatsächlich regelmäßig antreten. Der Spielplan, kündigte er an, soll so gestaltet werden, dass Heimspieltage mit Vorspiel der Reserven möglichst bestehen bleiben.

Von Kreisoberliga bis zu den B-Liga-Staffeln

Kreisoberliga Gießen/Marburg Nord (18 Mannschaften, Richtzahl 17, maximal 5 Direktabsteiger): FSV Cappel, FV Wehrda, TSV Kirchhain, SSV Hatzbach, VfL Dreihausen, SV Borussia Momberg, TSV Erksdorf, SV Großseelheim, TSV Amöneburg, Sportfreunde Blau-Gelb Marburg II, SG Silberg/Eisenhausen, SC Gladenbach, Spvgg Wacker Frohnhausen, SG Dernbach/Wommelshausen, SG Oberes Edertal, TSV Röddenau, SG Rennertehausen/Battenfeld, SG Bunstruth/Haina.

Kreisliga A Marburg (18 Mannschaften, 4 Direktabsteiger): BSF Richtsberg Marburg, Spvgg Rauischholzhausen, SV Mardorf, FSG Südkreis, VfL Neustadt, FV Cölbe, SG Niederklein/Schweinsberg, TSV Wohratal, RSV Roßdorf, SV Schönstadt, SG Salzböde-Lahn, RSV Kleinseelheim, SG Rosphe, TSV Caldern, TSV Eintracht Stadtallendorf II, FSV Cappel II, SV Bauerbach II, VfB Wetter II.

Kreisliga B Marburg I (14 Mannschaften): 1. FC Sindersfeld, FC Intertürk Neustadt, FV Bürgeln, FV Bracht, SV Erfurtshausen, SV Langenstein, TSV Speckswinkel, TSV Ernsthausen, Germania Betziesdorf, TSV Rauschenberg, SV Großseelheim II, SV Emsdorf II, TSV Kirchhain II, TSV Erksdorf II.

Kreisliga B Marburg II (15 Mannschaften): VfR Niederwald, FC Oberwalgern, 1. FC Waldtal Marburg, FSV Borts-/Ronhausen, SG Niederweimar/Haddamshausen, Spvgg Hassen-/Bellnhausen, SV Beltershausen, TSV Marbach, TSV Elnhausen, TSV Moischt, SG Ebsdorfergrund, FV Wehrda II, SSV Hatzbach II, VfL Dreihausen II, SG Salzböde-Lahn II.

Kreisliga B Marburg III (15 Mannschaften): FV Cölbe II, Spvgg Rauischholzhausen II, RSV Kleinseelheim II, SV Mardorf II, VfL Neustadt II, SG Niederklein/Schweinsberg II, RSV Roßdorf II, SV Schönstadt II, TSV Wohratal II, FSG Südkreis II, SG Rosphe II, TSV Caldern II, SV Langenstein II, SG Momberg/Speckswinkel II.

Kreisliga B Marburg I/II Reserven (16 Mannschaften, Freundschaftsspielbetrieb): FC Intertürk Neustadt II, FV Bürgeln II, FV Bracht II, TSV Ernsthausen II, VfR Niederwald II, FC Oberwalgern II, FSV Borts-/Ronhausen II, SG Niederweimar/Haddamshausen II, Spvgg Hassen-/Bellnhausen II, SV Beltershausen II, TSV Marbach II, TSV Elnhausen II, SG Ebsdorfergrund II, TSV Moischt II, SV Großseelheim III, FV Wehrda III.

Marburger Mannschaften in Nachbarkreisen: SG Versbachtal (Kreisliga A Biedenkopf), VfB Lohra, FSV Sterzhausen, TSV Michelbach II, SG Lahnfels II (alle Kreisliga B Biedenkopf), SV Erfurtshausen II (Kreisliga C Alsfeld).

Einwurf von Stefan Weisbrod

Gut für die Motivierten

Mit den Reserven ist das ja so eine Sache. Manche Fußballvereine melden eher der Form halber eine Zweitvertretung, andere verzichten direkt darauf. Bei den meisten Clubs aber existiert sie tatsächlich.

Ob es dabei die Möglichkeit eines Aufstiegs gibt oder formal nur Freundschaftsspiele ausgetragen werden, ist für die meisten Kicker aus der „Zweiten“ egal. Ob überhaupt regelmäßig Partie ausgetragen werden, hingegen nicht.

Gerade einmal je drei Spiele haben einzelne Mannschaften in der Vorsaison tatsächlich bestritten, ehe aufgrund der Corona-Pandemie gar nichts mehr ging. Einfach unbefriedigend für jeden, der Spaß am Fußball hat. Das sorgt schnell für Verdruss. Der Sport droht dadurch viele eigentlich sehr motivierte Aktive zu verlieren.

Die Reserveklassen, die außerhalb des regulären Ligensystems stehen, gibt es in den meisten hessischen Fußballkreisen nicht mehr. Der Marburger Kreisfußballausschuss hält jedoch daran fest, zeigt sich nun aber flexibler:

B-Ligisten, die ihre zweite Mannschaft in Konkurrenz spielen lassen wollen und das kundgetan haben – wie der SV Langenstein und der SV Erfurtshausen –, bekommen die Möglichkeit dazu.

Gut so. Die übrigen spielen nun in einer gemeisamen Liga für die Reserven aus zwei B-Liga-Staffeln. Auch das ist gut so. Winziger Nachteil: Die „Zweite“ spielt auswärts nicht immer am selben Ort wie die „Erste“.

Riesiger Vorteil, selbst wenn die ein oder andere Mannschaft noch wegfallen sollte: Die Chance, dass wenigstens halbwegs regelmäßig überhaupt gespielt wird, ist um einiges größer.

Von Stefan Weisbrod