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Lokalsport TSV Mengsberg vertraut seinem Kader
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09:43 27.02.2020
André England (links; verfolgt von Schwalmstadts Maurice Töpfer) erzielte bislang zehn Tore für den TSV. Quelle: Michael Hoffsteter
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Mengsberg

Die Hinrunde stand in Mengsberg vor allem unter einem Zeichen: dem des Verletzungspechs. Leistungsträger wie Janos Moll fielen monatelang aus, Dardan Rama konnte nur ein Spiel absolvieren – um nur zwei der zahlreichen Beispiele zu nennen.

„Wir haben viel zu lange geglaubt, dass wir vom Potenzial her gut genug sind, um schnell wieder ins gesicherte Mittelfeld zu kommen. Und dabei nicht erkannt, dass es in dieser Situation auch auf andere Attribute ankommt“, resümiert TSV-Sprecher Martin Kubitschko, und er ergänzt: „Erst nach dem Trainerwechsel sind die Letzten wach geworden.“

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Dieser vollzog sich nach der bitteren 2:4 Heimniederlage gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Bad Wildungen/Friedrichstein. Das Duo Daniel Hainmüller und Fabian Hett trat nach dem Spiel zurück und traf den Verein damit unvorbereitet. „Wir waren Stefan Banf sehr dankbar, dass er sich bereit erklärt hat, das Team so kurzfristig zu übernehmen“, erinnert sich Kubitschko. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Team zehn Punkte aus elf Partien auf der Habenseite.

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Zunächst gelang dem Interimsduo Dennis Huber/René Dingel ein 2:0-Erfolg in Brunslar, dann übernahm der neue Coach. „Die Truppe, die ich übernommen habe, war intakt. Wir hatten viele Verletzte, und kaum kam einer zurück, hat es den nächsten erwischt. Der Kader ist sehr klein, da merkt man jeden Spieler, der wegfällt“, weiß Banf um die Probleme der vergangenen Monate.

In den fünf Partien unter dem neuen Trainer holte der TSV fünf Punkte, inklusive des bemerkenswerten 0:0 beim Aufstiegsaspiranten Schwalmstadt im letzten Spiel vor der Winterpause. „Die Truppe hat mich gut angenommen und immer wieder versucht umzusetzen, was vorgegeben war“, zollt Banf der Elf ein Lob. Auch Kubitschko sieht einen klaren Aufwärtstrend: „In den fünf Spielen gab es nur eine schlechte Halbzeit.“

Ende Januar hat die Mannschaft nach einer bewusst lange gewählten Winterpause wieder das Training aufgenommen. Eine Woche wurde hierfür der Kunstrasenplatz in Neustadt genutzt, ansonsten war man von Vereinsseite stets bemüht, auch auf dem eigenen Platz für gute Bedingungen zu sorgen. „Wer im Training ist, zieht auch richtig mit“, zeigt sich der Trainer auch jetzt mit der Einstellung seines Teams zufrieden.

Ausbeute gegen direkte Konkurrenz muss stimmen

Beim TSV hat man sich dazu entschlossen, dem vorhandenen Kader das volle Vertrauen auszusprechen, bleibt aber darauf angewiesen, dass ein ähnliches Verletzungspech wie in der Hinrunde ausbleibt. Ungelegen kommen da die erneuten Probleme von Dennis Huber, dessen alte Knöchelverletzung überwunden schien, aber nun erneut Probleme bereitet.

Banf hofft, dass der Innenverteidiger am kommenden Sonntag zum Start der Restrunde in der Nachholpartie in Volkmarsen dennoch dabei sein kann – denn hier wittert der erfahrene Übungsleiter bereits eine „sehr, sehr schwere Partie“. Wohlwissend, dass es für den TSV „keine leichte Partie mehr geben wird“ und sein Team bis zu letzten Saisonspieltag kämpfen werden muss. „Wir müssen gut in die Runde kommen“, hofft Banf, der den Klassenerhalt für „schwer, aber machbar“ hält.

Sprecher Martin Kubitschko bläst dabei ins selbe Horn: „Die Situation ist prekär, aber natürlich glaube ich daran, dass wir es schaffen können. Wir müssen in der Rückrunde vor allem effektiver gegen die direkten Konkurrenten sein, denn da ist die Bilanz bislang desaströs.“ Zumindest gegen Schlusslicht Volkmarsen konnte bereits das Hinspiel gewonnen werden – und das gleich mit 7:1. Vielleicht ein gutes Omen für den Auftakt zur Restrunde.

von Carsten Pfeil

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