Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Eshele führt Eintracht zum Sieg in Fulda
Sport Lokalsport Lokalsport Eshele führt Eintracht zum Sieg in Fulda
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:11 03.10.2021
Stadtallendorfs Torschütze Ephraim Eshele (links) und Vorlagengeber Amar Zildzovic jubeln über das 1:0 gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz.
Stadtallendorfs Torschütze Ephraim Eshele (links) und Vorlagengeber Amar Zildzovic jubeln über das 1:0 gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Quelle: Marcello Di Cicco
Anzeige
Fulda

Ephraim Eshele kam gar nicht mehr aus dem Strahlen heraus: Erst herzten ihn nach dem Abpfiff Mitspieler und Verantwortliche der Stadtallendorfer Eintracht, dann holte sich der 19-Jährige in der Kurve von den knapp 50 mitgereisten Fans die Glückwünsche ab. Mit einem lupenreinen Hattrick hatte der zur zweiten Hälfte eingewechselte Angreifer das Hessenliga-Topspiel zugunsten des TSV Eintracht entschieden. Die Herrenwälder beendeten dank einer starken Teamleistung mit dem 3:0 (0:0)-Erfolg zugleich die eindrucksvolle Serie von 24 (!) Siegen in Folge von Spitzenreiter SG Barockstadt Fulda-Lehnerz.

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Eshele. Viermal war der im Sommer aus der U 19 des SV Gonsenheim gekommene 2,04-Meter-Hüne zuvor zum Einsatz gekommen, blieb dabei ohne Tor, hatte es selten leicht in seinen ersten Partien im Seniorenbereich. „Ich musste mich sehr, sehr anpassen. Doch heute war der perfekte Tag – drei Buden gegen den Tabellenführer, unser Team war überragend, einfach geil“, sagte Eshele und holte tief Luft.

Für eine in der zweiten Halbzeit bessere Eintracht schlug Eshele in der 54. Minute erstmals zu, als er – nach feiner Balleroberung von Amar Zildzovic in Szene gesetzt – gekonnt mit einem Flachschuss ins lange Eck abschloss. Nach einem Doppelpass mit Andrej Markovic im Strafraum traf er zum 2:0 (64.), ehe er nach einem Pfostentreffer von Sturmpartner Del-Angelo Williams auch ein drittes Mal vor dem Tor von Keeper Tobias Wolf eiskalt blieb (77.) – die gutklassige Partie war damit vorentschieden.

Schadeberg sieht Rote Karte

„Hut ab“, zollte Mitspieler „Mo“ Arifi Respekt für Esheles Leistung. „Ich habe unter der Woche noch mit ihm im Training geredet, ihm gesagt, dass er sich keinen Kopf machen soll. Ich hatte auch Zeit gebraucht, als ich damals aus einer unteren Spielklasse nach Stadtallendorf kam. Und heute macht er drei Tore in Fulda …“, freute sich Arifi und sah einen „hochverdienten Sieg“, denn: „Wir haben gekämpft, gekratzt, geackert.“ Trainer Dragan Sicaja sah es genauso: „Einen Riesenrespekt an die Mannschaft, mit welcher Mentalität wir gespielt haben. Das war abgezockt und reif.“

Zwar hatten die Gastgeber vor 800 Zuschauern im Stadion in der Johannisau mit dem Anpfiff in den ersten 25 Minuten leichte Feldvorteile, im Torabschluss blieben sie aber zu ungenau gegen Gäste, die ordentlich Paroli boten, aber auch kaum zwingende Offensivaktionen verbuchten. Während bei der SG Torjäger Dominik Rummel (Zerrung) kurzfristig ausfiel, stand beim TSV neben dem privat verhinderten Kevin Bartheld Timo Cecen nicht im Kader.

Der Spielmacher, der das Spitzenspiel von der Tribüne aus verfolgte, hatte „eine kleine Denkpause“ (Sicaja) bekommen. Dies trübte aber keineswegs die Stimmung bei der Eintracht – schon eher die Rote Karte für Christopher Schadeberg. Der Kapitän musste nach einer Notbremse an Moritz Reinhard in der 90. Minute vorzeitig vom Feld.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Ephraim Eshele (54., 64., 77.). SG Barockstadt: Wolf – Pecks, Gröger, Grösch, Hillmann (79. Wittke) – Müller (69. Budesheim), Schaaf – Vogel (57. Kassa), Duran, Göbel – Reinhard. Eintracht Stadtallendorf: Sahin – Schütze, Phillips, Schadeberg, Markovic – Arifi (82. Zucca), Zildzovic – Heuser, Sattorov (46. Eshele), Lindenthal (67. Wiessner) – Williams. Schiedsrichter: Steffen Rabe (Wetter). Zuschauer: 800. Rote Karte: Christopher Schadeberg (Stadtallendorf) wegen einer Notbremse (90.).

Von Marcello Di Cicco