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Lokalsport Eintracht steht vor einer hoher Hürde
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10:56 28.09.2019
Christian Gaudermann (links) kontrolliert im Spiel gegen Neuhof den Ball. Quelle: Foto: Stefan Tschersich
Stadtallendorf

Das Team von Trainer Dragan Sicaja muss sich am Samstag ab 15 Uhr auf einiges gefasst machen. Die Partie in Hadamar stellt eine große Herausforderung für die Stadtallendorfer Eintracht dar. Gegner Rot-Weiß hat sich nach schwachem Start (drei Niederlagen in vier Spielen) wieder im oberen Drittel der Tabelle etabliert und zeigt insbesondere in der Offensive Extraklasse. Ein Garant dafür ist Leon Burggraf: Der 22-Jährige hatte eigentlich größere Ziele. Er heuerte im vergangenen Jahr bei Borussia Dortmund an, spielte dort mit der „Zweiten“ in der Regionalliga, um den nächsten Schritt zu schaffen.

Doch nach nur einem Jahr zog es ihn zurück in seine Heimat, „aus privaten Gründen“, wie er sagt. Seit Mitte August trägt er wieder die Fußballschuhe der Rot-Weißen und trifft recht gut. Er und sein Sturmpartner Jonas Herding erzielten 14 der 24 Hadamarer Tore. Dies allein wäre noch kein Grund, über den sich Dragan Sicaja Sorgen machen müsste. Erschwerend hinzu kommt allerdings, dass der Coach der Eintracht möglicherweise seine Defensive umbauen muss. Fest steht, dass Daniel Vier ausfällt – nicht nur in Hadamar, sondern wahrscheinlich mehrere Wochen. „Er hatte in der vorigen Partie Probleme an der Schulter. Diese haben sich verschlimmert“, erklärt Sicaja.

Damit nicht genug: Hinter dem Einsatz von Kevin Vidakovics steht noch ein Fragezeichen. Nach einer Innenbanddehnung wurde er am Mittwoch im Kreispokal-Halbfinale gegen Emsdorf (5:2) geschont. „Dort wollten wir kein Risiko eingehen“, sagt Sicaja. Ihm ist durchaus bewusst, dass seine Eintracht vor einer hohen Hürde steht, zumal „Hadamar seit längerer Zeit in der Hessenliga eine starke Rolle spielt. Der Trainer mit vielen guten Ideen kann auf zahlreiche erfahrene und viele erfolgshungrige, junge Spieler zurückgreifen“, sagt Sicaja.

Allerdings will er sich nicht zu sehr mit dem Gegner beschäftigen, sondern den Fokus auf sein Team richten. „Es spielt letztlich keine Rolle, wer bei uns ausfällt und wer auf dem Platz steht. Ich erwarte in jedem Spiel große Laufbereitschaft, Leidenschaft und die richtige Einstellung“, sagt Sicaja, der nach nunmehr neun Spieltagen noch kein Zwischenfazit ziehen möchte. Will heißen, das Thema Regionalliga-Wiederaufstieg spielt (noch) keine Rolle. „Sicherlich werden wir oben mitspielen. Diese Qualität haben wir definitiv. Aber ich warne: Zwei Jahre Regionalliga sind kein Freifahrtsschein. Wir müssen uns immer wieder neu beweisen, weil die Gegner in der Regel gegen uns motivierter auftreten werden als gegen andere Teams.“ So dürfte es auch morgen in Hadamar sein.

von Michael E. Schmidt