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Lokalsport Eintracht zeigt Nerven gegen Hadamar
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20:07 01.05.2022
Eine Szene aus dem Hinspiel: Stadtallendorfs Rolf Sattorov (rechts) kämpft mit Hadamars Jerome Zey um den Ball.
Eine Szene aus dem Hinspiel: Stadtallendorfs Rolf Sattorov (rechts) kämpft mit Hadamars Jerome Zey um den Ball. Quelle: Nadine Weigel
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Hadamar

Der TSV Stadtallendorf hat es verpasst, sich für das Heimspiel am kommenden Samstag (7. Mai, 16 Uhr) gegen den TuS Dietkirchen einen Aufstiegsmatchball zu erarbeiten. Die Mannschaft von Trainer Dragan Sicaja unterlag am Samstag (30. April) in der Playoff-Runde der Fußball-Hessenliga Rot-Weiß Hadamar mit 2:3 (0:1), bleibt aber mit sechs Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, da die Osthessen am Wochenende spielfrei waren.

„Im Kopf waren wir nicht bereit. Die Mannschaft wirkte gehemmt, als hätte sie das Gefühl, dass sie sofort aufsteigen muss“, mutmaßte Sicaja, der den Auftritt seiner Elf „träge“ nannte, während die Rot-Weißen „wacher“ und „fokussiert“ gewesen seien. Das Ergebnis passte für den Coach in eine Trainingswoche, die wegen äußerer Umstände schwierig gewesen sei – doch dies allein wollte Sicaja nicht als Ausrede gelten lassen, denn: „Wir waren einfach nicht griffig und haben nicht das gezeigt, was wir können.“

Infos zum Spiel

Tore: 1:0 Marco Koch (40.), 1:1 Leon Lindenthal (48.), 2:1 Jann Bangert (54.), 3:1 Koch (76.), 3:2 Del-Angelo Williams (81.)

SV Rot-Weiß Hadamar: Hasselbach – Paul, Dimter, Teller, Schäfer, Zey (89. Kittel), Dillmann, Burggraf, Bangert (90.+3 Moldsen), Neugebauer, Koch

TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin – Williams, Heuser, Geisler, Phillips, Ofori, Bartheld (77. Sattorov), Schadeberg, Zildzovic, Wiessner (46. Lindenthal), Cecen

Schiedsrichter: Boris Reisert (Rödermark)

Zuschauer: 250

Dabei fanden die Gäste gut ins Spiel, kontrollierten es in den ersten 20 Minuten. Ab Mitte der ersten Hälfte wurden die Gastgeber stärker. Sie schafften es vor allem über die rechte Offensivseite, in den Rücken der Eintracht-Defensive zu gelangen. Mit einem Schuss ins lange Eck besorgte Marco Koch den Hadamarern die Führung (40.). „Wir konnten froh sein, dass wir nur mit 0:1 in die Kabine gegangen sind“, befand der Stadtallendorfer Trainer.

Kurz nach dem Seitenwechsel glich der eingewechselte Leon Lindenthal sehenswert per Kopfstoß aus (48.). Danach entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem sich die Herrenwälder selbst ein Bein stellten. Nach einem Rückpass von Kevin Bartheld sprang der Ball Keeper Tolga Sahin auf dem holprigen Rasenplatz über den Fuß. Jann Bangert bedankte sich und schob den Ball zur 2:1-Führung ins leere Tor ein (54.). Nach einem Konter erhöhte Koch mit einer Direktabnahme auf 3:1 (76.). Zwar brachte Del-Angelo Williams die Eintracht fünf Minuten später wieder heran, zu mehr reichte es für die Herrenwälder jedoch nicht.

Nach dem Dämpfer gab sich Stadtallendorfs Fußball-Präsident Reiner Bremer optimistisch, dass die Rückkehr in die Regionalliga Südwest in den verbleibenden drei Partien gelingen wird. „Wenn wir in unseren zwei Heimspielen sechs Punkte holen, ist alles gut“, rechnete Bremer vor. Doch auch gegen Dietkirchen könnten die Stadtallendorfer schon den Klassensprung eintüten. Dafür wäre ein Sieg der Sicaja-Schützlinge gegen das Team aus dem Limburger Stadtteil und eine Heimniederlage der SG Barockstadt gegen den SC Waldgirmes erforderlich.

FC Gießen steigt in die Hessenliga ab

Auf ein Mittelhessen-Derby in der Regionalliga Südwest müssen heimische Fußball-Fans in der kommenden Saison verzichten, sollte der TSV Eintracht Stadtallendorf den Aufstieg schaffen. Nach der 0:2-Niederlage bei Rot-Weiß Koblenz steht der Abstieg des FC Gießen in die Hessenliga nun auch rechnerisch fest.

Von Marcello Di Cicco