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Lokalsport VfL Biedenkopf will die Klasse halten
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10:02 03.01.2020
Wechselt vom FC Ederbergland zum VfL Biedenkopf: Daniel Gora. Quelle: Jens Schmidt
Biedenkopf

Man kann schon beinahe von verkehrter Welt beim VfL Biedenkopf reden. Während zahlreiche Vereine sich gegen Ende der Hinrunde nichts anderes als die Winterpause herbeisehnen, sieht es im Hinterland etwas anders aus. „Die Pause kam für uns sogar fast ungelegen. Wir hatten zwar einen katastrophalen Start, die vergangenen Wochen waren aber sehr gut“, bilanziert Trainer Vladimir Kovacevic. In der Tat setzte es für den VfL in den vergangenen sieben Spielen bloß eine Niederlage – und zwar ein knappes 3:4 gegen den Aufstiegsaspiranten Schröck.

Somit stellt sich jedoch die Frage, was zu Beginn der Spielzeit falsch lief. Kovacevic hat die möglichen Gründe bereits ermittelt. „Wir haben wichtige Spieler verloren und viele junge Leute hinzubekommen. Zu Beginn fehlte noch der Teamgeist, der Wille. Andererseits hat auch der Grenzgang in Biedenkopf abgelenkt und damit Einfluss genommen. Ich gebe zu, dass ich zu Beginn etwas Angst hatte.“

Team steht aktuell auf Abstiegsplatz

Im Laufe der Saison gelang dem VfL jedoch die Kehrtwende. „Die Jungs haben begriffen, dass der Zusammenhalt stimmen muss und es nur als Team funktioniert. Wir haben das Individuelle nach hinten gestellt“, beschreibt Kovacevic. Neben dem Kollektiv schraubte der Coach mit seinem Trainerteam allerdings auch an der Einstellung. „In der Gruppenliga werden Wille und Leidenschaft benötigt. Aufwand zu betreiben ist die erste Priorität. Das haben die Jungs umgesetzt und sich dafür auch belohnt“, ergänzt er.

Im Großen und Ganzen ist die Biedenkopfer Mannschaft also mit einem guten Gefühl in die Winterpause gegangen. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass sie sich mit 25 Punkten derzeit nach wie vor auf einem möglichen Abstiegsplatz befindet. „Wir haben uns zwar gefangen, sind aber noch nicht aus dem Schneider. Die momentane Situation ist ein gefährliches Pflaster – vor allem in einer solch engen Liga“, warnt Kovacevic. Bis zum sicher rettenden Ufer sind es noch zwei Punkte. „Ich rechne letztlich mit fünf Gruppenliga-Absteigern, daher müssen wir jetzt dranbleiben und den nächsten Schritt machen“, fordert Biedenkopfs Coach.

Trainer baut auf Zusammenhalt

Damit dieser Schritt gelingt, ist das Trainerteam bereits fleißig. „Im Winter müssen wir dann auch noch mal im taktischen Bereich arbeiten“, meint Kovacevic. Zudem sind bereits zwei Verstärkungen für die Rückrunde bekannt. Einerseits verpflichtet der VfL Stürmer Daniel Gora vom FC Ederbergland und holt andererseits Torwart Fabian Losart vom Ligakonkurrenten Juno Burg zurück nach Biedenkopf. „Das Ziel ist es, uns breiter aufzustellen und den Konkurrenzkampf anzukurbeln“, sagt Kovacevic.

Nach der Vorbereitung gilt es, den Restrundenstart nicht auch in den Sand zu setzen. Trainer Kovacevic zeigt sich bezüglich des angepeilten Klassenerhalts optimistisch: „Ich bin schon guter Dinge und sicher, dass wir es schaffen werden. Voraussetzung ist dabei eine vernünftige Vorbereitung und Teamgeist“, sagt der VfL-Coach, der dennoch den mahnenden Finger hebt: „Wir dürfen nicht die Füße hochlegen. Die Punktedifferenz ist sehr eng, von unten nach oben ist alles drin!“

von Yann Ruppersberg